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Der Burgbote 2013 (Jahrgang 93)

»Es geht noch rund,

»Es geht noch rund, wenn ich an der Platte stehe« Heinrich Suttrup feiert am 16. März seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlass sprach der Burgbote mit dem langjährigen und treuen KMGV-Mitglied.

Das Libretto für das alljährliche Divertissementchen stammt nicht immer von einem Profi wie in diesem Jahr, als mit Gerhard Seidel ein berufsmäßiger Drehbuchautor das Zillche gedichtet hat. Immer wieder haben in der Vergangenheit auch aktive Sänger des KMGV wie Jürgen Nimptsch oder Georg Spohr zur Feder gegriffen und ein Stück verfasst. Vor einigen Jahren hatte sich der seither auch als Jean Baptiste Suttrup bekannte 2. Tenor an den Schreibtisch gesetzt und Molières Komödie »Der Bürger als Edelmann« von Paris nach Köln verlegt. Unter dem Titel »Ne Kölsche als Edelmann« brachte die Bühnenspielgemeinschaft Cäcilia Wolkenburg im Jahre 2008 mit großem Erfolg das Stück auf die Bühne. Heinrich Suttrup feiert am 16. März dieses Jahres seines 75. Geburtstag. Aus diesem Anlass sprach der Burgbote mit dem langjährigen und treuen KMGV-Mitglied, der sein nächstes Zillche bereits im Hinterkopf hat... Burgbote: Wie kam es dazu, dass Du den Text für ein Divertissementchen geschrieben hast? Suttrup: Das hat eine kleine Vorgeschichte. Ich spielte schon eine ganze Zeitlang im Zillche mit, hatte aber erst im Jahr 2002 erstmals auf der Bühne drei Wörter zu sagen. Und zwar ging es in der Szene um eine Sitzung im Rat der Stadt Köln. Ich musste nur von oben hereinrufen: »Ja, mit Arbeitsessen«. Auf dem Dankeschön- Abend habe ich dann zu diesem meinem ersten Wortauftritt eine kleine Ansprache gehalten. Ich schilderte, wie ich nachts nicht schlafen konnte aus Angst, dass ich die drei Wörter im entscheidenden Moment nicht herausbekommen würde. Diese gereimte Nachlese kam offenbar bei vielen Mitspielern und Verantwortlichen so gut an, dass ich später angesprochen wurde, ob ich nicht öfter solche witzigen Redebeiträge halten könnte. Das geschah dann auch. Aber Du hast nicht schon 2002 mit dem Schreiben eines kompletten Zillche-Stücks angefangen, oder? Nein, Nein. Ich schrieb immer wieder ein paar Reime und das war es dann auch. Erst im Jahr 2006 fand ich den Mut, mich auch mal an eine größere Textarbeit heran zu wagen. Und wegen meiner Liebe zu Frankreich und zu Molière bekam das Stück, mein erstes Zillche-Libretto, einen französischen Touch. Und wie lange hat es gedauert, bis Du das Stück fertig geschrieben hattest? Alles in allem habe ich bestimmt ein ganzes Jahr daran gearbeitet. Da war so manche schlaflose Nacht dabei. Manchmal bin ich nachts aufgesprungen weil ich eine Idee hatte, die ich schnell aufschreiben musste, bevor sie wieder weg war. Personen und Persönliches 33