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Der Burgbote 2013 (Jahrgang 93)

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Steilere Treppen und weitere Wege Liebe Leserinnen, liebe Leser, mit einem großen Kompliment möchte ich all diejenigen bedenken, die in der abgelaufenen Cäcilia-Session zum Erfolg des diesjährigen Divertissementchens »Vivat Colonia« beigetragen haben. Viel Engagement und Geduld waren erforderlich, um die Herausforderungen der neuen Probenund Spielstätte zu meistern. So manch einer musste weite Wege überwinden, um zur Probebühne in Hürth zu gelangen. Aber auch die Oper am Dom hatte ihre Tücken. Die Umkleiden sind kleiner, die Wege komplizierter und die Treppen steiler als im alten Opernhaus. So mussten die Mitwirkenden noch ein wenig enger zusammenrücken als das die Cäcilianer ohnehin während der Spielzeit tun. Auch unserem Publikum gilt ein herzliches Dankeschön. Die überwiegende Mehrheit hielt uns die Treue und folgte dem Zillche ins Blaue Zelt. Dort nahmen sie im Foyer ebenso gelassen wie die Sänger hinter der Bühne die beengten Räumlichkeiten in Kauf. Die Stimmung war jedenfalls auch in den Pausen in bester Tradition karnevalistisch. Möglicherweise haben wir mit dem zwangsweisen Wechsel der Spielstätte auch zwei weitere Dinge erreicht: Ein älteres Publikum, das sich sonst vielleicht nicht im Blauen Zelt zu Hause fühlt, überwand diese Hemmschwelle und ein jüngeres Publikum, das wir mit dem Divertissementchen bisher noch nicht so zahlreich erreicht haben, hat gerade wegen des Aufführungsortes im Musical Dome Tickets gekauft. Die unerwartete Krankheitswelle, die auch vor unserem Ensemble nicht halt machte, spülte ein Problem an die Oberfläche, dem sich die Verantwortlichen in der Vorbereitung des nächsten Stückes zu stellen haben. Denn keinesfalls darf es geschehen, dass wir den Vorhang einmal nicht aufziehen. Unter Einbeziehung von Fachleuten müssen nun alle Alternativen diskutiert und umgesetzt werden. Eine weitere wichtige Lehre aus dieser Spielzeit ist die große Beliebtheit von Vorstellungen außerhalb der Abendzeit. Im kommenden Jahr soll es deshalb deutlich mehr Vormittags- und frühe Nachmittagsaufführungen geben. Nun steht mit dem Jahreskonzert in der Kölner Philharmonie am 7. Juli 2013 schon bald der nächste Höhepunkt an. Lassen Sie uns hoch konzentriert und voller Tatkraft die Proben für den Beitrag des KMGV zu den Ehrungen im Wagner-Jahr absolvieren. Ein wie immer künstlerisch anspruchsvolles Konzertprogramm erfordert den ganzen Einsatz aller Sänger. Längst angelaufen sind die Vorbereitungen auf unsere Sängerreise ins Fränkische. Der Bischof von Würzburg hat sich den 22.9. bereits fest in seinem Kalender eingetragen und erwartet den Kölner Männer-Gesang- Verein zur Mitwirkung am Pontifikalamt. Weitere Einzelheiten erfahren Sie in Kürze. Bereits heute richten wir unseren Blick auf das 175. Gründungsjubiläum des KMGV im Jahre 2017. Zur vorausschauenden Planung möglicher Aktivitäten findet sich in diesen Tagen ein Arbeitskreis zusammen. Vorschläge der Sänger sind herzlich willkommen. Ihr Gerd Schwieren Vorwort 5

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