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Der Burgbote 2013 (Jahrgang 93)

Innenminister Hans-Peter

Innenminister Hans-Peter Friedrich zu Gast beim Zillche Immer wieder finden auch prominente Gäste den Weg in eine der Cäcilia-Aufführungen. In diesem Jahr erwies uns Bundesinnenminister Friedrich mit Gattin die Ehre. Den hohen Sicherheitsanforderungen genügend, blieb der Besuch des Ministers bis zur Ankunft das »Geheimnis« des Vorstandes. 10 dauerhaften Opernbetrieb aushalten? – muss man insgesamt doch konstatieren, dass die Rahmenbedingungen für die Gäste und Zuschauer des Divertissementchens in der Oper am Dom gar nicht so schlecht sind. Die Sichtverhältnisse sind in der Tendenz sogar deutlich besser und auch die Akustik ist besser als erwartet. Auch das Foyer hat sich durchaus als konkurrenzfähig zum traditionellen Opernhaus erwiesen – zumindest wenn man sich durch den Pulk der Wartenden gekämpft, seine Garderobe ordnungsgemäß verstaut und dann noch die steilen Treppen gemeistert hatte. Oben angekommen, empfingen die Gäste karnevalistische Musik, freundliche Mitarbeiter der Gastronomie und die Möglichkeit, für die Pause einen kleinen Tisch oder eine Sitzgruppe mitsamt Speisen und Getränken zu bestellen. Viele Gäste, so konnten wir beobachten, haben von diesem ergänzenden Angebot gern Gebrauch gemacht und die Pause gemeinsam mit ihren Freunden und Bekannten in entspannter Atmosphäre erlebt. Kölsche Töne in der Oper am Dom Aber noch einmal zurück zur Akustik im Zuschauerraum unserer neuen Spielstätte. Insgesamt waren, so die einhellige Rückmeldung der Zuschauer, vor allem die Solostücke und die in kleineren Ensembles vorgetragenen Gesangsstücke deutlich besser zu verstehen, als man dies aus dem Opernhaus gewohnt war. Allerdings muss man schon diese einleitende Bemerkung mit einer kleinen Ergänzung versehen: Diese bessere Verständlichkeit wurde weitestgehend durch die technische Verstärkung der Stimmen erzielt – also durch den Einsatz der Mikroports. Und nun kam es doch erheblich auf die Sitzreihe an, in der man dem Stück lauschen durfte, welcher Eindruck entstand: War man Besitzer einer

Karte in den ersten 10 – 12 Reihen, war die bessere Verständlichkeit eher eingeschränkt, denn hier wird der Ton kaum über Lautsprecher verstärkt. Saß man in den Reihen 12–16 waren die Texte sehr deutlich zu verstehen, allerdings war damit auch ein »technischer Klang« verbunden. Auf den hinteren Reihen und vermutlich auch im oberen Rang war der Klang am besten ausgewogen zwischen Livemusik von Bühne und aus dem Orchestergraben – und ganz ohne Zweifel sollte für die kommenden Spielzeiten gelten, dass hier intensiv nach Möglichkeiten gesucht wird, um das Klangbild einheitlicher und ausgewogener zu gestalten. Zumal, so wurde mir von einigen Sängern berichtet, der Zuwachs an Technik – mittlerweile ist ja eine Vielzahl von Mikroports im Einsatz – nicht unbedingt zu einem Plus an Aufführungssicherheit führt. Im Gegenteil. Einige Ausfälle von Mikrofonen haben sogar zu spontanen Zwischenrufen aus dem Publikum geführt – das sollte doch eigentlich vermeidbar sein. Und an dieser Stelle soll auch eine Kritik nicht ausgespart werden, die von einer ganzen Reihe von Zuschauern geäußert wurde: Vor allem bei den vom ganzen Chor vorgetragenen Stücken erschien das Orchester oftmals als zu laut. Über diese Feinabstimmung läst sich natürlich mit Fug und Recht streiten, aber diese Rückmeldung der zahlenden Gäste kam nun einmal mit erstaunlicher Regelmäßigkeit – und sollte daher in die Planungen für das kommende Jahr mit aufgenommen werden. Zumal dann gerade auch die Texte der Chöre, in die unser Mitsänger und Mitstreiter im Cäcilia-Ausschuss, Helmut Löffel, so viel Engagement hinein gesteckt hat, für viele Zuhörer nur schwer verständlich waren. Urkölsche Sprache und ein manchmal vielleicht wirklich etwas zu lautes Orchester passen eben einfach schlecht zusammen. Der Wortwitz und wie eine ganze Stadt einen Spion sucht Die Sprachqualität der Liedtexte erhält auch vor einem weiteren Zusammenhang noch eine besondere Bedeutung: Wenn der feine Wortwitz nicht mehr in allen Passagen eines Divertissementchens zu spüren ist, sollte er sich doch dort, wo er noch vorhanden ist, seinen Weg bahnen können. Nicht zuletzt beim Aussprache-Abend des Cäcilia-Ensembles nach dem Ende der Spielzeit wurde die kritische Frage nach der humoristischen Qualität in den zukünftig zu erwartenden Zillche-Stücken aufgeworfen. Zugegeben sei allerdings, dass es sich mit um die schwierigste Aufgabe handelt, die Libretti der Zillche-Stücke so anzulegen, dass die Balance zwischen Humor und Parodie, Satire und lustvollem Spiel, intelligenter Kritik an den Zeitläuften in unserer Stadt und lachendem Amusement gewahrt bleibt. Aber die Wünsche der Mitspieler sind klar – und sicher sprechen sie damit vielen Zuschauern aus dem Herzen: zu einem reinen Boulevard-Stück darf das traditionsreiche Zillche vun Kölle nicht werden. Alle diese tiefgreifenden Fragestellungen wurden in diesem Jahr allerdings bei den meisten Gästen von einer viel einfacheren Frage überlagert: Wer war nun eigentlich der Spion? Wer meint, dass die zu einer frühen Phase aufgeworfenen Bemerkung, dass ein Spion des römischen Imperators vorab nach Köln geschickt worden sei, sich im Gedächtnis der Zuschauer nach und nach verliere und nicht bis weit nach Ende der Vorstellung als bohrende Frage im Hinterkopf sitzen würde – wer war denn nun der Spion? – der sah sich getäuscht. Immer wieder wurde im Freundes- und Bekanntenkreis beim Kölsch nach der Vorstellung diese Frage aufgeworfen, und man sah sich außerstande, eine vernünftige Antwort zu geben. Wenn es von Autor und Regisseur des Stückes so gewollt war, dass sich halb Köln und das ganze Divertissementchen 2013 11

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