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Chip Magazin Sonderheft WLAN Handbuch 2018

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PRAXIS | WLAN-TRICKS JPerf misst den Datendurchsatz im WLANüber zwei Rechner,die als Server undClient agieren. IhreIP-Adressen müssen Sie manuell eintragen Funkstärke der Frequenzkanäle Die Gratis-App Wifi Analyzerzeigtan, welcheFrequenzkanäle belegt sind und wie starkihr Signal ist einem Mobilgerät.Dam kann man sämtliche Ecken der eigenen Wohnung auf ihre WLAN-Empfangsstärkeüberprüfen. Es kann sein, dass der eigene Router auf einem stark frequentierten Kanal sendet. Denn er orientiert sich bei seiner Kanalwahl lediglich an der Belegung am eigenen Standort, die Situation beim Clientberücksichtigternicht.Indiesem Fall sollten Sie von der Automatik zur manuellen Kanalwahl wechseln. In der Fritz- Box geht das unter »WLAN |Funkkanal« über »Funkkanal-Einstellungen anpassen«. RechtsdanebenwählenSie über das Aufklappmenüden passenden Kanal. Dabei sind die Kanäle 1,5,9oder 13 zu empfehlen, da sie sich bei maximal vier WLANs inder Nachbarschaft nicht mit anderen Kanälen überlappen. Achtung: Da die Kanäle 12 und 13 in den USA für WLAN nicht zugelassen sind, kann man sie bei amerikanischen Routern teilweise auch nichtauswählen. Kanalbandbreite einstellen Haben Sie eine FritzBox, kann es sein, dass sie die Bandbreite von 40 MHz von sich aus auf 20 MHz begrenzt und damit die maximale Datenrate halbiert. Das geschieht automatisch, sobald sich viele Funknetzwerke in die Quere kommen. Diese Begrenzung kann man in »WLAN | Funkkanal« zwar durch das Abschalten von »WLAN Koexistenz aktiv« wieder aufheben, doch das ist nicht immer sinnvoll: Gehen bei einer Kanalbreite von 40 MHz durch Störungen benachbarter Funknetze viele Datenpakete verloren, müssen sie noch einmal geschickt werden. Das kann länger dauern, als die Daten über einen stabilen 20 MHz breiten Kanal zu senden. Obdas bei Ihnen so ist, überprüfen Siemit JPerf. Netzperformance optimieren Selbst wenn Sie mithilfe von Messprogrammen den besten Standort für Ihren Router gefunden haben, kann es sein, dassSie nicht in jedem Winkel der heimi- MU-MIMOklappt nur, wenn Router undClient(im Bild:FritzBox 7580 und SamsungGalaxy S7) dieTechnik unterstützen MU-MIMO im Heimnetz EinigeaktuelleRouter wiedie FritzBox 7590beherrschen Multi-User-MIMO (MU-MIMO). Der EinsatzdieserMehr- antennentechnik istvor allem dann sinnvoll,wenn vieleGeräte im heimischenWLAN aktiv sind und gleichzeitigDatensaugen. >Bis Biszuvier paralleleStreams macht ein MU-MIMO-Routerauf,ummehrere Clients aufeinmalzu einmalzubedienen. Im Unterschied zumnormalen WLAN-Funk werden die Streamsräumlich ausgerichtet zu den Clients gesendet. Durch den Richtfunk wird auchdas Sendesignal verstärkt und damit seine Reichweite erhöht. Klingt gut, die Sachehat abereinen Haken: Auch das Empfangsgerät muss MU-MIMO beherrschen. >Nur MU-MIMO-Clients können das gerichteteSignalempfangenund profitieren direkt.Alleanderen werden wie gehabt angefunkt. Ob einSmartphone schon MU-MIMO unterstützt, lässt sich überden verbauten Chipermitteln.Qualcommbietet unter qualcomm.com/documents/vivemu-mimo-device-list eine Übersichtals PDF zumDownload an. iPhones sind übrigensnicht darunter,das Google Nexus5x und HTCsOne M8 hingegen schon. 136 2018 | WLAN-Handbuch

WLAN-TRICKS | PRAXIS Repeater-Verbindung messen Wiestark dasSignalzwischenFritzBoxund Repeater genau ist, ermittelt das Tool JPerf.Dazu aktivieren Sie eine Durchsatzmessung in derFritzBox schen Wohnung einen guten Empfang haben. In diesem Fall empfiehlt sich das Nachrüsten mit einem Repeater, der das WLAN-Signal desRoutersaufnimmtund weitergibt. Beim Kauf eines Repeaters sollten Sie nicht am falschen Ende sparen. Geräte, dielediglich im 2,4-GHz-Band funken, müssen auf diesem Band gleichzeitig empfangen und die Daten an ihre Endgeräte weitersenden. Das halbiert die Bandbreite. Am effektivsten funktioniert eine Kombination aus Dual-Band- Router und -Repeater, sodass beide Geräte sowohl auf dem 2,4- als auch auf dem 5-GHz-Band funken. Hier bleibt die volle BandbreiteimRepeater-Teilnetz erhalten, da das Gerät beispielsweise auf dem 5-GHz-Band mit dem Router verbunden ist und im eigenen Teilnetz mit 2,4 GHz sendet. Kommen beide Geräte vom selben Hersteller, läuft das erfahrungsgemäß reibungslos ab, ohne dass Sie etwas einstellen müssen. Wer eine FritzBoxbesitzt,ist also mit den entsprechenden AVM-Repeatern wie dem 1160 oder dem DVB-C gut aufgestellt. Repeater-Standort ermitteln Die Suche nach dem optimalen Standort für den Repeater ist etwasknifflig. Einerseits soll er schlecht angebundene Bereiche der Wohnung mit WLAN versorgen. Andererseits muss auch die Verbindung zum Router möglichst schnell sein, denn sie gibt die maximale Datenrate zum Client imRepeater-Teilnetz vor. Eine erste Einschätzung, wie stark das Router-Signal beim Repeater ist, erlaubt die Balkenanzeige auf den AVM-Geräten. Noch genauer lässtsichdie Performancemit dem Messtool JPerf ermitteln. Dazu verbinden Sie sich etwa über ein Notebook mit der FritzBox und rufen im Browser die Adresse fritz.box/sup Geräte wie derFritz WLANRepeater1160 funken auf2,4 2,4und 5GHz.Schlägt die grüne LED-Anzeige voll aus, empfängt ereinstarkes Routersignal port.lua auf. Nach einer erneuten Anmeldung scrollen Siezum Punkt»Durchsatzmessungen« und setzen ein Häkchen vor »Messpunkt für einen IPerf-Client im Heimnetz aktivieren«. Jetzt fungiert der Router als Iperf-Server –Iperf ist die Engine und JPerf die Oberfläche der Software. NungehenSie mit einem Notebook in den schlecht versorgten Winkel der Wohnung. Positonieren Sie den Repeater zwischen Router und Notebook, sodass die Balkenanzeige möglichst stark ausschlägt. Lassen Sie nun wie oben beschrieben JPerf als Client auf dem → VergebenSie im Repeater für jedes Frequenzband eineeigene SSID Zwischen 2,4 und 5GHz wechseln Router wiedie FritzBox7490können parallel im 2,4- und im5-GHz-Band arbeiten.Fallsauchdie Clients das 5-GHz-Band unterstützen,lässt sich dies für eine Verbesserung derPerformance nutzen. >Die Frequenzbänder können Sie in derFritzBox einzeln deaktivieren. Dazu klicken Sie oben rechts auf die drei Punkteund schalten die»Erweiterte Ansicht« frei. In »WLAN|Funknetz« bestimmenSie unter dem entsprechenden»Frequenzband«,ob dort das»WLAN-Funknetz aktiv« ist. 5GHz erlaubtein höheres Tempo, hat aber einegeringere Reichweite.Auf 2,4GHz istmehrlos,dafür kommt das Signal auchindie hintersten Winkel. >Wie ein Dual-Band-Repeater in seinemTeilnetzfunkt,stellenSie genausoein.LoggenSie sichbei dem Gerätein, scrollen Sie zu »Frequenzband« und vergebenSie für 2,4und 5 GHz jeweilseineeigene SSID, sodass nun zwei Repeater-Teilnetze sichtbar sind. Je nachdem,überwelche SSID sichein Client einwählt, werden die Daten nunüber das2,4-oder5-GHz- Bandgeschickt.Die Verbindung zwischen Repeater und Routerpasst sich automatischdaran an. WLAN-Handbuch | 2018 137

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