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Der Burgbote 2013 (Jahrgang 93)

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Aus dem Archiv Unter kaiserlichem Schutz Protektorat Kaiser Wilhelms II. über den KMGV Durch Kabinettsordre vom 21. Juli 1888 übernahm Kaiser Wilhelm II. das Protektorat über den KMGV wie schon sein Vater König Wilhelm I. im Jahre 1861. Der Verein gehörte zu den vom Kaiser bevorzugten Chören. »Es geht mir nichts über Männergesang«. Mit diesen Worten dankte er dem Vorstand für die Liedervorträge des Vereins bei der Einweihung der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Die Vorliebe Kaiser Wilhelms für den Männergesang fand ihren Ausdruck in der Stiftung eines Wanderpreises, der so genannten Kaiserkette, die alle vier Jahre vergeben werden sollte. Zugelassen waren für den Gesangswettstreit nur Chöre mit mindestens 100 Sängern. Unter seinem Dirigenten Josef Schwartz trat der KMGV mit 172 Sängern in einer 6.000 Zuhörer fassenden Festhalle im Orangeriepark in Kassel im Frühjahr 1899 gegen 33 andere Chöre an. Neben einem Stück eigener Wahl hatten die Teilnehmer einen sechs Wochen zuvor eingereichten Chor vorzutragen. In einer zweiten Wahl war ein zuvor unbekannter Stundenchor zu bewältigen. Das Urteil des Preisgerichts erfolgte einhellig zugunsten des KMGV und Kaiser Wilhelm überreichte dem Präsidenten von Othegraven und dem Dirigenten J. Schwartz die Kaiserkette. Bei ihrer Rückkehr nach Köln wurden die Sänger des KMGV in einem Festzug zur Wolkenburg durch eine große Menschenmenge und Abordnungen vieler Vereine geleitet. Bereits 1909 gewann der KMGV zum zweiten Mal das Wettsingen mit 34 Chören. Ein Sängerausspruch von 1899 ist überliefert: »Wir deutschen Sänger fürchten Gott und sonst nichts auf der Welt – als den Kölner Männer-Gesang-Verein«. Freundschaftliche Beziehungen zum Wiener Männergesangverein Zu Ehren des 1843 gegründeten Wiener Männergesangvereins veranstaltete der KMGV am 28. Juli 1899 im Gürzenich einen Festabend. Typisch für die Herzlichkeit der Beziehungen war der an diesem Abend vorgetragene Wechselgesang der Kölner und Wiener Sänger unter dem Titel »Blaue Donau – grüner Rhein« (Titel unseres Konzertes 2010!). Im Frühjahr 1901 unternahm der KMGV dann einen Gegenbesuch in Salzburg und Wien. Höhepunkt der Sängerfahrt war ein Liedervortrag bei Kaiser Franz-Josef und seiner Hofgesellschaft im Schloss Schönbrunn. Anschließend erfolgte ein Empfang bei den Bürgermeistern der Stadt Wien Aus dem Archiv 55 KMGV-Präsident Ludwig von Othegraven