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Chip Magazin Sonderheft WLAN Handbuch 2018

SCHNELLES NETZ |

SCHNELLES NETZ | WLAN-REPEATER WLAN-Optimierung leicht gemacht Ein WLAN-Repeater ist die einfachste Lösung, um ein WLAN zu erweitern. Wir zeigen, wie Sie optimale Ergebnisse erzielen und welche Modelle am besten funktionieren D Die Softwareaus diesem Beitrag finden Sie auf der Heft-DVD VON CHRISTOPH SCHMIDT Das WLAN-Signal breitet sich in einer Wohnung ähnlich aus wie Licht. Mit zunehmender Entfernung nimmt seine Stärke exponentiell ab; Mauern und Hindernisse dämpfen die Funkwellen. Je schwächer das Signal ist, desto schlechter ist es von Hintergrundrauschen und Störungen zu unterscheiden. Deshalb steigt dieFehlerrate, wasnur durch verkleinerte Datenpakete und wiederholtes Verschicken derselben ausgeglichen werden kann. Das führt zusinkenden Transferraten, mehr Verbindungsabbrüchen und letztlich Funkstille. Wenn daseinen Bereich der Wohnung betrifft, in dem man dasWLAN nochnutzen will, istdie einfachsteLösung,zwischen dem Router und dem Funkloch einen Repeater zu installieren. Er empfängt das Signal vom Router und übermittelt es verstärkt zum Endgerät (und umgekehrt). Die Geräte sind kaum größer als Steckernetzteile, ab40Euro erhältlich und im einfachsten Fall mit jeweils einem Knopfdruck am Router und am Repeater eingerichtet. Wir zeigen, wozu Repeater sich eignen und was bei der Aufstellung und Einrichtung zu beachten ist. Zudem testen wir zwölf Repeater aufTempound Handhabung. Repeater in der Praxis Jeder Repeater kann mit jedem Router zusammenarbeiten. Im einfachsten Fall steckenSie den Repeater in eine Steckdose zwischen Ihrem Router und der zu versorgenden Stelle.Aktivieren Sie die WPS-Kopplung zuerst am Repeater und zeitnah (höchstens ein bis zwei Minuten später) amRouter. Die Geräte haben dafür eine Taste, die mehrere Sekunden zu drücken ist (siehe 16 2018 | WLAN-Handbuch

WLAN-REPEATER | SCHNELLES NETZ Fotos: Getty Images/Geber86 (Frau); AVM (Fritz Repeater); Netgear Anleitung). Dann verbinden Siedie Endgeräteander entfernten Stelle mit dem WLAN,das der Repeater neu aufmacht,fertig. So weit die Theorie –inder Praxis kann aber doch einiges schiefgehen und schlimmstenfalls die Leistung abnehmen. Um einen Repeater reibungslos, schnell und weitreichend zu betreiben, müssen Sieeinige Punkte beachten. >Die optimale Platzierung: Der Repeater muss so zwischen Router und Endgerät platziert sein, dass er zu beiden eine stabile Verbindung aufbauen kann. Sitzt er beispielsweise zu weit vom Router weg und nahe beim Endgerät, dann zeigt dieses zwar eine optimale WLAN-Verbindung zum Repeater an, doch die Verbindung vomRepeaterzum Router lahmt. DasTempodieser langsamsten Verbindung wird oft nochmals halbiert, nämlich dann, wenn die Konstellation aus Endgeräten und Entfernungennur dieNutzungeineseinzelnen Funkbands (2,4 oder 5GHz) erlaubt. Der Repeater muss dann beim Weiterleiten der Daten dieverfügbare Bandbreiteauf dasgleichzeitige Empfangen und Senden aufteilen. KonkretsolltenSie verschiedene Repeater-Standorte durchprobieren, die möglichst frei und erhöht liegen. Ein erster Anhaltspunkt sind dabei die Signalstärke-LEDs, die brauchbare Repeater mitbringen (wie jedes Gerät in unserem nachfolgenden Test). Der Hersteller AVMgibt etwa an, dass mindestens drei der fünf Messbalken am Repeater leuchten sollten. Prüfen und feintunen können Sie die Aufstellung mit Geschwindigkeitstests –falls Sie schnelles Internet haben, reicht ein DSL- Speedtest (etwa speedtest.chip.de). GenauereErgebnisse liefert ein etwas umständlicherer Test mit jPerf zwischen zwei PCs (Tool und Anleitung aufunserer Heft-DVD D). >Funkeinstellungen: Wenn nach der optimalen Aufstellung alleszuIhrer Zufriedenheitfunktioniert, seien Siemit Konfigurationsänderungen zurückhaltend, um nichts zu„verschlimmbessern“. Ist jedoch die Verbindung über den Repeater zu lahm oder unzuverlässig,probieren Sie nacheinander dieseTippsaus: Falls der Repeater denselben WLAN-Namen (SSID)wie der Router nutzt, vergeben Sie im Webinterface eine neue, individuelle SSID und verbinden Sie die Endgeräte damit. Hilft das nicht, dann ändern Sie den Funkkanal des Repeaters –bei AVM-Gerätenversuchen Sieesinderen Webinterfacezuerstmit der Funktion »WLAN |Funkkanal |Autokanal aktualisieren«. Wenn Sie bereits die neue AVM-Mesh-Funktion nutzen, starten Sie die Aktualisierung im Webinterface der FritzBox unter dem gleich benannten Menüpunkt. Falls Ihr Repeater keine Autokanal- Aktualisierung bietet oder diesekeinen Erfolg bringt, stellen Sie die Kanäle von Router und Repeater manuell so ein, dass beide im 2,4-GHz-Band jeweils einen anderen der Kanäle 1, 5, 9oder 13 nutzen. Im 5-GHz-Band gibt es normalerweise keine Probleme mit Kanalüberlagerungen oder -störungen. Die Entscheidung, auf welchem Funkband die Verbindung zwischen Router, Repeaterund Endgerät hergestellt wird, treffen normalerweise die Repeater. Bei AVMs Mesh-Lösung kann man hier garnichtseinstellen –sie erzielteinunserenTests aber auch gute Ergebnisse. Für Sonderfälle können Sie imRepeater- Webinterfacedie Option »Heimnetz-Zugang |Einstellungsübernahme von der FRITZ!Box aktiv« deaktivieren und –sowie bei Repeatern anderer Hersteller – eigene Einstellungen setzen. Falls etwa der Repeater ausschließlich Endgeräte versorgt, die nurdas 2,4-GHz-Band unterstützen, ist es sinnvoll, dass dieVerbindung zwischen Router und Repeater über das 5-GHz-Band läuft und der Repeater nur ein 2,4-GHz-WLAN anbietet. Dafür → 1 Repeater optimal platzieren 2 3 Am Standort 1 wäreder Repeater zu nah amRouter,bei 3 zu weit weg. Optimal ist 2 :gleiche Distanz zu Router und Endgerät Der Netgear EX6400 zeigt mit farbigen LEDs die Verbindungsqualität zum Router und zumEndgerät –während derErstplatzierung sollte nur der am weitesten entfernte Clienteingeschaltet sein Funkkanal: Automatisch klappt’s am besten Auf Dauer funktioniertdie automatische Kanalwahlmeist am besten. Wenn es doch einmalhaken sollte, kann manbei AVM-Repeaterndie Kanalsuchewiederholen AVMs Mesh-Lösung verbindetund verwaltet dieWLANs derFritzBox und jene vonRepeatern und Powerline-Adaptern automatisch WLAN-Handbuch | 2018 17

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