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Chip Magazin Sonderheft WLAN Handbuch 2018

STREAMING | TEST:

STREAMING | TEST: MUSIK-FLATRATES Musikgenuss ohne Ende 30 Millionen Songs und mehr: Wir zeigen, welche Streaming-Portale für Musik und Hörbücher besonders empfehlenswert sind. Angebot, Bedienung und Funktionen müssen überzeugen VON MICHAEL ECKSTEIN Streaming-Dienste haben die Musiklandschaft in den vergangenen Jahren komplett umgekrempelt. Um einen bestimmten Titel zu hören, muss man ihn nicht mehr besitzen, eine Registrierung oder ein Abo genügt. Das Geschäft gilt als zukunftsträchtig, entsprechend hart umkämpft ist der Markt. Aber auch die Bereinigung hat bereits eingesetzt: Microsoft stellt zum Ende des Jahres 2017 seinen Dienst Groove ein und verweist seine Kunden an Marktführer Spotify. In dieser Übersichtist Groove jedochnochvertreten, wenn auch gewissermaßen außer Konkurrenz. Um herauszufinden, wie sich die aktuell noch aktiven Anbieter mit Vollprogramm voneinander unterscheiden, haben wir die Dienste genauer unter die Lupe genommen. Modelle wie Amazon Prime Music, das nur Prime-Kunden von Amazon nutzen können, haben wir dabeinicht berücksichtigt. Im Unterschiedzuvorangegangenen Vergleichen habenwir die jeweils beste Bewertung eines Prüfkriteriums auf 100 festgesetzt. Dabei zeigt sich: Klarer Gesamtsieger ist Spotify Premium. Der schwedische Streaming-Pionier erreicht injeder Wertungskategorie mehr Punkte als die Konkurrenz –und somit volle 100 Punkte in der Gesamtwertung. Mithalten kann allenfalls Deezer: Der Konkurrent liegt lediglich vier Punkte hinter Spotify. Juke hat seine App mittlerweile verbessert, leider stand siezum Testzeitpunktnochnicht zurVerfügung. Stichprobe aus einer Unmenge vonTiteln Wir verwenden einen Mix aus aktuellen Titeln, Klassikern und eher exotischen Nummern, um das Angebot der einzelnen Streaming-Dienste zu beurteilen. Insgesamt umfasst unsere Liste 230 Titel, Alben und Hörbücher. Wer Treffer liefert, punk- Foto: iStockphoto/littlehenrabi 54 2018 | WLAN-Handbuch

TEST: MUSIK-FLATRATES | STREAMING tet. Insgesamt werben die Anbieter mit bis zu150 Millionen Titeln in ihren Datenbanken. Dasreicht aus, um sich dienächsten paar HundertJahremit nichtsanderem als dem Hören vonMusik und Hörbüchern zu beschäftigen. Trotzdem fördert unsere Testlisteganz unterschiedlicheTrefferquoten zutage. Danach sind Spotify, Tidal und Google Play Music besondersgut sortiert. Maximal 13 Musiktitel beziehungsweise Alben fehlen –das belohnen wir mit 99 bis 100 Punkten. Gerade bei den Albenhaben dieanderen Streaming-Dienstemehr Leerstellen. Schlusslicht SoundCloudGo+ muss beiimmerhin 26 von100 Alben passen, auch 24 Einzeltitel findet es nicht. Insgesamt reicht es beiacht Probanden für ein „Sehr gut“inder Angebotswertung. Bei den Hörbüchern bekleckert sich kein Dienst mit Ruhm. Die Besten haben immerhin 17 von 30gesuchten Titeln im Angebot. Amazon und Juke bilden dieSchlusslichter mit nur drei beziehungsweise zwei Hörbüchern. Juke kassiert zudem extradafür,und zwar happige 12 Euro proTitel. Ohne Komfort kein Spaß am Streaming Wenn die Bedienung schwächelt, macht auch das umfangreichste und vielfältigste Streaming-Angebot keinen Spaß. Daher bewerten wir neben dem Angebot auch die Übersichtlichkeit der Bedienoberfläche und die Orientierungshilfen für den Kunden. Apps, Login-Varianten, Bezahlmöglichkeiten, Sortiermechanismen und nutzbare Endgeräte sind weitere wichtige Kriterien. Dabei müssen die Anbieter den Spagat meistern, ihrAngebot aufunterschiedlichen Plattformen übersichtlich zu präsentieren –vom kleinen 5-Zoll-Smartphone-Displayüberdie TV-App bis zur skalierbaren Browser-Oberfläche auf einem 27-Zoll-Monitor.Das ist beider MasseanMaterial schwierigund gelingt unterschiedlich gut. Eine Einarbeitungszeit ist bei allen Diensten nötig, um dieFunktionen in den Griff zu bekommen. Gut löst Spotify die Problematik: Bei Suchanfragen liefert es aufknappem Platz interessante Zusatzinfos zu den Ergebnissen. So erhalten die Benutzer Anreize, indas überreiche Musikangebot tiefer einzusteigen. In der Randspalte gibt es Links zu Playlisten, Alben und mehr. Ähnlich überzeugt Deezer mit seiner durchdachten Nutzeroberfläche und flotten Bedienbarkeit. Gutgefallen hatuns auch dasQobuz-Interface. Die Music-App von Apple leidet darunter, dass oft keine Listenansicht verfügbar ist. So werden zwar Cover-Miniaturen angezeigt, die wichtigeren Namen der Titel und Alben aber abgeschnitten. Dadurch gerätdie Auswahlzueinem Spielmit Versuch und Irrtum. Napster und das verwandte Aldi life erschweren die Bedienung mit überfüllten, kleinteiligen Bildschirmen und nicht eindeutigerBegrifflichkeit. Zudemlässt die Performance zuwünschen übrig –Ruckler und Verzögerungen stören häufigerals beianderen Diensten. Qobuz und Tidal liefern die Audiodaten gegen Aufpreis auch verlustfrei. Einige HiFi-Hersteller habendie Dienstedaher direkt inihre Firmware integriert. Auf hochwertigen Anlagen oder mit High-End-Kopfhörern ist so eine exzellente Klangqualität erlebbar. Für die Wiedergabe auf Endgeräten wie Bluetooth-Boxen, einfachen Kopfhörern und Heim-Soundsystemen kann man sich dieMehrausgaben hingegen sparen. Login-Verknüpfungen mit Social-Media-Diensten sind bei neun Angeboten möglich. Als Bezahlmöglichkeiten haben sich Kreditkarte, Lastschrift und PayPal schon lange etabliert. Bei Apple Music und Deezer kann man seine Käufe zudem auch über die Handyrechnung begleichen. Apropos Käufe: Spotify, UnserTestsieger heißt Spotify. Der Streaming-Dienst liegt in jeder Teilkategorie vorne undüberzeugt bei Angebotund Komfort Zwei dominieren den Streaming-Markt Spotify hat fast doppelt so viele Nutzer wie der erstarkte Konkurrent Apple Music. Trotzdemmachendie SchwedenVerlust 50,0 Mio. 03/2017 27,0 Mio. 6,3 Mio. 4,5 Mio. 1,0 Mio. 06/2017 12/2016 12/2016 12/2016 WieSpotifybieten viele Streaming-Angebotedie Möglichkeit, Musik passendzur Situation oder zurStimmung abzuspielen Nebenden etabliertenBezahlmethoden bietetJukedie Option, die Gebühr per Guthabenkarteoder -konto zu bezahlen WLAN-Handbuch | 2018 55

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