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Chip Magazin Sonderheft WLAN Handbuch 2018

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PRAXIS | WLAN-TRICKS 134 2018 | WLAN-Handbuch

WLAN-TRICKS | PRAXIS Diebesten WLAN-Tricks Mehr Bandbreite, ein stabileres Netz und abgesicherte Verbindungen: Es gibt viele gute Gründe, Ihr Heimnetz zu tunen. Wir haben die besten Tipps recherchiert und ausprobiert VON MARKUS MANDAU, FABIAN VON KEUDELL UND ROBERT DI MARCOBERARDINO Illustration: iStockphoto/DrAfter123 Fotos: Hersteller Wofrüher nur ein einziger Computer per Kabel Zugang zum Internet bot, dominiert heute das Netzwerk:Lauteiner Aufstellung von Statista greifen in Deutschland tagtäglich über 30 Millionen Heimnetze auf das Internet zu. Eine steigende Anzahl davon basiert auf WLAN-Technik, mit der sich nicht nur PCs, sondern auch Fernseher, Notebooks, Tablets und Smartphones vernetzen lassen. Hinzukommen in manchen Haushalten noch NAS, Radio, Lautsprecher und Streaming-Sticks wie der Google Chromecast. Zukünftig wird die Zahl der Geräte voraussichtlich sogar nochsteigen. Stichwort:SmartHome,das Lampen, Heizungen, Kameras und mittlerweile sogar Kühlschränkeindas Heimnetzeinbezieht. Gesteuert wird der drahtlose Datenverkehr von einem zentralen Router mit integriertem Access Point. Dessen Fähigkeiten, Konfiguration und Standort bestimmen maßgeblich über die Netzqualität. Allerdings wird das heimische WLAN häufig auch durch benachbarte Funknetze und andere Störquellen beeinträchtigt. Denninden Funkbändern herrscht inzwischenein ziemliches Gedränge. Auf den folgenden Seiten zeigen wir Ihnen, wie Sie die Empfangsstärke und Geschwindigkeit Ihres WLANs optimierenund es gleichzeitigvor kriminellen Hackern schützen. Außerdem kümmern wir uns um die Einstellungen der Router- Funktionenund gebenTippszum AufrüstenIhres SmartHome. Störquellen identifizieren Wer sich unter Windows oder auf dem Smartphone die verfügbaren Drahtlosnetzwerke anzeigen lässt, kann vor allem im städtischen Bereich eine Überraschung erleben: 15 sichtbare WLANs und mehr sind keine Seltenheit. Alle senden in den Frequenzbereichen 2,4 und 5GHz. Doch gerade das 2,4-GHz-Band wird auch von zahlreichen anderen Geräten genutzt, etwa von Babyphones. Auch Satellitenkabel und auch Monitore geben auf diesen Frequenzen passiv Strahlung ab. Das2,4-GHz-Band zwischen 2.412 und 2.472 MHz ist in 14 Kanäle aufgeteilt, wobei Kanal 14 nur inJapan genutzt wird. Monitore stören inden höherfrequenten Kanälen zwischen 11 und 13, Mikrowellen beeinflussen die Kanäle 9und 10. Obdie Störquellen im WLAN so stark sind, dass das Funknetz zur Bremse für die Internetverbindung wird, können Sie mit einem Geschwindigkeitstest herausfinden, etwa mit speedtest.chip.de.Nochgenauere Werte zur Qualität des WLANs liefert die Open-Source-Software JPerf, die Sie aufder Heft-DVD D finden. Netzqualität messen und optimieren Mit JPerf führen Sie Datendurchsatzmessungen zwischen zwei Computern durch, die per LAN oder WLAN verbunden sind. Dazu richten Sie die Software auf dem einen Rechner als Server ein: Entpacken Sie das ZIP-Archiv und starten Sie JPerf über einen Doppelklick auf die Datei JPerf.bat. Damit das Programm läuft, muss das Java Runtime Environment installiert sein. Nach abgeschlossener Installation aktivieren Sie unter »Choose iPerf Mode« den »Server«-Modus. Auf dem zweiten Computer richten Sie JPerf als »Client« ein. Unter »Server address« geben Sie die IP-Adresse des JPerf-Servers an. Sie können sie über IhrenRouter ermitteln oder aufdem PC mit dem Befehl »ipconfig /all« in der Eingabeaufforderung. Starten Sie die Messung dann mit einem Klick auf »Run IPerf!«. Jetzt sendet das Programm zehn Sekunden lang Daten vom Client zum Server und zeigt die Ergebnisse zum Schluss als Grafik an. Wer will, kann verschiedene Parameter ändern –beispielsweise dieMessdauer erhöhen, um ein noch genaueres Ergebnis zu erhalten. Es empfiehlt sich, mehrere Messungen an verschiedenen Standorten durchzuführen, um herauszufinden, wo der WLAN-Empfang besonders gut ist – so können Sieauchden optimalen Standortfür den Router ermitteln. Manuell den Funkkanal einstellen Manchmal hängt ein schlechter Empfang nicht mit dem Standort zusammen, sondern mit dem Kanal, den das WLAN verwendet. In diesem Fall lohntessich, zu einem weniger ausgelasteten Kanal zu wechseln. Wie die Kanalbelegung an einem Standort mit schlechtem Empfang aussieht, ermittelt die Software Acrylic WiFi Home (acrylicwifi.com/de). Nach dem Startschalten Siedas Programm mit einem Klick auf das Balkensymbol oben rechts in den »Advanced Mode«. Nun sehen Sie unten im Reiter »2,4GHz APs Channels«, mit welchen Kanälen die Heimnetze in Ihrer Umgebung arbeiten. Der Reiter danebenzeigt dieBelegung im 5-GHz-Bereich an. Die Höhe der Kurvegibt an, wiestark dieKanälejeweils ausgelastet sind. Alternativ ermitteln die Android-Apps Wifi Analyzer und FritzApp WLAN (siehe Workshop auf Seite92) dieselben Informationen auf → WLAN-Handbuch | 2018 135

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