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Chip Magazin Sonderheft WLAN Handbuch 2018

STREAMING | MUSIK IM

STREAMING | MUSIK IM NETZWERK Musikstreamen Internetradios, HiFi-Kompaktanlagen, AV-Verstärker und kabellose Boxen spielen im heimischen Netzwerk ihreStreaming-Stärken voll aus VON ARTUR HOFFMANN Musikfans, diesichimganzenHausvon ihrenLieblingssongsunterhaltenlassenmöchten, habendie Qual der Wahl. Inzwischen gibt es schier unendlich viele Möglichkeiten, Musik im heimischen LAN/WLAN abzuspielen. Sie können Ihre Audiosammlung schon lange nicht mehr ausschließlich auf Computer, Mobilgeräte und Internetradios streamen. Auch Geräteaus dem Bereich der Unterhaltungselektronik lassen sich ins Drahtlosnetzwerkintegrieren. In der Praxis stellt es somit kein Problem dar, Ihre auf dem PC oder der NAS gespeicherte Musiksammlung auf Ihren AV-Receiver im Wohnzimmer zu streamen und die Wiedergabe mittels Smartphone-App zu steuern. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, welche Möglichkeiten es gibt, und stellen Ihnen auch gleich eine Auswahl an Geräten vor, die uns positiv aufgefallen sind. Auf die zweite Möglichkeit, die sich umden grenzenlosen Musikgenuss dreht, nämlich das Streaming von Spotify und Co., gehen wir im Beitrag aufSeite54detailliertein. Streaming-Verfahren im Überblick Der von fast allen aktuellen Geräten unterstützte Standard UPnP (Universal Plug-and-play) ist nicht daseinzige Streaming- Verfahren, dasinder Praxis eine Rolle spielt. Apple AirPlay: DasproprietäreVerfahren ist schon langenicht mehr ausschließlich aufApple-Gerätebeschränkt. Auch Fernseher, Multimedia-Player, AV-Receiver, PCs, Multiroom-Systeme und mobile Endgerätesind inzwischen in der Lage, über AirPlay Musik, Fotosund Videos im Netzwerk zustreamen. DieWiedergabesteuerung kann dabeiauchmittels Appserfolgen. Fotos: Sonos (Aumfacher); Hersteller (Produkte) 58 2018 | WLAN-Handbuch

MUSIK IM NETZWERK | STREAMING DLNA: Immer mehr Unterhaltungselektronik wird von der DLNA (dlna.org) zertifiziert, sodass Sie auf einen Blick erkennen, ob ein Fernseher,Verstärker oder Multimedia-Playerinnerhalb desheimischen Netzwerksals Wiedergabegeräteingesetzt werden kann. Auf der anderen Seite unterstützen nahezu alle Streaming-Lösungen, darunterauchPlexMedia Server und das beliebte Kodi (siehe Seite64) den StandardDLNA. Chromecast: Das von Google entwickelte Verfahren stellt die kabellose Verbindung zwischen mobilen Endgeräten und den kleinen Chromecast-Adaptern her. Neben zwei Chromecasts für die Videoübertragung in HD (siehe Seite 52) und 4K gibt es mit dem Chromecast Audio auch ein Streaming-Gerät für Stereoanlage und Boxen(rund 40 Euro). Bluetooth: Obwohl Bluetooth nichts mit LAN/WLAN zu tun hat, muss der Standard andieser Stelle erwähnt werden. Die Datenübertragungsrate ist zwar nicht besonders hoch, reicht aber aus, um Musik kabellos an einen Lautsprecher zu übertragen. Der größteVorteil: Da dieGerätedirektmiteinander gekoppelt werden, funktioniert diese Art des Streamings auch ohne WLAN,etwaamBaggersee oder am Strand. Miracast: Der ab Android 4.2, BlackBerry 10.2.1,Windows Phone 8.1/10 und Windows 8.1/10 integrierte Übertragungsstandard erlaubt es,Videos voneinem Gerät aufein anderes zu streamen. Wie Bluetooth setzt auch Miracast auf die direkte Datenübertragung, in diesem Fall mittels WiFi Direct – LAN/WLAN- Verbindungen sind in diesem Fall also nicht nötig. Einfach: Internetradios Auch wenn Internetradiosinzwischen in vielen Formen, Farben, Preisklassen und Ausstattungsvarianten zuhaben sind, zeichnet sieeine große Gemeinsamkeit aus: Siekönnen ganz einfach ins heimische Netzwerk integriert werden – per LAN oder WLAN. Viele aktuelle Modelle lassen sich zudem ganz bequem mittels App steuern und bieten große Farbdisplays,etwazur Cover-Anzeige, und Touch-Unterstützung.Ein weiteres Kriterium: Fast alle besser ausgestatteten Internetradiossind nicht nurals reine Radioempfänger zu gebrauchen, sondern können auch die auf einer Netzwerkfreigabe oder NAS gespeicherten Musikdateien imganzen Haus streamen, da sie UPnP/DLNA oder – wie Logitech-Geräte –proprietäre Serverlösungen unterstützen. Interessant: Der kostenlose Logitech Media Server lässt sich nicht nurunter Windows,Mac und Linux installieren, sondern stehtauchfür diverseNAS-Systeme zurVerfügung. Bei einigenInternetradiossind zusätzlich noch Musik-Streaming-Dienste wie etwa Spotify oder Deezer sowie UKW- und DAB-Empfänger mit an Bord, sodass Sie sich rund um die Uhr von Ihren Lieblingssongs beschallen lassen können. In der nebenstehenden Spaltestellen wir Ihnen vier Modelle vor, dieauf dieeine oder andereArt und Weise ausder Masseherausragen. Mobil: HiFi-Kompaktanlagen Der zweite Weg in die Welt des stressfreien Musik-Streamings führt über WLAN-fähige HiFi-Kompaktanlagen. Solche Geräte, die oft inklusive Lautsprechern ausgeliefert werden, haben immer mehr Hersteller im Programm, darunter Denon, Sony und Pioneer. Der –abgesehen vom günstigen Preis –größte Vorteil ist die uneingeschränkte Mobilität. Sie können die Anlage also da aufstellen, wo Sie Musik hören möchten, sei es im Büro, im Wohnzimmer oder im Garten –soweit Ihr Drahtlosnetzwerk reicht. Einige Geräte lassen sich sogar mit Batterien betreiben, → Internetradios Diesevier Internetradios spielen nichtnur Musik ausdem Webab, sondern sind auch in der Lage, aufeinerNetzwerkfreigabe oder einer NASgespeicherte Songsimganzen Haus zu streamen. Per WLAN streamtdas Hama DIR3115MS (ca. 200 Euro) Songs im Netzwerk.Esempfängt auch DAB+- und UKW-Radio. Das TechniSat DigitRadio 120IR(rund 145 Euro)empfängt UKWund DAB+ undspielt Musikdateienvon IhrerNAS ab Drei Lautsprecher sorgenfür die Soundausgabedes Auna Connect 150 (ca. 160Euro),das auch DAB/DAB+ beherrscht Das UnterbaugerätLencoKCR-2014 (ca. 120 Euro) ist wahlweise mit DAB+ oder Webstreamingzuhaben WLAN-Handbuch | 2018 59

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