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Einer, der vorgab, nichts zu wissenSL52

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Alkibiades Aristophanes

Alkibiades Aristophanes Plato Alkibiades Plato Aristophanes Plato Einer, der vorgab, nichts zu wissen Genau das ist meine Meinung. Sieh dir nur unser gutes teures Vaterland Hellas an: Die Kämpfe gegen die Perser, das jahrelange Ringen um die Vorherrschaft zwischen Athen und Sparta. Kriege wird es immer geben, solange es Menschen gibt. Die alten Hellenen waren vom wahren gesunden Geist geleitet, sie waren durchdrungen von einem tiefen Glauben an die Götter. Dafür lebten sie und arbeiteten sie. Nur wenn es unbedingt sein musste, griffen sie zu den Waffen. Aber unsere verweichlichten Demokratie- Befürworter verstehen es nicht mehr, ein gottgefälliges Dasein zu führen. Ich möchte noch weiter gehen und behaupte, dass, sobald der Glaube an die Götter schwindet, der Mensch sein Denken auf sich selber richtet. Möglich dass wir an der Schwelle zu einer neuen Zeit stehen: Unser Denken erzeugt Wissen, und dieses Wissen bringt neue Formen, neue Geistesgebäude hervor. Und damit liegt es an denen, die die Macht haben, verantwortungsvoll mit den Kenntnissen umzugehen. Dazu bedarf es einer obersten Idee, der Idee des Guten. Gut – gut! Wenn ich das schon höre! Wer gibt schon etwas fürs Gut-Sein, für den Edelmut der Handlungen? Nehmen muss sich der Starke, was ihn recht dünkt – und das mit der Faust. Nehmen, noch bevor die Wankelmütigen, die Zögernden danach greifen. Aber die Vernunft ist doch den Menschen gegeben, damit sie mit dem Willen ihre Begierden im Zaum halten. Beide irrt ihr, wenn ihr das Problem rein auf die Entscheidung zwischen Idee und Tat zurückführt. Wir sind doch nichts anderes als besondere Tiere, die von den Göttern herbeigerufen, gelenkt und wieder abberufen werden. Im Mythos liegen die wahren Schätze verborgen. Du meinst, wir sind gleichsam nur Gäste auf dieser Erde. Aber wenn wir besondere Tiere sind, warum © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 11-

Alkibiades Aristophanes Alkibiades Aristophanes Plato Alkibiades Plato Aristophanes Plato machen wir dann nicht Gebrauch von unserer Stärke, unserem Geist, der über all unseren Begierden steht. blickt zum Himmel. Jetzt muss ich die Götter anrufen. Ihr da oben, seht nur, wie sehr mich diese beiden langweilen! Gleich wird er unwirsch, unser großer Feldherr, wenn man seine Taten nicht ständig lobend hervorhebt. Euer Gerede über Lebenseinstellung und Ideenlehre wird sicherlich nicht in die Geschichte eingehen, meine Ruhmestaten hingegen schon. Es sind nicht nur die Kriege, von denen man später sprechen wird, man wird sich auch mit unserer Gedankenwelt, mit unseren Künsten beschäftigen, was beides nicht minder zu schätzen ist. Und damit haben wir schon die drei wichtigen Säulen der Wertschätzung aufgezählt: Der Krieger, der Denker, der Künstler. Alle drei, wenn sie mit hervorragenden Eigenschaften gesegnet sind, bilden eine Harmonie. Sie gleichen in ihrem Zusammenspiel der Harmonie einer Laute Deutet in Richtung Lautenspieler. Und für den Fall, dass alle drei ausgezeichneten Fähigkeiten in einem einzigen Menschen vereint sind, machen sie diesen damit zu einem erhabenen Geschöpf, wie es nur die Götter sind. Kennst du so jemanden? Hat einer all die Talente im Übermaß in sich vereint? Ein hervorragender Krieger und gleichzeitig ein klarer Denker und begabter Künstler... Einer, der Mut, Geist und schöpferische Fantasie in einer Person vereinigt. Ich kenne nur einen – es ist unser Sokrates. Mir ist er vornehmlich als einer aufgefallen, der sich aufs Fragen versteht, der in der geistigen Versenkung zu so manch überraschender Weisheit gelangt. In seines Vaters Werkstatt hatte er als Jüngling die Bilhauerkunst erlernt, er soll sogar die Statuen der drei © Teaterverlag Elgg in Belp. Kein Bearbeitungs- und Kopierrecht. Kein Aufführungsrecht. - 12-

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