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Chip Magazin Sonderheft WLAN Handbuch 2018

PRAXIS | VPN VPN:

PRAXIS | VPN VPN: Sicherer Zugriff aufIhr Heimnetz D Ein Virtual Private Network (VPN) löst gleich zwei Probleme: Zum einen können Sie unerkannt im Websurfen, zum anderen ermöglicht es sicheren Zugriff auf das Heim-LAN VON ADALBERT WINZINGER Beim Surfen werden Sie ständig beobachtet:Welche Seiten SieimWeb aufrufen, mit wem Sie kommunizieren, wasSie herunterladen ist für viele Stellen sichtbar –Firmen, Behörden oder Geheimdienste. Schulddaran ist dieTechnik, denn bei der Entwicklung des Internets spielten Überlegungen zum Datenschutz nur eine untergeordnete Rolle. Beispiel gefällig? Ohne eindeutige IP- Adresse können Sie im Internet nicht kommunizieren und auch keine Webseiten ansteuern. Dabei verrät bereits diese AdressevielüberSie,auchohne dasssich Die Softwareaus diesem Beitrag finden Sie auf der CHIP-DVD c jemand bei Ihrem Provider erkundigt. So lässt sich etwa durch eine einfache Prüfung feststellen, wo Sie sich gerade aufhalten. Diese Information wird von vielen Onlineshops verwendet, um Ihre Kreditwürdigkeit einzuschätzen. Noch gefährlicher wirddie Situation, wenn Sie Ihr heimisches Netzwerk verlassen und beispielsweise in einem Restaurant über einen öffentlichen Hotspot online gehen. Dortkönnen andereNutzer Ihren Datenverkehr mitlesen und mit Attacken versuchen, Ihr Passwort und andere Daten in Erfahrung zu bringen. In diesem Artikel zeigenwir Ihnen verschiedene Techniken, um unterwegs und zu Hause sicher ins Netz zu gehen. Mehr Anonymität dank VPN Nicht erst seitdem bekannt wurde, dass NSA, CIA und Co. einen Großteil des Internetverkehrs überwachen, suchen PC- Nutzer nach Mitteln und Wegen, um Schnüfflern ein Schnippchen zu schlagen. Eine Möglichkeit ist dabei die Nutzung eines Virtual Private Network (VPN). Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um eine Software, die über eine als Tunnel bezeichnete,verschlüsselte Verbindung den Kontakt zueinem Remote-Server herstellt, sodass der eigene Rechner Teil dieses Netzwerks wird und fortan über dessen IP-Adresse erreichbar ist (siehe Schaubild rechts). DieseTechnik wird unter anderem von Unternehmen genutzt, um Mitarbeitern vondaheim aus den abhörsicheren Zugriff auf das Firmennetzwerkzuermöglichen. Ausgezeichneten Schutz für die Privatsphäre bietet ein VPN-Dienst wie etwa F-Secure Freedome VPN. Die Software finden Sie als Vollversion auf unserer He-DVDD.Weitere Informationen zu diesem Programm erhalten Sie auf Seite 98. Doch ein professioneller VPN-Dienst ist nureine Möglichkeit, diePrivatsphäre zu wahren. Besitzer einer FritzBox können ihren Router in einen privaten VPN- Server verwandeln. Unter Punkt eins, Foto: iStockphoto/Dangubic 104 2018 | WLAN-Handbuch

VPN | PRAXIS So funktioniert eine VPN-Verbindung Im ersten Schritt baut der Client eine verschlüsselte Verbindung zumVPN-Server auf und übermittelt eine Webanfrage.Der Server holtdie Daten dann unverschlüsselt über seineIP-Adresse ausdem Web und sendetsie verschlüsselt zurück an den Client. Web VPN-Server PC „VPN-Zugang an der Fritzbox“, erklären wir als Allererstes die genaue Vorgehensweise.Der dritte Weg, um dieSurf-Sicherheit zu erhöhen, ist es, die VPN-Funktion an der NASeinzurichten. 1 VPN-Zugang an der FritzBox Haben Sie Ihre FritzBox für den Fernzugriff eingerichtet –entweder über den eigenen Service MyFritz oder mittels externem DynDNS-Dienst –, können Sie über eine sichere VPN-Verbindung auf den Router und die daran angeschlossenen Netzwerkgeräte zugreifen. Öffnen SieanIhrem PC den Browser, geben Sie fritz.box ein und loggen Sie sich ein. In der Konfigurationsmaske (1a) klicken Sieinder linken Spalteauf »Internet |Freigaben« und bringen dasRegister »VPN«nachvorne.Haben Sie bisher noch 1 a 1 b 1 c 1 d keine VPN-Verbindung eingerichtet, ist der Bereich »VPN-Verbindungen« leer. Klicken Sie auf die Schaltfläche »VPN- Verbindung hinzufügen« (1b). Im ersten Schritt werden Sie gefragt, welche Art von VPN-Verbindung Sie herstellen möchten. Da es in diesem Workshop darum geht, über eine geschützte Fernverbindung auf Ihre FritzBox zuzugreifen, markieren Sie »Fernzugang für einen Benutzer einrichten« (1c) und fahren mit »Weiter« fort. In der FritzBox-eigenen Benutzerverwaltung, die automatisch geöffnet wird, klicken Sie neben dem Namen des Nutzers, der über VPN auf den AVM-Router zugreifen darf, auf die Schaltfläche »Bearbeiten«. Auf der folgenden Seite aktivieren Sie im Bereich »Berechtigungen« die Option »VPN« (1d) und bestätigen die Änderung mit »OK«. Ein Hinweis macht Sie darauf aufmerk- → WLAN-Handbuch | 2018 105

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