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Fast Nacht

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Jenzer Marion Jenzer Weber Jenzer Jenzer Weber Jenzer Weber Jenzer 5 Fast Nacht Swoboda und Marion tragen Gepäckstücke in die Halle. Die Nachtglocke klingelt. Ja, ja, ja! Wir kommen schon! Marion! Gehen Sie rasch? Rasch? Langsam ab. Die Nachtglocke klingelt weiter. Frau Jenzer schaut vorsichtig durch die Vorhänge. Jemand klopft ans Fenster. laut. Was gibt es? Zu sich. Was will der jetzt wieder? Frau Jenzer muss die Vorhänge öffnen. Weber zeigt eine Konzession. draussen. Konzession, Fräulein Marion. Na, gut. Ich verstehe zwar nicht, aber... Herr Oberleutnant, ich komme. Frau Jenzer öffnet die Eingangstüre. Weber tritt ein und bemerkt das viele Reisegepäck. freundlich. So zerstreut wie Sie sind! Sie haben mir die Konzession doch bereits heute Vormittag gebracht, Herr Oberleutnant. Die Konzession lautet auf den Namen des Fräuleins. Nicht auf Ihren. Für Fräulein Marion, so, so. Sehr liebenswürdig. Danke, Herr Oberleutnant. Brauchen Sie eine Unterschrift? Lieber etwas zu trinken. Pech gehabt, Herr Oberleutnant Weber. Fräulein Marion hat zu tun und die Bar ist geschlossen. Heute Ruhetag. Ein andermal sehr gern. Auf Wiedersehen. - 59 - © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht.

Weber Jenzer Weber Jenzer Weber Weber Marion Jenzer Weber Jenzer Weber Jenzer Weber Das Telefon klingelt, Jenzer reagiert nicht. Darf ich das Gästebuch einsehen? Jenzer reicht ihm das Buch. So heben Sie doch ab. Suchen Sie jemanden Bestimmten? Hier stelle ich die Fragen. Überfliegt das Gästebuch. Sind das alle? nickt. Ich habe doch gesagt, heute Ruhetag. Verehrte Frau Jenzer, wiederholen Sie diesen Satz. Laut und langsam und am besten in Englisch, damit der entsprechende Geheimdienst es hören kann. Das Telefon klingelt ununterbrochen, der Fernschreiber beginnt zu rattern. mit Blick auf Swoboda und Marion, die gerade weiteres Gepäck in die Halle tragen. Auch keine Tagungen? Oder Konferenzen? Winkt Marion mit der Konzession. Keine Zeit mehr für die Ersatz-Fastnacht? ruft im Abgehen. Später, Herr Weber. Frau Jenzer, Telefon! Keine Tagungen, mir ist da nichts bekannt. Herrgott! blättert weiter im Gästebuch, nervöser Blick auf das Telefon. Dieser Gast aus Berlin. Doppelbürgerin? Kann ich die Dame sprechen? Abgereist. Dann haben sie sozusagen keine Gäste? Entschuldigen Sie. Hebt entnervt den Hörer ab. «Lällenkönig», Weber. So ist es, Herr Oberleutnant. Greift nach dem Hörer. Ich muss doch sehr bitten! Berlin! Besagte Dame wird verlangt. Überlässt ihr den Hörer. - 60 - © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht.