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Der Burgbote 2013 (Jahrgang 93)

48 Sängerreise

48 Sängerreise 2013 Tragt in die Welt nun ein Lied… Im Herbst dieses Jahres wird der KMGV zu einer viertägigen Sängerreise aufbrechen. Vom 19. bis 22. September erkunden die teilnehmenden Herren Ober- und Unterfranken. Höhepunkt der Konzertreise soll die Teilnahme an einem Pontifikalamt im Würzburger Kiliansdom werden. Dort treffen die Sänger auch Freunde und Förderer aus gemeinsamen Kölner Zeiten wieder. »Reisen ist gute Tradition im KMGV«, leitet Vize-Präsident Meinolf Rickert aus den Berichten des Kölner Männer-Gesang- Vereins der frühen 1840er Jahre ab: »An diese Tradition möchten wir anknüpfen.« Nach den Konzertreisen nach Hamburg (2009, u. a. »Antigone« in der Laeisz-Halle) und Thüringen (2011, u. a. »Kirchenmusik und Volkslied« in der Bachkirche zu Arnstadt) führt die bevorstehende Sängerreise den KMGV nach Nordbayern. »Ober- und Unterfranken sind nicht nur landschaftlich wie kulinarisch eine Reise wert«, erläutert der Vize-Präsident die Wahl des Reiseziels, »sondern wir glauben, dort auch ein Publikum vorzufinden, das offen ist für das musikalische Repertoire des KMGV«. Auch die Vereinssatzung führt die Konzertreise als Instrument an, wie der KMGV seinen Vereinszweck erfüllen kann. Die Sängerreise diene dazu »das Liedgut des Kölner Männer-Gesang-Vereins in die Welt zu tragen«, fasst Meinolf Rickert zusammen: »Wir sollen reisen!« Der KMGV habe den Anspruch, auch außerhalb seiner Heimatstadt zu singen, auch außerhalb Kölns sein musikalisches Vermögen darzustellen. Konzertreise als gemeinschaftstärkendes Erlebnis In Zeiten, in denen man sogar beim Lebensmittel-Discounter eine Fernreise buchen könne, gelte es, die Reise selbst wieder zum Erlebnis zu machen, »bereits den Weg kulturell aufzuladen«, erklärt Meinolf Rickert. Schon die Anreise zum Hotel Residenzschloss in Bamberg – malerisch an der Regnitz gelegen – werde man nutzen, um die Gastgeber-Region näher kennenzulernen. Neben Stadtführungen in Bamberg und Würzburg und Ausflügen in die Region werde der KMGV viele Gelegenheiten wahrnehmen können, »um Menschen aus Politik und Gesellschaft einen Sängergruß darzubringen«, skizziert der Vize-Präsident die Reiseplanungen.

Bamberg mit seinem gut erhaltenen historischen Stadtkern ist seit 1993 als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO eingetragen. Sängerreise 2013 Musikalischer Höhepunkt soll am Sonntag die konzertante Aufführung der »Missa dalmatica« von Suppé während eines Pontifikalamtes im Würzburger Kiliansdom sein. »Die Sänger lassen ihre konzertante Einbindung in den Festgottesdienst sicher zum Highlight der Frankenreise werden«, ist Meinolf Rickert überzeugt. Der Bischof von Würzburg ist ein treuer Weggefährte des Kölner Männer-Gesang- Vereins. Dr. Friedhelm Hofmann wurde 1942 in Köln-Lindenthal geboren und dort 1992 zum Weihbischof ernannt. 2004 verließ er die Domstadt am Rhein, um sein Amt als 88. Bischof des Bistums Würzburg anzutreten. Auch seinen Dom-Kantor Alexander Rüth werden viele Sänger noch in guter Erinnerung haben. Der junge Kirchenmusiker (geb. 1985, Wörth am Main) studierte an der Kölner Musikhochschule studiert und unterstützte den KMGV bis Anfang 2011 als engagierter Chor-Repetitor und als Vizedirigent. Auf ein Wiedersehen mit diesen zwei Freunden des Kölner Männer-Gesang- Vereins können sich die mitreisenden Sänger freuen. »Wir haben uns bewusst wieder für eine Kurzreise entschieden«, sagt Meinolf Rikkert, damit möglichst viele – vor allem auch berufstätige und neu aufgenommene – Sänger die Reise in ihren beruflichen wie auch familiären Terminkalender integrieren können: »Die Reise gibt dem Chor die Möglichkeit, durch gemeinsames Musizieren weiter zusammenzuwachsen!« Angesichts der vielen Neuaufnahmen liegt dem Vize-Präsidenten dieser Aspekt der Sängerreise nach Bamberg besonders am Herzen: »Reisen ist ein verbindendes Erlebnis und kann die Chorgemeinschaft weiter stärken, wie es sonst vielleicht nur das Mitsingen und Mitspielen in der Cäcilia Wolkenburg vermag.« BW 49