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Chip Magazin Sonderheft WLAN Handbuch 2018

PRAXIS |

PRAXIS | WLAN ERWEITERN Access Point mit Konfigurations-App Router,WDS-Repeater oderreiner AP: DerNetgear WAC510 zeichnet sichdurch vielfältige Einsatzmöglichkeitenaus eigentlicheAPrastetdann in dieser ein. In einer Privatwohnung dürfte die Verkabelung bei Deckenmontage meist schwierig sein, da Kabelschächte fehlen –umso mehr bietet sich die Platzierung des APs auf einem Schrank, Regal oder mittels der Grundplatte oben andessen Seitenwand an. So kann man die Kabel hinterdem Möbel verstecken, und dieFunkwellen breiten sich vondem erhöhtenStandortoptimal aus. DieflacheAufstellung (ähnlich wieein Router)ist aber auch möglich. Allrounder: Netgear WAC510 DieAndroid-und iOS-App Netgear Insighterledigt dieErsteinrichtungdes WAC510 sehr komfortabel Wermöchte, kann in derWeboberfläche des Netgear sämtliche Feinheiten des WLANskonfigurieren Netgear WAC510 vs. TP-Link EAP245 Als reinerAccessPoint bringt derTP-Link diebessereLeistung, während der Netgear durch viele Features flexibel einsetzbar ist WLAN-Standards Netgear WAC510 (ca. 100 €) TP-Link EAP245 (ca. 90 €) „n“ (300 MBit/s) „ac“ (867 MBit/s MU-MIMO) „n“ (450 MBit/s) „ac“ (1.300 MBit/s) GBit-Ethernet-Ports 1xWAN*+1xLAN 1xWAN* Abmessungen 20 x20x4cm 18x18x5cm Messwerte Tempo:Nahbereich 2,4/5GHz 105,9/358,6 MBit/s 187,9/524,0 MBit/s Tempo:6m2,4/5 GHz 86,1/264,7MBit/s 172,4/468,7MBit/s Leistungsaufnahme 4,3 W 3,5 W *Verbindung zum Router Netgear hat viele Access Points im Angebot, die für große Business-Installationen gedacht sind –mit entsprechend umfangreichen Software-Lösungen zur Konfiguration Hunderter APs über dieCloud. Einen anderen Ansatz verfolgt der WAC510: Er lässt sich besonders einfach mit der Smartphone-App NetgearInsight(englischsprachig; im Google PlayStore &Apple App Store) einrichten. Dies und sein erschwinglicher Preis von ca.100 Euro machen ihn auch für Privatkunden attraktiv. Im einfachsten Fall läuft die Inbetriebnahme so ab: Sie schließen den WAC510 per LAN-Kabel an Ihrem bisherigen Router an. Installieren Sie die Netgear-Insight-App auf einem Handy oder Tablet, das mit dem WLAN des Routers verbunden ist. In der App führen Sieden Assistentenaus und wählen dabei: »Access Point |... WiFi Discovery |Connect to WIFI... |Discover Device«. Dann tippen Sieauf den Access Point, wählen dasLand aus, in dem der AP läuft (das legt fest, welche Kanäle der AP nutzen darf)und vergeben einen WLAN-Namen (SSID)und ein WPA2-PSK-Passwort, fertig. Webinterface mit vielen Möglichkeiten Nach der Grundeinstellung verbinden Sie Ihre Endgeräte mit dem WLAN des WAC510. Sein zusätzlicher LAN-Port ist nützlich, um Geräte ohne WLAN-Option direkt per Kabel anzuschließen. Weiterreichende Einstellungen kann man auf der Weboberfläche des WAC510 vornehmen. Um sie aufzurufen, ermitteln Siedie IP-Adresse desAPüberdas WebinterfaceIhres Routers–beieiner FritzBoxkönnen Siedafür etwa in der Heimnetzübersicht direkt auf den mit »Netgear ...« bezeichneten AP klicken. Den Standard-Log-in „admin /password“ sollten Sie als Erstes ändern –unter »Management |Configuration |System | Advanced |User Accounts«. Ein Beispiel für die erweiterten Optionen des WAC510 ist die WDS-Einrichtung, die Sie unter »Configuration« finden. Dieses Wireless Distribution System verbindet mehrere Zugangspunkte zu einem großen, zentral verwalteten WLAN–eineausführlicheAnleitung finden Sieim User Manual. Falls Sie den WAC510 als Router verwenden wollen, können Sie das unter »Configuration |System |Basic« einstellen,was die ganze bisherige Konfigurationinklusive des WLAN-Namens zurücksetzt. Im Praxistestfunktionierte dieKonfigurationund Nutzung der Weboberfläche des WAC510 gut, wenngleich das Gerät zum Umsetzen der Änderungen (und vor allem für Neustarts) teils etwas länger brauchte. Unsere Leistungsmessungen mit dem Benchmark JPerf auf einem HP-Pro-X2-Tablet mit Intel AC- 8265-Wi-Fi-Chip (s. Tabelle links) wirkenzunächst etwasenttäuschend –vor allem im 2,4-GHz-Band, aufdas ältereund einfache Clients wie Handys, TV-Geräte etc. angewiesen sind. Der Netgear erzielte seine besten Geschwindigkeiten dann, wenn sich der Client auf gleicher Höhe neben dem AP befand, und zwar Fotos: Hersteller 110 2018 | WLAN-Handbuch

WLAN ERWEITERN | PRAXIS ringsum in allen Richtungen ähnlich. Die Signalabstrahlung scheint also eher auf Rundumabdeckung statt auf Richtwirkung optimiertzusein, waseine guteLeistung mit mehreren im Raum verteilten Clients verspricht. Dennoch übertrifft seine Maximalleistung schlechte/alte Router oder Repeater deutlich. Die Leistungsaufnahme im Leerlauf liegt dafür nur bei ungefähr der HälfteeinesvollwertigenWLAN-Routers, und siestieg beiDatenübertragungen kaum an (von 4,3 aufca. 4,5 Watt). Der Wi-Fi-Spezialist Der TP-Link EAP245 bietetweniger Funktionen alsder Netgear. Dafür istsein WLAN stärker underkostet weniger Schnellfunker: TP-Link EAP245 Der TP-Link EAP245 siehtähnlich auswie derNetgear (undwie viele andere APs auch). Allerdings lässt sich hier per Ethernet- Kabel nur der Uplink zum Router herstellen (WAN), aber kein Client anschließen. Zudem ist der Betrieb als Repeater nicht vorgesehen, und eine Smartphone-App zur Konfiguration gibt es auch nicht. Dafür kostet er etwas weniger als der Netgear und er funktimac-Band mit 1.300statt 866 MBit/s. DieEinrichtung funktioniertameinfachsten über dasWebinterface(dieim Quick Install Guidegenannte Controller-Software braucht man nur zur zentralen Verwaltung mehrerer APs). Die IP-Adresse ermitteln Sie genauso wie beim Netgear über das Router-Webinterface. Beim ersten Einloggen vergeben Sie zunächst einen sinnvollen Benutzernamensowie ein sicheres Passwort für die (englischsprachige) Weboberfläche. Diese ist aufgeräumt, reagiert zügig,und der AP setzt Änderungen schnell um. Ein echter Sicherheitsminuspunkt ist, dass der TP-Link in der Standardeinstellung zwei offene WLANs (2,4 und 5GHz) aufmacht, die Sie beide extra absichern müssen: Klicken Sie zu diesem Zweck imReiter »Wireless |SSIDs« auf das Notizblocksymbol bei »Modify«. Vergeben Sie darin einen WLAN-Namen (SSID), wählen Sie bei »Security Mode: WPA-PSK« sowie bei »Version: WPA2-PSK«, geben Sie bei »Wireless Password« ein sicheres Passwort ein und bestätigen Sie Ihre Eingaben mit »OK« direkt darunter. Dann schalten Sie oben auf der Seite auf das 5-GHz-Netz um und wiederholen dieSchritte. Flottes WLAN-Tempo Die übrigen Voreinstellungen des EAP245 sind durchweg sinnvoll. Einige Optionen sind eher für den kommerziellen Betrieb relevant: Etwa eine Vorschaltseite mit Nutzungsbedingungen oder einem zeitlich beschränkten Log-in für neue Clients, die Sie unter »Wireless |Portal« konfigurieren können. Auch im Privathaushalt praktisch ist der »Scheduler«, umdas WLAN zeitgesteuert ein- und auszuschalten. Bei unseren Leistungsmessungen konnte der TP-Link überzeugen–sowohl im 5-GHzac-WLAN als auch im 2,4-GHz-n-Betrieb. Im Vergleich zum Netgearbündelt der TP-Link dasSignal stärker–dasbeste Tempo kam zustande, wenn der Deckel mit dem Schriftzug zum Client gerichtet war. Wegen der hohen Temporeserven des TP- Link war dieser in unserem Mess-Szenario aber injeder Ausrichtung schneller als der Netgear. Insgesamtist der EAP245 vonTP-Link eine guteWahl, wenn man einen reinen Access Point mit möglichst guter Leistung zum kleinen Preis sucht. Der Netgear WAC510 hat aber auch seine Berechtigung: Wenn es für Sie als Anwender in erster Linie einfach sein soll (Einrichtung per App) oder wenn statt desAP-Betriebsauchder flexible Einsatz alsRouter oder WDS- Gerät gefragtist. So oder so können dieProfigeräte diemeisten Reichweiten- und Tempoprobleme ein für allemal lösen. Wichtig:BeimTP-Link EAP245 muss anfangs extrafür beide WLAN- Bänder,2,4 und5GHz,die WPA-Verschlüsselungaktiviert werden Der TP-LinkEAP245 lässt sich auch in dieTP-Link-SoftwareEAP Controller einbinden, die DutzendeAPs zentral managen kann Access Points: Breites Angebot Da dieWLAN-Zugangspunkte im Business-Bereich weit verbreitet sind, gibt es ein sehr großes Angebot–oft vonspezialisierten Netzwerkausrüsternwie D-Link, Lancom (Foto: LN-1702) oder Ubiquity. Solche Geräte sind mehrereHundert Euro teuer und bringenFunktionen mit,die sich im Privathaushalt gar nicht einsetzen lassen. Deshalb haben wirfür unserenTest mit Netgear und TP-Linkzweigünstige und einfache Modelleausgewählt. WLAN-Handbuch | 2018 111

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