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Chip Magazin Sonderheft WLAN Handbuch 2018

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PRAXIS | HEIMÜBERWACHUNG Nutzer und kommt sogar mit fast 1.700 Modellen von mehr als 100 Herstellern zurecht. Darunter befinden sich auch IP-Kameras und infrarotgesteuerte Geräte. Der Fernzugang ist über ein eigenesVPN oder diekostenpflichtigen Cloudservicesmöglich. Ohne Basisgerät kommen die Cloudangebote von Conrad Connect, Stringify und IFTTT aus. Zahlreiche eigenständige Geräte mit Internetzugang und sogar komplette Systeme mit eigener Smart-Home-Basis lassen sich hier nach dem Wenndann-Prinzip zu komplexenSzenarienverknüpfen. Basis-Geräte von der Versicherung Versicherteder Generali bekommen ein Basis-Gerätepaket von Devolo, welches sich beliebig erweitern lässt Erweiterter Service: Versicherungen und Schutzbriefe Einige Komplettanbieter kooperieren mit Versicherern, wodurch der Kunde an vergünstigteHardwarekommtund an spezielle Leistungen, wie etwa einen Notfallservice. Solässt sich beispielsweise die Hausratversicherung der Generali um den Baustein Domocity erweitern, in welchem ein Gerätepaket von Devolo enthalten ist. Axa-Versicherte erhalten ein vergünstigtes Paket von Innogy und Smart-Home-Kunden der Telekom können bei der Ergo-Versicherung für zwei Euro monatlich einen Schutzbrief abschließen. Smart Home absichern Mehr Sicherheit durch Schutzbrief Die Telekom stellteauf der diesjährigen IFA den in Kooperation mit der Ergo-Versicherungentstandenen Smart-Home-Schutzbrief vor Gastzugang mit verminderten Rechten Ein Gastzugang, der vomrestlichen Netzwerk abgekoppelt ist,lässt sichoft schnell und einfach einrichten –wie hierinder FritzBox Flexible Trennung Viele Router,wie beispielsweiseneuere FritzBoxen, bieten den Gastzugang nicht nurper WLAN,sondernauch via LAN-Kabel an Die optimale Funktion Ihres Smart-Home-Systems ist nur mit Internetzugang gewährleistet. Gleichzeitig ist dies der größte Schwachpunkt. Angreifer können über das Web vernetzte Geräte aufspüren und Sicherheitslücken ausnutzen, um die Kontrolle zu übernehmen –imschlimmsten Fall über das gesamte Netzwerk. Eslohnt sich also, speziell bei diesem Thema einige Dingezubeachten und diesegegebenenfalls zu ändern. Wichtigste Regel: Vergeben Sie sichere Passwörter. Ist bei einem Gerät, das eine Internetverbindung benötigt, ein Passwort voreingestellt, sollten Sie dieses unbedingt ändern, selbst wenn es individualisiert ist. Hacker scannen das Internet ständig nach solchen verwundbaren Zugängen ab. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt eine Passwortlänge von mindestens acht Zeichen, bestehend aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen, sowie einen Wechsel alle 90 Tage.Vergeben SienachMöglichkeit auch einen eigenen Benutzernamen. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind Firmware-Updates, über dienicht nurneue Features eingespielt, sondern auch Schwachstellen beseitigt werden. Falls vorhanden, aktivieren Sie die Auto-Update-Funktion des Geräts. Schauen Sie andernfalls regelmäßig auf der Supportseite des Herstellersnach Aktualisierungen und spielen Siediese ein. Smart-Home-Geräte sicher im Netz betreiben Achtung: Sollte Ihr Router einen Gastzugang besitzen, wie es bei vielen aktuellen Modellen der Fall ist, können Sie diesen auch speziell für IhreSmart-Home-Komponentennutzen.Erist vom restlichen Netz getrennt und stellt lediglich einen Zugang ins Internetbereit. Damit verhindern Sie, dass sich ein erfolgreicher Angriff aufein Gerät aufIhr privatesNetzwerkausweitet. Viele Router bieten den Gastzugang auch über LAN-Kabel an. Falls es möglich ist, sollten Sie diesen Weg für die Verbindung nutzen. WLAN ist zwar komfortabel, aber ein versierter Einbrecher schafft es unter Umständen, dieses lahmzulegen. Dann wärenalle IhreMühenumsonst gewesen. Oder Siesetzen gleich aufeine Lösung ohne Webzugang,mehr dazuabSeite118. Fotos v. o.: Devolo; Heiko Bauer; AVM 126 2018 | WLAN-Handbuch

WLAN-STANDARD | PRAXIS Funk-Allianz fürs Internet derDinge Vor20Jahren stellte das IEEE den einheitlichen WLAN-Standard mit der Bezeichnung 802.11 vor. Er bildete die Grundlage für viele neue Technologien und vereinfacht das digitale Leben bis heute VON PATRICK HANNEMANN Drahtloses Internet ist heute allgegenwärtig, WLAN-fähige Geräte sind selbstverständlich. Dass Notebooks, Tablets, Smartphones und Router so reibungslos miteinander kommunizieren können, verdanken wir dem StandardIEEE 802.11,der 2017 bereitssein 20. Jubiläum feierte. Er sorgt seitdem für maximale Kompatibilität zwischen Produktenunterschiedlicher Hersteller. Die Wurzeln dieses unscheinbaren Helden reichen bis weit vor das öffentliche Internet: Im Februar 1980 – daher auch das Kürzel 802 –begann das USamerikanische Institute ofElectrical and Electronics Engineers (IEEE) mit der Forschung an neuen Standards für lokale Netzwerke. Unter der Kennung IEEE 802 versammelte sich allmählich eine große Familie anNormen, bis 1997 eine Arbeitsgruppefür WirelessLAN und Wi-Fi-Zertifizierung ins Leben gerufen wurde. Sie legte das lizenzfreie ISM-Frequenzband von 2,4 GHz zur drahtlosen Übertragung von Daten fest. Außerdem wurden in dem Standard Details zu Mediumzugriff und der Bitübertragungsschicht (PhysicalLayer)festgehalten. DasProjekt 802.11 war anfangs aber keinesfalls konkurrenzlos: Mitte der 90er-Jahre wurden mehrere neue Systeme vorgestellt, darunter HomeRF, Bluetooth oder Hiper- LAN. Für 802.11 führte wohl erst die Gründung der Wireless Ethernet Compatibility Alliance(WECA)zuseinem bahnbrechenden Erfolg: Die Non-Profit-Organisation ist ein Zusammenschluss von Unternehmen mit dem Ziel, die Geräte verschiedener Hersteller miteinander kompatibel zu Kein Profit, großerGewinn Die Wi-Fi Alliancezählt heuteüber 600 Firmen zu ihren Mitgliedern machen. Die Gruppe benannte sich 2002 in „Wi-Fi Alliance“ um. Heute zählen über 600 Unternehmen zu deren Mitgliedern und Unterstützern, darunter Microsoft, Samsung, Intel, HP, Bosch, VW, T-Mobile, D-Link – quasi jeder Hersteller von WLAN-fähigen Produkten. Selbst Apple, bekannt für seine eigenbrötlerischen Methoden, gehört zur Clique. So verwenden MacBooks und iPhones denselben WLAN-Standard wie Windows-PCs und Android-Smartphones. In den letzten 20 Jahren gab es immer neue Versionen von IEEE 802.11 mit den Anhängseln a, b, e, g, nund ac. War 1997 noch eine theoretische Bruttodatenrate von maximal 2 MBit/s möglich, durchbrach 802.11ac im Jahr 2013 bereits die Gigabit-Schallmauer –zumindest an theoretisch möglichem Datendurchsatz. Doch nicht nur die Übertragungsgeschwindigkeit hatsicherhöht, sondern durch WEP, WPA und schließlich WPA2 auch die Sicherheit der Funknetze. Derzeit werden weitere Frequenzbänder wie 5GHz, 60 GHz oder 900 MHz erschlossen, um künftig Datenstau zu vermeiden. So wird etwa die Basis gelegt für das Internet of Things: eine Welt, in der alle Geräte miteinander vernetzt sind. Dank des einheitlichen WLAN-Standards passiert das geräuschlos im Hintergrund. 1999 WECA (Wi-Fi Alliance) Die Gründung derNon-Profit- Organisation hilft maßgeblichbei der Durchsetzung des Standards Fotos v. li.: CHIP; Asus; iStockphoto/macrovector 1997 IEEE 802.11 Der WLAN-Standardwird verabschiedet,dochbis es die ersten kommerziellen Router gibt,vergehen noch ein paar Jahre 2013 Gigabit-Speed Mit Version 802.11ac ist erstmals einetheoretischeDatenratevon über 1.000 MBit/s möglich 2018 Internet of Things Herd, Waschmaschine, Kühlschrank:Künftig werden immer mehr Geräte miteinander per WLANkommunizieren WLAN-Handbuch | 2018 127

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