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Chip Magazin Sonderheft WLAN Handbuch 2018

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PRAXIS | HEIMÜBERWACHUNG Einbruchschutz wird smart Rund 44 Prozent aller Einbrüche blieben 2016 im Versuchsstadium stecken –Tendenz steigend. Ein Grund: Neue Smart-Home-Technik sichert dasHeim einfach und kostengünstig ab VON HEIKO BAUER Früher war eben doch alles besser –zumindest für Einbrecher. Zwar gibt es immer mehr Haus- und Wohnungseinbrüche, jedoch ist auch der Anteil der missglückten Einbruchsversuche in den letzten 15Jahren stetig angestiegen –laut aktuellem Sicherheitsbericht des Bundesinnenministeriums bisauf 44 Prozentin2016. Als einer der Hauptgründe dafür wird die Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen genannt. Einbrecher arbeiten am liebsten da, wo es schnell und leicht geht,andernfalls ziehen sieweiter zumnächsten Objekt. Jederzeit nachrüsten mit Smart-Home-Technik Nun ist das Nachrüsten mechanischer Sicherungen, wie etwa einbruchshemmende Fenster und Türen, ziemlich teuer und in Mietwohnungen nicht einmal so einfach zu verwirklichen. Anders sieht es bei elektronischen Lösungen aus. Dank der mittlerweile recht weit fortgeschrittenen Smart-Home-Technik können sogenannte Einbruchmelde-Einrichtungen heuteleicht und flexibel in vorhandenen Wohnräumen eingesetzt werden. Werzur Mietewohnt, benötigt für diemeisten Elemente keinerlei Genehmigung durch den Vermieter und kann außerdem die Geräteund Module beim Auszug einfach mitnehmen, um sieam neuen Wohnortwiederzuinstallieren. Solche Smart-Home-Sicherheitseinrichtungen können zwar nicht unbedingt mit speziellen, durch Fachleute eingebauten und zertifizierten Alarmanlagen mithalten, kosten aber auch um einigesweniger. Wermöchte, kann überdies klein anfangen und dasSystemmit der Zeit erweitern –und zwar nicht nurmit Sicherheits-, sondern auch mit Komfort- oder Energiespar- 122 2018 | WLAN-Handbuch

HEIMÜBERWACHUNG | PRAXIS Fotos: Getty Images/scyther5 (Aufmacher); Hersteller (Produkte) Elementen. Eine besondereStellung beidiesem Thema nehmen Motorschlösser und IP-Sicherheitskameras ein, da sie auch unabhängig von weiteren Geräten funktionieren und für sich allein bereitseinen Sicherheitsgewinn bieten. IP-Kameras und Motorschlösser Viele Menschen, besonders auch Kinder, ziehen beispielsweise nach dem Verlassen der Wohnung die Tür lediglich zu, was deren Öffnen mit einer einfachen Plastikkarte ermöglicht. Motorschlösser schließen stets automatisch ab. Die neuen smarten Antriebe lassen sich außerdem via Bluetooth per App bedienen. Es ist jederzeit möglich, Zutrittsrechte einzuräumen oder wieder zu entziehen, aufWunschauchfür bestimmte Zeiträume.ÜberProtokolle oder Smartphone-Nachricht können Sie sich jederzeit informieren, wer wann das Schloss betätigt hat. Die andere wichtige Komponente sind IP-Überwachungskameras, dieübrigens auch ohne Anbindung einesComputersfunktionieren. Sie stellen einen Webserver bereit und sind über eine IP-Adresse aus dem Heimnetzwerk oder dem Internet direkt erreichbar. Per E-Mail oder Push-Nachricht können Sie sich über bedeutsame Vorkommnisseinformieren lassen. Volle Kontrolle: Motorschloss als Zutrittssteuerung Dieaktuellen smartenMotorschlösser bieten teils nützlicheZusatzfunktionen. DasüberKickstarter finanzierte Nuki lässtsich beispielsweise nicht nurper Fingertipp in der App bedienen. Es kann auch festgelegt werden, dass die Tür bei Annäherung automatisch aufgeschlossen wird. Eine Internetverbindung via Nuki Bridge vorausgesetzt, ist es sogar möglich, jemandem die Türaus der Ferne zu öffnen. Nuki kostet rund 230 Euro, im Set mit der Bridge 300 Euro. Die gleichen Features bietet das Danalock V3, das zudem bald in Versionen mit den Smart-Home- Funkprotokollen Z-Wave Plus sowie Zigbee 3.0 erscheinen wird und in entsprechende Systeme eingebunden werden kann. In der einfachsten Bluetooth-Variante kostet das Danalock zwar nur 150 Euro, jedoch schlägt hier ein spezieller Schließzylinder mit mindestens 50 Euro zu Buche, während das Nuki einfach über das vorhandene Schlossgesetzt wird. Eine Fülle an Bedienmöglichkeiten besitzt dasYale Entr,für das nebender App Außenmodule mit PIN-Eingabefeldund Fingerabdrucksensor erhältlich sind. Das Entr ist für 235 Euro zu haben, komplettmit PIN und Fingerscan für 410 Euro.Wie beim Danalock ist außerdem ein spezieller Schließzylinder erforderlich,welcher mindestens 45 Euro kostet. Alles im Blick: Netzwerkkameras IP-Überwachungskameras gibt es für den Innen- und den Außenbereich. Für beide Anwendungsfälle eignet sich die Circle 2 vonLogitechfür rund 200 Euro.Sie bietet 180-Grad-Weitwinkelaufnahmen in Full HD, Cloudspeicher für das Videomaterial und Infrarot-Nachtsicht. Die Außenkamera Presence von Netatmo deckt nureinen Winkel von100 Grad ab. Siehat ebenfalls Infrarot-Nachtsicht,dazuabernochein Flutlicht,das Eindringlingeabschrecken soll. Ein besonderes Featureist,dasssie Tiere, Menschen und Fahrzeuge unterscheiden kann, was Fehlalarme deutlich reduziert. Siekostet allerdingsauchknapp 300Euro. Besonders interessant für den Innenbereich ist Netatmos Welcome mit einem 130-Grad-Sichtfeld für 170 Euro: Diese Kameraerkenntsogar Gesichter.Mit 133 Euro etwasgünstigerund → Sinkende Erfolgsquote Laut Statistik der Polizei scheitertfastdie HälfteallerEinbrüche– häufig aufgrund gutgesicherter Häuser und Wohnungen Anteil gescheiterter Einbrüche (Prozent) 44 38 32 Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 Vielseitiges Schloss DasMotorschloss »ENTR« von Yale verschafft Zugang nichtnur per App,sondern auchmit PIN oder Fingerabdruck Bastelkamera: Fritz!App Cam Falls Sie eineFritzBoxbesitzen und ein nicht mehr benutztes Android-Smartphone in der Schubladehaben, könnenSie dieses mitwenigen Handgriffen in eine Überwachungskamerafür den Innenbereich verwandeln. >Sie benötigen dafürlediglich die Fritz!App Camaus dem Play Store. Für den Zugriff aus dem Internet richtet diese auf Wunschautomatischeine MyFritz-Freigabe ein. Damitist es aus der Ferne möglich, dasLivebild aufrufen. Gegebenenfalls muss die FritzBoxvorher unter »Internet|Freigaben« bei MyFritzregistriertwerden. Im Menü derApp lässt sich einrichten, wann die KameraBilder Scharfsichtige Kamera DieInnenkamera»Welcome«von Netatmo speichert Gesichterund erkennt siewieder. Ungebetene Gäste haben schlechte Karten aufnehmenund per E-Mail versendensoll. So könnenSie sich bei Bewegungen oder Geräuschen benachrichtigen lassen. Quelle:www.polizei-beratung.de WLAN-Handbuch | 2018 123

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