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Der Burgbote 2013 (Jahrgang 93)

14 will – klärt sich

14 will – klärt sich im positiven Sinne, ist hier kein Änderunsgbedarf zu erkennen. Im Gegenteil: Es gilt festzuhalten, dass die musikalische Qualität des Zillche in den vergangenen Jahren eher weiter gestiegen ist. Dies macht sich an einigen Komponenten fest: Die Arrangements, die von Thomas Guthoff seit nunmehr zwölf Jahren beigesteuert werden, überzeugen von Jahr zu Jahr mehr durch ihre feinsinnige Verstrickung musikalischer Stile unterschiedlichster Provenience. Von Wagner-Klängen über den »kleinen Grünen Kaktus« bis zu bekannten Kölner Melodien, die jeder im Saal mitsummen möchte, reicht die musikalische Palette – aus der Thomas Guthoff sich beherzt und mit sicherem Gespür bedient. Auch in diesem Jahr wieder mit großem Erfolg und mit sehr positiver Resonanz aus den Reihen der Zuschauer. Unter der ebenfalls seit Jahren bewährten musikalischen Leitung von Bernhard Steiner entstehen aus den Arrangements reiche Klangbilder. Das Orchester der Bergischen Symphniker reagiert auf das Dirigat sicher und flexibel, die ergänzende E-Band zaubert modernen Sound und Rhythmik in die klassischen Orchesterklänge. Diese Mischung ist einzigartig und macht zu einem guten Teil den Charme des Zillche aus, dem sich nun auch ein jüngeres Publikum wieder Schritt für Schritt nähert. Zu dieser Entwicklung trägt auch der Chor maßgeblich bei. Vergleicht man das Cäcilia- Ensemble aus diesem Jahr mit dem Chor von vor drei Jahren, fällt zunächst natürlich auf, dass sich die Zahl der Mitsänger spürbar vergrößert hat. Eng mit diesem Wachstum an Herren, in diesem Jahr standen zumindest zu Beginn der Spielzeit über 80 Sänger auf der Bühne, ist auch der Zuwachs an musikalischer Präsenz verbunden. Es ist einfach spür- und hörbar, dass der Chor sehr wach ist, auf die Wünsche und Anforderungen der musikalischen Leitung reagiert und auch mit einigen jüngeren Stimmen sein Klangbild verändert hat. Für die Zukunft darf man sich aber wünschen: Noch mehr Artikulation, gerade an den Cäcilia-Prominenz mit Orden geschmückt Schön, dass es den amtierenden Oberbürgermeister unserer Nachbarstadt Bonn, Jürgen Nimptsch, zur Premiere von »Vivat Colonia« nach Köln gezogen hat. Es zeigt sich, dass die alten Verbindungen – Jürgen Nimptsch war vor seiner Wahl zum Bonner OB der Baas der Bühnenspielgemeinschaft Cäcilia Wolkenburg – eben doch stabil sind.

Stellen, an denen das Orchester und die Band eben auch relativ laut spielen, um die qualitativ hochwertigen Texte der Chöre auch gut verfolgen zu können. Vielleicht könnten auch ergänzende Angebote des KMGV zur Stimmbildung dabei helfen, das Klangvolumen des Chores weiter zu stärken. Hier sind sicher noch nicht alle Ressourcen genutzt und die positive Entwicklung einiger Mitsänger im Cäcilia-Chor zeigt, dass es sich lohnt, in die gesangliche Kompetenz der Mitspieler zu investieren. Ähnlich positiv auch das Urteil über die solistischen Partien des diesjährigen Stücks. Es zählte zu den überzeugendsten Elementen des diesjährigen Divertissementchens, dass der KMGV eine ungewohnte Vielfalt gesanglicher Kompetenzen nachweisen konnte. Es war eben nicht nur die Tenor- Arie, die Dieter Hagen in gewohnt anspruchsvoller Manier vortrug, die zu überzeugen wusste, sondern auch die Soli von Uwe Liefgen, der neben stimmlicher Qualität auch immer wieder durch sein spielerisches Talent die Stücke prägt, oder von Klaus Tilly. Und die Duette, die in diesem Jahr aufgrund der verworrenen Liebesspiele besonders zahlreich vertreten waren, haben gezeigt, wie das Publikum in den Bann zu ziehen ist. Ganz zu schweigen von den musikalisch sehr anspruchsvollen Ensemble- Stücken. Der Chor hat hier für die kommenden Jahre echte Maßstäbe gesetzt. Ein herzliches Dankeschön allen Sängern, ob im Chor, als Solisten oder in den einzelnen Ensembles für diese hervorragende Leistung. Pestilenzia im Opernhaus Eingeordnet werden muss diese musikalische Leistung auch vor dem Hintergrund der grassierenden Grippewellen, die mit höchst aggressiven Viren die Oper am Dom heimgesucht haben. Selbst über Jahrzehnte erfahrene Mitsänger können sich nicht erinnern, wann jemals ein solcher Krankenstand wie in dieser Session zu beklagen war. Und erstmals seit vielen Jahren waren von der Krankheitswelle auch Mitspieler betroffen, die tragende Rollen im Stück innehatten. An einigen, wenigen Abenden drohte der Cäcilia sogar der Worst Case: Eine Absage der abendlichen Vorstellung lag im Bereich des Möglichen. Eine Nachbereitung dieser außergewöhnlichen Situation muss in jedem Fall zwei Aspekte aufgreifen: Zum Einen gilt ein ganz besonderer Dank an Lajos Wenzel. Mit hoher Professionalität hat unser Regieassistent den erkrankten Hauptdarsteller Joachim Sommerfeld in einer ganzen Reihe von Vorstellungen vertreten. Und auch den Choristen gilt der Dank des ganzen KMGV. Mit zeitweise fünfzehn erkrankten Mitsängern war es eine große Herausforderung, trotz minimierter Quantität die gewünschte musikalische Qualität zu liefern. Der zweite wichtige Aspekt in dieser Diskussion wirft natürlich die Frage nach den Konsequenzen aus der diesjährigen Krankheitsmisere auf. Kann man davon ausgehen, dass uns – wie bei einer »Jahrhundert-Flut« häufig vermutet – ähnlich schlimme Grippewellen zukünftig verschonen werden? Gibt es Möglichkeiten, die Risiken unseres Zillche-Spiels in den Griff zu bekommen? Denn mit der Absage von Aufführungen wären doch erhebliche finanzielle Konsequenzen verbunden. Welche Antworten – von der denkbaren Doppelsbesetzung tragender Rollen bis zum Engagement professioneller Kräfte, die im Bedarfsfall eine Hauptrolle übernehmen könnten – erweisen sich als tragfähig? Fragestellungen, denen sich der Cäcilia-Ausschuss in seinen kommenden Sitzungen sicher intensiv widmet. Denn die reine Hoffnung, dass uns die nächste »Jahrhundert-Grippewelle« erst in vielen Jahren trifft, kann als Antwort auf diese Fragen sicher nicht ausreichen. Divertissementchen 2013 15

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