Aufrufe
vor 5 Monaten

Der Burgbote 2013 (Jahrgang 93)

Die Elektrifizierung der

Die Elektrifizierung der Kommunikation oder »Über den Umgang mit E-Mails und Mobiltelefon« 48 Jeder von uns durch die Kommunikationsflut Geschädigten kennt das. Man kommt aus dem Urlaub zurück, schaut in sein elektronisches Postfach und wird von einem Berg von E-Mails erschlagen. Und allesamt wollen die Mails natürlich möglichst gestern, also schnellstens beantwortet werden. Oft handelt es sich um völlig unwichtige Mitteilungen, in denen der Empfänger gedankenlos in den Verteiler einer Massen- E-Mail gesetzt wurde. Oder der glückliche Empfänger einer solchen E-Mail richtet seine Antwort postwendend an alle in der Massen-E-Mail Genannten und die Message-Flut ( mess=engl. für Unrat) potenziert sich. Wir leben im Zeitalter des Digitalen, in dem es mehr Nullen als Einser gibt! Und alle glauben, sie müssten immerzu alles möglichst schnell erledigen. Dabei wird oft alles gemailt, was der Absender für sich nur irgendwie loswerden will. A. Freiherr von Knigge hat dazu bereits 1788 in seinem bekanntesten Werk »Über den Umgang mit Menschen« bemerkt: »Und haben wir etwa Sprache und Beredsamkeit nicht in unsrer Gewalt…, so geschieht es, dass wir etwas schreiben, welches uns sehr interessant scheint, jeden Andern aber gähnen macht und mit Unwillen gegen uns erfüllt.« Ein besonderes Phänomen lässt sich beobachten. Die Elektronik täuscht Abstand zum Empfänger vor. Das verführt dazu, die Grundregeln der Kommunikation zu verletzen, z. B. das Briefgeheimnis. Es ist zur allgemeinen Unsitte geworden, E-Mails ein- fach weiterzuleiten, ohne den Absender zu fragen, egal, ob die Nachricht einen vertraulichen Inhalt hat. Das ist so, als hätte man früher einen privaten Brief an eine Litfaßsäule geheftet! Daher sollte jeder sich folgende goldene Regeln beim Umgang mit E-Mails merken (und auch befolgen): • Das persönliche Gespräch ist durch nichts zu ersetzen. Das wirklich Wichtige sollte immer persönlich mitgeteilt werden. • Sprecht mehr miteinander oder telefoniert wenigstens! • Überlegt euch, ob die E-Mail wirklich wichtig ist und etwas mitzuteilen hat. Stellt euch die Frage: Ist sie für den Empfänger nützlich oder dient sie nur der Befriedigung meines Kommunikationsbedürfnisses?

• Schreibt konzentriert und schwafelt nicht! Hält der Inhalt dem kritischen Blick auch eines Dritten stand? Denn bedenkt: Jede einmal abgeschickte E-Mail kann nicht mehr zurückgeholt werden und verschwindet in der Unendlichkeit des Internets. • Oder besser: Befasst euch mit euren eigentlichen Aufgaben. Nehmt euch eine Auszeit vom E-Mail-Schreiben! Was zum E-Mail-Schreiben gesagt ist, gilt auch für die Kommunikation per Mobiltelefon, pseudo-englisch oder denglisch, auch Händy genannt. Diese Geräte setzen einen dem Zwang aus, ständig, überall und immer erreichbar zu sein, ohne dass die Qualität der Kommunikation verbessert würde. Wer kennt nicht Dialoge wie »Ich sitze gerade in der U-Bahn«, oder den Witz »Schön, dass du mich anrufst, aber woher weißt du, dass ich im Karstadt bin?« Oft scheint auch der Händybenutzer zu meinen, er müsse die Entfernung zum Gesprächspartner durch lautes Schreien überbrücken. Bei Verabredungen gleitet man in die Unverbindlichkeit mit der Verabschiedung »Wir telefonieren…« und dann passiert nichts mehr… Das Smartphone schließlich, welches doch eigentlich zur Kommunikation geschaffen wurde, wird von seinem Benutzer dazu missbraucht, sich ausschließlich mit sich selbst zu beschäftigen. Jeder Bahnfahrer oder Restaurantbenutzer kennt das: Statt miteinander zu reden, stieren die Leute in geradezu autistisch anmutender Weise auf ihre Geräte und spielen – oder verschicken E-Mails. Also, liebe Sangesfreunde, schaltet in der Wolkenburg Eure Telefone aus und wendet Euch und dem Dirigenten zu! Der Burgbote spöttelt 49

  • Seite 1:

    1 März 2013 Der Burgbote Mitteilun

  • Seite 4 und 5:

    4

  • Seite 6 und 7:

    Nach dem Spiel ist vor dem Spiel…

  • Seite 8 und 9:

    »Stippeföttche« an der Ubiersch

  • Seite 10 und 11:

    Innenminister Hans-Peter Friedrich

  • Seite 12 und 13:

    12

  • Seite 14 und 15:

    14 will - klärt sich im positiven

  • Seite 16 und 17:

    Was so alles im Foyer passierte…

  • Seite 19 und 20:

    Der Versuch einer Deutung des Wört

  • Seite 21 und 22:

    Rückblick auf die Session in köls

  • Seite 23 und 24:

    Richard Wagner *1813 in Leipzig;

  • Seite 25 und 26:

    galt er als faul - was aber nur die

  • Seite 27 und 28:

    Giacomo Meyerbeer (1791 - 1864) Lo

  • Seite 29 und 30:

    2005 noch nicht dabei; aber offen g

  • Seite 31 und 32:

    Kammerchor nimmt Arbeit wieder auf

  • Seite 33 und 34:

    Das Libretto für das alljährliche

  • Seite 35 und 36:

    irgendwann auch mal für die nächs

  • Seite 37 und 38:

    Dieter Hagen mitsingen. Und der sch

  • Seite 39 und 40:

    Chorleiter. Und ich staunte nicht s

  • Seite 41 und 42:

    Mutter zu sagen: »Pädche un Mädc

  • Seite 43 und 44:

    ten. Aber wer unterbreitet dem »Fe

  • Seite 45 und 46:

    Wie plant ein Verein ein Jubiläums

  • Seite 47 und 48:

    Tag der offenen Tür 47 Mehr Anmeld

  • Seite 49 und 50:

    Bamberg mit seinem gut erhaltenen h

  • Seite 51 und 52:

    29.05.2013 45 Jahre Claudius Baritz

  • Seite 53 und 54:

    Als neue Sänger begrüßen wir: Th

  • Seite 55 und 56:

    Überhaupt war für Privates auf de

  • Seite 57 und 58:

    O-Töne Steiner Lassen Sie den Tex

  • Seite 60 und 61:

    Feiern! Genießen! Wohlfühlen! Inf

  • Seite 63 und 64:

    KMGV und Philharmonie Südwestfalen

  • Seite 65 und 66:

    Engagiert in die zweite Jahreshälf

  • Seite 67 und 68:

    Jahreskonzert 2013 Corby Welch, Ten

  • Seite 69 und 70:

    … und was sonst noch gut tut Ande

  • Seite 71 und 72:

    Westfalen das ganze Konzert über e

  • Seite 73 und 74:

    Schon der »Steuermannchor« aber e

  • Seite 75 und 76:

    unterzuschieben? Wer’s glaubt, bi

  • Seite 77 und 78:

    Dieser Bericht von unserer diesjäh

  • Seite 79 und 80:

    halb der Mitgliedschaft relativ kle

  • Seite 81 und 82:

    Schon bald trafen sich die beiden D

  • Seite 83 und 84:

    Nach dem Besuch in »Maisel’s Bra

  • Seite 85 und 86:

    Divertissementchen 2014 lich löst

  • Seite 87 und 88:

    glied Meinolf Rickert. Die letzte E

  • Seite 89 und 90:

    langen Stielen im Stehen bemalt. Ei

  • Seite 91 und 92:

    Geheimnisvolle Unterwelt der Wolken

  • Seite 93 und 94:

    Burgbote: Wie habt Ihr den KMGV gef

  • Seite 95 und 96:

    Also wird Hausmusik gemacht? Alex:

  • Seite 97 und 98:

    Alex: Auf jeden Fall will ich eines

  • Seite 99 und 100:

    Geburtstage im Sept. 02.09.2013 65

  • Seite 101 und 102:

    Als neue Sänger begrüßen wir: An

  • Seite 103:

    Seniorennachmittag 43 sorgt. Neben

  • Seite 106 und 107:

    Wichtige Dokumente sind noch immer

  • Seite 108 und 109:

    Das Einsingen: Von der Komplexität

  • Seite 110 und 111:

    Gruppe 20 mit Sang und Klang durch

  • Seite 112 und 113:

    Wer ist Ma-ha-te? … oder das Rät

  • Seite 114 und 115:

    MODERNE ZAHNMEDIZIN. SCHÖNE ZÄHNE

  • Seite 116 und 117:

    Dr. Lueger, Strobach und Dr. Neumay

  • Seite 118 und 119:

    KMGV Termine 2013 • Die KMGV-Prob

  • Seite 120 und 121:

    Feiern! Genießen! Wohlfühlen! Inf

  • Seite 123 und 124:

    Der KMGV im Bamberger Dom 3 Inhalt

  • Seite 125 und 126:

    Kuratorium des KMGV wieder belebt -

  • Seite 127 und 128:

    Konzertreise 2013 halten. Die »gut

  • Seite 129 und 130:

    Festspielhaus Bayreuth Besichtigung

  • Seite 131 und 132:

    Der mit dem Büro der Oberbürgerme

  • Seite 133 und 134:

    Konzertreise 2013 Residenz, die and

  • Seite 135 und 136:

    Konzertreise 2013 und langanhaltend

  • Seite 137:

    Konzertreise 2013 auch familiären

  • Seite 140 und 141:

    Lächeln ist die schönste Art die

  • Seite 142 und 143:

    Hörgeräte Lorsbach Meisterbetrieb

  • Seite 144 und 145:

    www.ksk-koeln.de Andere versprechen

  • Seite 146 und 147:

    26 KMGV auf Rezept Charlie Wilke (8

  • Seite 148 und 149:

    28 Sozusagen »Singen auf Rezept«?

  • Seite 150 und 151:

    1 2 3 4 5 6 7 8 Charlie Wilke: »Ca

  • Seite 152 und 153:

    KMGV Familie KMGV Familie 32 Geburt

  • Seite 154 und 155:

    Köln: 0221-179 44 43 Leverkusen: 0

  • Seite 156 und 157:

    36 Unser Gedenkgottesdienst … …

  • Seite 158 und 159:

    38 schem Stil als Backsteinbau erri

  • Seite 160 und 161:

    40 © Peter Gaymann EINSINGEN: Das

  • Seite 162 und 163:

    42 Empfinden und Aneignen haben Cho

  • Seite 164 und 165:

    Ausblick 2014 Musikalischer Aufbruc

  • Seite 166 und 167:

    46 Adventskonzert im Maternus-Senio

  • Seite 168 und 169:

    De Jruppe 66 in Maastricht Wie jede

  • Seite 170 und 171:

    50

  • Seite 172 und 173:

    Der KMGV in repräsentativer Funkti

  • Seite 174 und 175: KMGV Termine 2013/14 • Die KMGV-P
  • Seite 176 und 177: Feiern! Genießen! Wohlfühlen! Inf
  • Seite 179 und 180: Das Zillche-Ballett Es gibt noch Ka
  • Seite 181 und 182: Bundesweit einmaliges Wagnerkonzert
  • Seite 183 und 184: Kuratorium Ein Blick in die Geschic
  • Seite 185 und 186: des KMGV hatte sich Dr. Jürgen Rü
  • Seite 187 und 188: Divertissementchen ten untereinande
  • Seite 189 und 190: Daher klingt auch das Fazit der Bal
  • Seite 191 und 192: prominente Besetzung des Kuratorium
  • Seite 193 und 194: Das Klavier ist ein »Boston-Piano
  • Seite 195 und 196: November 1963: Ein graues Mietshaus
  • Seite 197 und 198: Haben Ihre Eltern Sie unterrichtet?
  • Seite 199 und 200: mit 14, als diese Entscheidung anst
  • Seite 201 und 202: gesamt fünf Jahre bis 2003 Chordir
  • Seite 203 und 204: Und das habe ich dann lernen müsse
  • Seite 205 und 206: Ausspracheabend … und jetzt? Am 1
  • Seite 207 und 208: Bernhard Tropertz schlug vor, das V
  • Seite 209 und 210: weg musikalisch geprägt und bereic
  • Seite 211 und 212: 125 Jahre Kölner Haus- und Grundbe
  • Seite 213 und 214: Weihnachtskonzert 2013 Weihnachtsko
  • Seite 215 und 216: 19.03.2014 55 Jahre Thomas Madaus F
  • Seite 217 und 218: Der Schatzmeister informiert: Sie h
  • Seite 219 und 220: Aus den Gruppen Gruppe 20 Im Haus d
  • Seite 221 und 222: Jubiläum Langenberg werden könne,
  • Seite 223: Kammerchor beendet 2013 mit Konzert
  • Seite 227 und 228: niger Monate umgebaut und mit der n
  • Seite 229 und 230: O-Töne Steiner Meine Herren, das
  • Seite 231 und 232: SCHWIEREN O P T I K Das Haus de
Der Burgbote 2012 (Jahrgang 92)
Der Burgbote 2016 (Jahrgang 96)
Der Burgbote 2011 (Jahrgang 91)
Der Burgbote 1986 (Jahrgang 66)
Der Burgbote 2007 (Jahrgang 87)
Der Burgbote 2014 (Jahrgang 94)
Der Burgbote 2017 (Jahrgang 97)
Der Burgbote 2003 (Jahrgang 83)
Der Burgbote 1990 (Jahrgang 70)
Der Burgbote 1984 (Jahrgang 64)
Der Burgbote 2009 (Jahrgang 89)
Der Burgbote 1991 (Jahrgang 71)
Der Burgbote 1987 (Jahrgang 67)
Der Burgbote 1988 (Jahrgang 68)
Der Burgbote 2008 (Jahrgang 88)
Der Burgbote 1989 (Jahrgang 69)
Der Burgbote 1977 (Jahrgang 57)
Der Burgbote 2000 (Jahrgang 80)
Der Burgbote 1981 (Jahrgang 61)
Der Burgbote 1974 (Jahrgang 54)
Der Burgbote 1975 (Jahrgang 55)
Der Burgbote 1976 (Jahrgang 56)
Der Burgbote 1980 (Jahrgang 60)
Der Burgbote 1983 (Jahrgang 63)
Der Burgbote 2010 (Jahrgang 90)
Der Burgbote 1978 (Jahrgang 58)
Der Burgbote 1985 (Jahrgang 65)
Der Burgbote 2006 (Jahrgang 86)
Der Burgbote 1970 (Jahrgang 50)
Der Burgbote 1979 (Jahrgang 59)