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Chip Magazin Sonderheft WLAN Handbuch 2018

STREAMING | 4K & HDR

STREAMING | 4K & HDR 4K-Ultra-HD-Blu-ray DieneuenUHD-Blu-raysenthalten Filme in 4K-Auflösung und brillantemHDR10 –Fernseher, Playerund optional auchder AV-Receiver müssen dazu aber ebenfalls HDR10unterstützen. Mittlerweile sind mehr als100 Titel mit 4K-Auflösung erhältlich, allerdings fast ausschließlich Filme undkaumSerien UHD-Blu-ray-Player mit HDR Alleaktuellen UHD-Blu-ray- Player beherrschen HDR10, abernur einer kommt auch mit DolbyVisionklar Viele große Hersteller bieten Player für 4K-Blu-rays mitHDR10 an– diePreisestarten bei rund 200 Euro für Samsungs UBD-K8500 LG UP970 300 ○ ○ ○ OppoUDP-203 900 ○ ○ ○ Panasonic DMP-UB704EGK 350 ○ ○ ○ Samsung UBD-K8500 200 ○ ○ ○ SonyUBP-X800 360 ○ ○ ○ PowerDVD 17 spielt UHD-Blu-rays am PC ab.Dazumüssenalle PC-Komponenten den neuen Kopierschutz AACS 2.0unterstützen Preis (ca. in €) 4K-UHD-Blu-ray HDR10 DolbyVision ○ ja ○ nein Zum Abspielen sind zertifizierte Laufwerke erforderlich wiedas BDR-S11J-BK vonPioneer HDR10+ kommt inklusive des dafür erforderlichen HDMI 2.0b per Firmware-Update auch auf Geräte mit dem Premium- UHD-Logovon 2016. Kennen sollte man außerdem das Kürzel HLG (Hybrid Log Gamma), eine HDR-Technik, dievon der britischen BBC mitentwickelt wurde.Ein Problem der HDR-Wiedergabe sind diedafür erforderlichen Metadaten, die Speicherplatz sowie Bandbreite verbrauchen. Das wird beim Fernsehrundfunk mit seinen begrenztenFrequenzen zumProblem. Der Trickvon HLG: Ein TV- Stream enthält alle Informationen, sowohl für die HDR- als auch für dieSDR-Wiedergabe (StandardDynamicRange).Nicht nur für Fernsehanstalten ist das ein Vorteil, auch Videostreamer wieNetflix können auflangeSicht profitieren. 4K-Blu-ray: Medien und Player Die Königsklasse für Filmliebhaber stellt aktuell die UHD- oder 4K-Blu-ray dar. Diese Medien gibt es seit rund einem Jahr flächendeckend und Amazon listet momentanüber100 Titel. Statt in blauen Plastikhüllen wiedie Blu-ray steckendie 4K-Ausgaben in dunklen Boxen mit „4K Ultra HD“-Logo. Neuheiten kosten um die 25bis 30 Euro. Frisch aufgelegte Klassiker sind ab rund 20 Euro erhältlich. Nicht preiswert, aber viele 4K-Blu-rays liefern den Film zusätzlich auch aufnormaler Blu-ray und als digitalen Download mit. Leider gibt es momentan fast ausschließlich Kinofilme und nochkeineFernsehserien in der 4K-Variante. Vorsicht ist bei Discs mit dem Label „Mastered in 4K“ geboten, da dieseScheiben nurdie normale Full-HD-Auflösung bieten. Als HDR-Variante kommt auf der 4K-Blu-ray momentan ausschließlich HDR10 zum Einsatz. Warner, Lionsgate und Universal hatten aufder CES im Januar 2017zwarFilme mit zusätzlichem Dolby Vision angekündigt, ausgeliefert wurden bislang nur eine Handvoll. Der zaghafte Start kommt auch daher, dass es momentan praktisch keine Blu-ray-Player mit Dolby-Vision- Supportgibt. EinzigOppohat bislang für sein Premium-Modell UDP-203 (siehe links) den Standardper Firmware-Update nachgeliefert. WerWertdarauflegt, solltenochabwarten. Auch zum Abspielen normaler 4K-Scheiben mit HDR10 ist ein neuer Blu-ray-Player notwendig, da die Medien neue Hardware und vor allem den Kopierschutz AACS 2.0 voraussetzen. Die Auswahl ist bislang noch nicht groß, aber jeder namhafte Hersteller hat ein Modell im Portfolio. Die Preise reichen von rund 200 bis 900 Euro. Alle Geräte sind abwärtskompatibel zur normalen Blu-ray und bringen dieVerbindung zu den wichtigstenStreaming-Portalen mit (z. B. Netflix, Amazon, YouTube). 4K-Blu-ray am PC: KomplexeVoraussetzungen Wer 4K-Blu-rays über den PC anschauen will, muss hohe Hürden überwinden. CyberLink hat gerade die neue 4K-taugliche Version von PowerDVD 17 vorgestellt, zur Wiedergabe amPC muss aber die gesamte Kette von Laufwerk bis Display den Kopierschutz AACS 2.0unterstützen. Hier der Einkaufszettel: Windows 10 (64 Bit), eine Intel-CPU der Kaby-Lake-Klasse für den Desktop und ein Mainboard mit Intels Software Guard Extension (SGX) als Speicherschutz,ein 4K-tauglicher Grafikchip und ein Display, diebeide HDCP 2.2 unterstützen, dazuein BDXL-fähiges Blu-ray-Laufwerk, das AACS 2.0 unterstützt. Ganz schön viel Aufwand –und dasnur,umRaubkopiererabzuhalten. Immerhin gibt es mittlerweile bei4K-Monitoren eine runde Auswahl, die preislich mit dem Samsung LU28E590DS bei ca. 300Eurostartet.Displayswie derLG-32-Zöller 32UD99(ca.1.200 Fotos: Hersteller 46 2018 | WLAN-Handbuch

4K & HDR | STREAMING Euro) oder der UP2718Q von Dell (ca. 2.000 Euro) mit HDR10- Supportmachen sich nochrar. Netflix und Amazon Video: 4K-Filme frei Haus Amazon Video und Netflix streamen viele Filme und Serien in 4K und teilweise mit HDR. Bei Netflix kommt neben HDR10 auch Dolby Vision zum Einsatz. Zum Streamen in 4K und HDR ist das teuerste Abo (ca. 12 Euro pro Monat) erforderlich, außerdem eine Bandbreitevon mindestens 25MBit/s–reines 4K-Streaming ist schon ab rund 15 MBit/s machbar. Für die Wiedergabe mit DolbyVision ist ein passender UHD-TVVoraussetzung,den momentannur LG fürvielGeldanbietet. Auch ChromecastUltra (ca. 80 Euro), nVidia Shield (ca. 230 Euro) oder die XBox One S (ca. 260 Euro) kommen als Player infrage. Leider kann man bei Netflix nicht nach Content mit HDR suchen –sind alle Voraussetzungen erfüllt, wirddie HDR-Option automatischangezeigt. Amazon unterstütztbei einigenTiteln ebenfalls HDR10 und Dolby Vision. Die Systemvorgaben sind ähnlich wie bei Netflix, allerdings erhält man alle Inhalte mit der normalen Amazon- Prime-Mitgliedschaft. Wer Amazons Fire-TV-Box als Abspielgerätnutzenmöchte, sollteaufpassen, denn seit Oktoberist ein neuer FireTVerhältlich.Das ältereGerät unterstützte zwar 4K- Streaming bis30fps,beherrschteabernochkeinHDR. DieNeuausgabe dagegen bietet nun endlich die nötige 4K-Auflösung mit 60 fpsund HDR 10,die Sprachassistentin Alexa inklusive. 4K-Sender: Programme bei Sky und auf Astra Der Pay-TV-Anbieter Sky strahlt ebenfalls Inhalte in 4K-Auflösung aus. Zum Empfang sind der Sky+ Pro Receiver, ein Premium-HD-Abo und das passende Paket (Bundesliga, Sport oder Cinema) erforderlich. Insgesamt startet das Ultra-HD-Abo ab knapp 40 Euro im Monat. UHD wirdnur perSatellit (allePakete) bzw. Kabel (nur Cinema) ausgestrahlt. Sky hat bereits seine Pro- Receiver perUpdate aufHDR10 und HLGvorbereitet und sendet seit August 2017 Inhaltezumindest in GroßbritannieninHDR. Für Rundfunkanstalten und Privatsender sind 4K oder UHD noch Zukunftsmusik –die großen Sender werden auf absehbareZeit nicht in UltraHDausstrahlen. ARD und ZDF dürften frühestens zur WMimJahr 2022 mit dem 4K-Betrieb beginnen. Im Spartenprogramm finden sich aktuell nur vier Programme,die alle perSatellit über Astraausgestrahlt werden: Der Shoppingsender pearl.tv,das Mode-und Lifestyleprogramm fashion.tv,der Realitykanal Insightund der Demosender UHD1, der über das kostenpflichtige HD+-Paket empfangbar ist. Außerdem findet sich auf Astra noch ein Testkanal für den HDR- Standard HLG. Zum 4K-Empfang ist ein Satelliten-Receiver mit HEVC (H.265), HDMI 2.0und HDCP 2.2 erforderlich. 4K-Fernseher: UHD und HDR10 sind bezahlbar Da UHD vor allem bei großen Bilddiagonalen wirkt, wäre ein Beamer samt Leinwand das ideale Wiedergabegerät. Die sind aber mit Preisen ab 3.000 Euro immer nocheher etwasfür Fans und Gutbetuchte. UHD aufdem TV ist dagegenbezahlbar: Gute UHD-Geräte mit Diagonalen bis zu55Zoll und HDR10-Support gibt es schonabknapp 800 Euro (siehe Seite42). Anderssieht es bei Dolby-Vision-fähigen Fernsehern aus. Hier sind in Deutschland nurdie kostspieligenOLED-Modelle vonLGerhältlich. Die günstigste Variante ist der LG OLED55B6D für knapp 2.300 Euro. Dafür erhält man als Käufer aber auch eine hervorragende Bildqualität mit dem derzeit besten HDR-Standard. TV und Streaming Netflix und Amazonbieten4K-Streaming mit HDR10 undDolby Vision.AuchSky strahltProgrammeinUHD aus, abernochohneHDR. Andere 4K-Fernsehkanäle gibt esbisher nur in der Nische. Insight 4K bietetvor allem Reality-Shows und ist einer vonvierUHD- Sendern,die über Astra empfangbar sind Für die Sky-UHD-Pakete ist derSky+Pro Receiver erforderlich,HDR unterstützt der Pay-TV-AnbieterinDeutschlandbislang noch nicht Netflix bietet einige Titel mit HDR10- oder sogar einer Dolby-Vision- Option–aber nur, wenn der Fernseher diese Standards unterstützt DerneueFireTV mitAlexa-Sprachsteuerungspielt 4K-Materialmit 60 fps ab und unterstützt die Wiedergabe von HDR-Inhalten WLAN-Handbuch | 2018 47

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