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Der Burgbote 2013 (Jahrgang 93)

Pontifikalamt krönt

Pontifikalamt krönt Konzertreise nach Würzburg 6 Den Männerchorgesang sowie kölsches Liedgut und Lebensart pflegen und verbreiten: So könnte man knapp den Satzungszweck des Kölner Männer-Gesang-Vereins umschreiben. Auf der Konzertreise nach Franken vom 19. bis 22. September 2013 sind etwa 110 Sänger dieser Aufforderung ihres Vereinsstatuts gefolgt. In Ober- und Unterfranken hat der Männerchor in vielen konzertanten Auftritten sein musikalisches Repertoire aufgeboten und mit einer gelungenen musikalischen Darbietung während eines Pontifikalamtes im Würzburger Kiliansdom auch eine künstlerisch überzeugende Visitenkarte hinterlassen. Zwei Jahre mussten die Sänger des Kölner Männer-Gesang-Vereins seit der letzten gemeinsamen Konzertreise (Thüringen/Erfurt) warten, bis die Reisebusse erneut von der Wolkenburg aufbrachen – diesmal in die Bischofsstädte Bamberg und Würzburg im Norden Bayerns. Neben dem künstlerischen Aspekt einer solchen Reise, haben die Sänger des KMGV auch immer die satzungsgemäße Aufgabe im Gepäck, das Liedgut des Männerchores »im Dienste der Völkerverständigung« in die Welt zu tragen. In rheinischem Selbstbewusstein geschieht dies insbesondere in den vielen organisierten Auftritten des Männerchores. Fremde »Kulturen« kennenlernen »Wir wollen, dass schon die Anreise als Gemeinschaft stiftend für die Sänger im Verein erlebbar wird«, warb Vize-Präsident Meinolf Rickert bereits im Vorfeld für die Konzertreise nach Franken. Vor allem wegen der herzlichen Gastfreundschaft werden wohl viele Sänger bereits die Mittagspause in Mespelbrunn in Erinnerung be- Generalprobe im Kiliansdom Domführung Bamberg Pontifikalamt unter Bischof Dr. Friedhelm Hofmann

Konzertreise 2013 halten. Die »gute Seele« des Landhotels Paradais hatte schnell einen persönlichen Draht zu den Sängern aus Köln gefunden und sich trotz aller Sprachbarrieren (»Nohdisch.«, »nordisch?«, »Nachtisch!«) schließlich mittels Gesang zu verständigen gewusst. Das obligatorische »Hoch« zum Abschied hatte sich das freundliche Team aus Service und Küche des Hotels Paradais redlich verdient. Brunnen auf dem Residenzplatz Würzburg Musikalisches Programm der Reise Nur für wenige Feiertage im Jahr verschiebt der KMGV seine Donnerstagsprobe: Da der erste Tag der Chorreise nach Bamberg ebenfalls ein Donnerstag war, fanden sich die Sänger wie immer gut gelaunt zur gemeinsamen Probe zusammen – diesmal allerdings im Ballsaal des Hotels in Bamberg. Bodentiefe Fenster gaben dort den Blick frei auf den linken Arm der Regnitz, die so beschaulich durch die Gastgeber-Stadt fließt. Konzentriert probten die mitgereisten Sänger das musikalische Programm der folgenden Tage, doch leichte Unsicherheiten in einem Chorwerk zeichneten auch sorgenvolle Falten auf die Stirn des Dirigenten: »Da ist noch Potenzial nach oben«, bemerkte Bernhard Steiner in der ersten Probe der Konzertreise 2013 des KMGV. Um Bamberg genauer kennenzulernen, führten am zweiten Reisetag fachkundige Reiseleiterinnen die Sänger des KMGV in kleinen Gruppen durch die idyllischen Gassen der Gastgeber-Stadt. Dabei haben die Sänger aus Köln das mitten in den Fluss Regnitz gebaute Alte Rathaus, die Neue Residenz samt ihrem beeindruckenden Rosengarten, die Alte Hofhaltung, sowie den von vier Türmen gekrönten sogenannten Kaiserdom St. Peter und St. Georg besucht und viele weitere Informationen und Anekdoten aus der Universitätsstadt Bamberg erfahren. Seinen ersten Auftritt vor Publikum erfuhr 7