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Der Burgbote 2013 (Jahrgang 93)

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125 Jahre Kölner Haus- und Grundbesitzerverein von 1888 – Ökumenischer Gottesdienst in St. Pantaleon Der Verein (etymologisch: aus vereinen, eins werden und etwas zusammenbringen) bezeichnet eine freiwillige und auf Dauer angelegte Vereinigung von natürlichen und / oder juristischen Personen zur Verfolgung eines bestimmten Zwecks, die in ihrem Bestand vom Wechsel ihrer Mitglieder unabhängig ist. So zumindest die Definition des Begriffs in der freien Enzyklopädie Wikipedia. Juristisch mag das ja alles ganz korrekt sein…aber das Leben hat seine eigenen Gesetze und die scheinen doch manchmal in eine ganz andere Richtung zu weisen. »In seinem Bestand vom Wechsel seiner Mitglieder unabhängig« – hört sich beinahe so an, als lebe ein Verein, einmal gegründet, einfach auf ewig fort, ganz unabhängig davon, wer geht und wer kommt. Aber ganz so unabhängig von seinen Mitgliedern ist ein Verein im wahren Leben dann doch nicht. Manche üben sogar über das juristische Ende ihrer Mitgliedschaft hinaus noch prägenden Einfluss aus. Der ökumenische Gottesdienst zum 125. Jubiläum des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins legte davon auf seine Weise beredtes Zeugnis ab. Am 29. Juli d.J. starb Hanns Schäfer, viele Jahrzehnte lang Vorsitzender des Vereins. Vielleicht hat er insgeheim die Anregung zu diesem Gedenkgottesdienst gegeben, inhaltlich »mitbestimmt« hat er ihn in jedem Fall in mancherlei Weise. Jeder Gedenkgottesdienst verlangt nach seiner eigenen inneren Gestaltung. So bietet z.B. die Wahl des Lesungstextes die Möglichkeit, an die Person oder den Gegenstand des Gedenkens anzuknüpfen. Es verwundert daher nicht, dass statt des eigentlichen Tagesevangeliums eine Stelle aus dem Johannesevange- lium (Kap. 14, Vers 1 – 13) von Pfarrer Winfried Hamelbeck verlesen und von Stadtsuperintendent Rolf Domning der Gemeinde ausgelegt wurde: »Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen«, daran lässt sich in einer Gedenkmesse für einen Haus- und Grundbesitzerverein natürlich anknüpfen – was aber nicht Grund für seine Auswahl war. Es handelt sich vielmehr Pfarrer Hamelbeck zu Folge um eine von Hanns Schäfer besonders bevorzugte Stelle aus der Heiligen Schrift, deren Auslegung dem Stadtsuperintendenten dann auch immer wieder die Gelegenheit bot, auf Schäfer einzugehen. Ebenso war in der Liedauswahl des Gemeindegesangs der Geist Hanns Schäfers gegenwärtig. Das Eingangslied, »Ein Haus voll Glorie schauet«, gehörte wie der Lesungstext zu den von ihm besonders geschätzten Liedern des katholischen Gesangbuchs und gleiches darf man auch vom Schlusslied vermuten, dem Gesang »Großer Gott wir loben Dich«. So zeigte der Gedenkgottesdienst auf seine ganz eigene Weise, dass auch diejenigen, die ihr Leben an anderer Stelle fortführen, dennoch manchmal noch gestaltend am Leben und Feiern »ihres Vereins« teilnehmen können. Bleibt zu hoffen, dass Hanns Schäfer, ein Freund und Förderer des KMGV, dem Gesang der etwa 60 in St. Pantaleon versammelten Sänger mit ebensolcher Freude gelauscht hat, wie die Besucher des Gottesdienstes. GF Ökumenischer Gottesdienst 35