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Chip Magazin Sonderheft WLAN Handbuch 2018

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PRAXIS | WLAN-TRICKS 1 2 Fürden HTTPS-Zugang vondd-wrt fügenSie auf dem Desktop 1 eine Zertifikat-Ausnahme hinzu. Bei der App 2 muss esder richtige Portsein Notebook laufen und notieren Sie sich das Ergebnis. Verändern Sie danach den Standort des Repeaters und führen Sie eine neue Messung durch, umdie Werte mit dem Ergebnis des ersten Testlaufs zu vergleichen. So können Sie mit mehreren Messungen den optimalen Standort für den Repeater ermitteln. Router aufrüsten und ausreizen Insbesondere günstige Router-Modelle sind nur bedingt konfigurierbar, die Hersteller schalten in der Firmware nur die wichtigsten Features frei. Durch den Einsatz von alternativen Open-Source-Betriebssystemen können Sie weit mehr einstellen und versteckte Funktionen aktivieren. Aber auch bei den Standard-Variantenlässt sich mit der richtigen Konfigurationbares Geldsparen. AlternativeFirmwareinstallieren Populär ist die Firmware dd-wrt (dd-wrt. com). Aufihrer Webseitefinden Sieangepasste Varianten für zahlreiche Router. Mit der Software können Sie etwa beliebig viele WLAN-Netze aufbauen. Besonders praktisch ist bei dd-wrt die Anbindung an Smartphones. So können Sie über die App DD-WRT Companion (für Android und Apple iOS)beliebige Geräte aus dem Ruhezustand aufwecken. Das ist auch bei Desktop-PCs praktisch, die als Mediaserver dienen. Eine weitere Funktion von dd-wrt ist die Anonymisierung im Web. Mit der Software können Sie Verbindungen ins Web standardmäßigüberdas Tor-Netzwerk laufen lassen. Aber Vorsicht: Die Installation einer nicht vom Hersteller zertifizierten Firmware erfolgt auf eigene Gefahr und lässt dieGarantieerlöschen. Mehr zumThema dd-wrtlesen SieabSeite142. Auch User der FritzBox können mit alternativer Firmware auf zusätzliche Funktionen zugreifen, denn AVM stellt unter avm.de/fritz-labor Betas vonkünftigenVersionenzur Verfügung. Energiesparmaßnahmen aktivieren Mit den richtigen Einstellungen können Sie den Energieverbrauch Ihres Routers drastisch reduzieren. Am meisten Strom ziehtdie WLAN-Funktion. SolangeSie sie nicht verwenden, sollten Sie sie abschalten. In der FritzBoxkönnen Siedie Zeiten festlegen, in denen der Funk deaktiviert werden soll. Siefinden das Feature unter »Heimnetz |WLAN |Zeitschaltung«. An dieser Stelle können Sie sogar für jeden Wochentag unterschiedliche Betriebszeiten einstellen. Bei anderen Routern lässt sich oft nur eine übergreifende Einstellung treffen, etwa für dieNachtstunden. Bei einer FritzBox können Sie zudem festlegen, mit welcher Geschwindigkeit die LAN-Ports arbeiten sollen. Auch damit können Sie den Stromverbrauch ein wenig verringern. Für Geräte, die keine hohe Bandbreite benötigen, etwa IoT- Bridges, können Sie den Port ohne Performance-Einbußen bremsen. Sie finden die Einstellung unter »Heimnetz |Heimnetzübersicht |Netzwerkeinstellungen | LAN-Einstellungen«. Den größten Feature-Sprung machen Sieabermit einem Upgradeauf ein neues Router-Modell. Damit Sienicht umständlich die mühsam erarbeitete Konfigu- → Freie Routerwahl: So finden Sie den Zugangscode Seitdem vergangenenJahr können Sieeinen beliebigen Router an Ihrem Internet-Anschluss betreiben. Die Einrichtungist jedoch nicht ganz einfach. >Zugangsdaten bekommen Die Account-Daten und das Kennwort für denWebzugang erhalten Sie vonIhrem Provider. In denmeisten Fällen müssen Sieden Support kontaktieren, automatischzugeschickt bekommen Siedie Daten normalerweise nicht. Bei Kabelnetz-Zugängen ist dieSachekomplizierter.HiermüssenSie demProvider die MAC-Adresse des Kabelrouters melden, Sie finden sie aufder Unterseite des Geräts. Mit diesen Daten loggenSie sich anschließendauchein. >VoIP-Zugang Fürdie Telefonie erhalten Sie gesonderte Zugangsdaten. Je nach Anschluss ist dieEinrichtung unterschiedlich. Bei O2-Anschlüssen etwagenügtdie Eingabe derWeb-Zugangsdaten. Anschließendschaltet die FritzBoxnach wenigen Minuten den VoIP-Zugang frei –ganz ohneweitere Eingaben.Bei anderen Anbietern, insbesonderebei Kabelanschlüssen, müssenSie zusätzlich die Datenfür den Telefonanschluss in dieKonfigurationsmaske eintragen. 138 2018 | WLAN-Handbuch

WLAN-TRICKS | PRAXIS DNS-Check Der Routercheck vonF-Secure prüft, ob dieDNS-Einstellungen IhresRouters manipuliert wurden ration erneut eingeben müssen, sichern Sieambestendie aktuellen Einstellungen und spielen sie beim neuen Modell wieder ein. Bei der FritzBox gehen Sie dafür auf »System |Sicherung«. So ist der neue Router soforteinsatzbereit. Heimnetz vor Hackern schützen Mit ein paar einfachen Einstellungen können Sie Ihr Heimnetz vor Hackern schützen und gleichzeitig in offenen WLAN-Netzensicher surfen. WLAN-Zugang abschotten Den Zugang zu Ihrem Funknetz sollten Sieunbedingt absichern, um dasEindringenfremder Personen zu verhindern. Für Besucher, die Ihr WLAN nutzen wollen, Der Gastzugangvon FritzBoxund anderen Routernverhindert den Zugriff auf Ihr Netzwerk stellen Sie ein Gastnetz zur Verfügung. Diese Funktion finden Sie unter »Heimnetz|WLAN |Gastzugang«.Wie Siedabei vorgehen, lesen Sie imBeitrag auf Seite 94. Um herauszufinden, ob der Webverkehr Ihres Routersbereitsangegriffen wurde, sollten Sie einen DNS-Check durchführen. Das erledigen Sie über die Website https://campaigns.f-secure.com/ router-checker/de_DE. Außerdem sollten SieIhren Router aufoffene Ports prüfen. Das kann die FritzBox selbst erledigen, klicken Sie dazu auf »Diagnose |Sicherheit«. Nach einigen Sekunden präsentiert Ihnen der Router die Ergebnisse. Wichtig sind insbesondere die Angaben in den Abschnitten »FRITZ!Box-Dienste« und »Portfreigaben auf Heimnetzgeräte«. Mit einem anderen Router-Modell weichen Sie auf die Seite dnstools.ch/ port-scanner.html aus. Kostenlosen VPN-Dienst nutzen Wenn Sieunterwegssind und sich mit einem WLAN verbinden wollen, sollten Sie immer eine VPN-Verbindung einsetzen. Dassichertden Datenverkehr optimal ab. Die FritzBox bietet einen kostenlosen VPN-Server,den Sieüberdie Weboberfläche einrichten. Sie finden ihn unter »Internet |Freigaben |VPN«. Wie Sie diese Funktion einsetzen, lesen Sie imBei- → Kindersicherung per Router Bei den meisten RouternkönnenSie über die Firmware festlegen,welche Netzwerkgerätewelche Websites aufrufen dürfen. Wirzeigen Ihnen anhand derFritzBox, wo Siedie Einstellungenfinden. >Zugangsprofileanlegen Als ErstesgenerierenSie einProfil, über dasSie definieren, welcheWebsites einBenutzer aufrufen undwie lange er im Websurfendarf.KlickenSie dazu im Menü »Internet« auf »Zugangsprofile |Neues Zugangsprofil«. Danachkönnen Sie das Zeitbudget und dieFilterlisten fürdie Webseiten einzelnfestlegen. SpeichernSie das neueProfil mit einem Klickauf den Button»OK«. >Profile zuweisen Um einemGerät ein Nutzerprofil zuzuweisen, klicken Sie auf»Internet|Filter |Kindersicherung«. Suchen Sienachdem Namen desGerätsund wählen bei »Zugangsprofil«die Konfiguration aus. Speichern Sie dieEinstellungen mit »Übernehmen«. Beachten Sie aber, dassdas Profil nur für dieses Gerät gilt. Siemüssendaher die benutzerdefinierten Einstellungen für jedes Gerät im Netz einzeln vornehmen. FritzBox-User können für jedes Gerät die Nutzungszeiträume einstellen WLAN-Handbuch | 2018 139

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