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Chip Magazin Sonderheft WLAN Handbuch 2018

NETZWERKSPEICHER ER |

NETZWERKSPEICHER ER | ROUTER ALS NAS Router mitintegrierter NAS-Funktion Sie haben einen aktuellen Router,etwa ein FritzBox-Modell? Dann benötigen Sie nicht zwangsläufig eine NAS. Denn immer mehr Router bieten NAS-Funktionen VON CHRISTOPH SCHMIDT UND ARTUR HOFFMANN Ein NAS-System ist enorm praktisch, wiewir Ihnen aufSeite 70 gezeigt haben. Allerdings ist nicht jeder Nutzer gewillt, Geld dafür auszugeben. Doch die Chancen stehen garnicht einmal so schlecht,dasssolch einGerät bereitsbei Ihnen zu Hause steht –inForm Ihres WLAN-Routers, den Sie innerhalb einer Viertelstunde mit einem USB-Stick oder einer externen Festplatte zur NAS ausbauen können. Diese Lösung bringt zwar nichtdie Performanceund schon garnicht den Ausstattungsumfang einesausgewachsenen NAS-Systems, aber für den verteilten Zugriff auf Office-Dokumente, Fotos und Ihre MP3-Musiksammlung reicht es allemal. Ob Ihr Router über spezielle NAS-Funktionen verfügt, erkennen Sie anEinträgen wie „NAS“, „USB-Speicher“ oder Ähnlichem auf der Weboberfläche des Geräts, oder Sie lesen es auf der Herstellerwebseite nach. UnterUmständen müssen Sieauf dieneuesteFirmware-Version updaten, wasaus Sicherheitsgründen ohnehin ratsam ist. Gegenüber einem NAS-Gerät hat die Router-Lösung aber auch Vorteile: Sie müssen keine zusätzliche Hardware bezahlen und aufstellen.DakaumStromkosten und Geräusche entstehen, etwa bei Nutzung eines USB-Sticks, kann die Router-NAS rund um die Uhr laufen. Als Speicher eignen sich USB-Sticks gut, obwohl sie mit meist maximal 128 GByte relativ wenig Kapazität haben. Da viele Router aber nurlangsame NAS-Übertragungsgeschwindigkeiten um die 4MByte/s erreichen, werden Sie jedoch vermutlich ohnehin keine riesigen Datenmengen übertragen. Bei größeren USB-Festplatten ohne eigenes Netzteil droht die Gefahr,dassder USB-Port desRoutersnicht ausreichend Strom liefert. Das hören Sie daran, dass die Platte nach dem Anschließen hochdrehen will, dann aber immer wieder aufgibt. Die Datenmengen aufeiner Festplattelassensichzudem nurdann gut handhaben, wenn die Kombination Router/Laufwerk schnell genugist. Nutzen SienachMöglichkeit USB-3.0-Geräte. Ebenfalls wichtig: USB-Ports der neuesten Generation bietenaucheine zuverlässigere Stromversorgung.Wir zeigen Ihnen in diesem Beitragausführlich,wie Siedie NAS-Funktion der weit verbreiteten FritzBox-Router von AVM aktivieren und nutzen. 78 2018 | WLAN-Handbuch

ROUTER ALS NAS | NETZWERKSPEICHER 1 2 3 4 FOTO:AVM Wie Sie bei gängigen Routern von Asus, Linksys, Netgear und TP-Link vorgehen, lesenSie aufSeite 81. So geht’s FritzBoxals NAS-Alternative DieFritzBox-eigene NAS-Funktion einzurichten ist nicht schwer. FürZugriff vonunterwegs gibt’s sogar einen DynDNS-Dienst. 1 Grundlegende Vorbereitungen Bevor Sie Dateien ablegen, sollten Sie die Firmware aktualisieren: Geben Sie in Ihrem Browser fritz.box ein und loggen Sie sich mit dem Passwort ein, das Sie bei der Erstkonfiguration vergeben haben. Unter »System |Update« klicken Sie auf »Neues FRITZ!OSsuchen«; stehteineneue Versionbereit,führenSie den Assistenten aus, um die Firmware einzuspielen. Schließen Sie dann das USB-Laufwerk, das Sie verwenden wollen, an Ihren PCan, klicken Sie im Explorer mit der rechten Maustaste darauf undgehenSie auf»Formatieren«. WählenSie als »Dateisystem« die Option »NTFS« und klicken Sie auf »Starten«. Danach kopieren Sie die Dateien, die Sie über die NAS-Funktion nutzen wollen, auf das Laufwerk. Werfen Sie das Laufwerk über dasSymbol»Hardwaresicher entfernen« in der Taskleiste ausund schließen Sie es am Routeran. 2 NAS-Dienst einschalten Öffnen Sie auf der FritzBox-Weboberfläche die Seite »Heimnetz|USB-Geräte«. In der Geräteübersicht wirddas angeschlossene Laufwerk als »USB-Speicher« angezeigt. Wenn es sich um eine Festplatte handelt, ist es ratsam, im Register »USB-Einstellungen« die Energiesparfunktion zu aktivieren. Die Funktion »USB-Fernanschluss« auf dem nächsten Reiter muss für USB- Speicher deaktiviert sein. Nun öffnen Sie die Seite »Heimnetz|Speicher (NAS)« und setzenden Haken bei»Speicher (NAS) aktiv«. Unter »Heimnetzfreigabe« können Sie den Namen ändern, unter dem der Speicher im Netzwerk erscheint. Die »Arbeitsgruppe« sollte der Ihres Rechners entsprechen –den Namen zeigenSie durch einen Druckauf [Win]+[Pause]an. In den meisten Fällen heißt sie»Workgroup«. 3 Netzwerkspeicher öffnen Das amRouter angeschlossene Laufwerk ist jetzt von allen Rechnern und Geräten aus erreichbar, die per LAN oder WLAN mit der FritzBox verbunden sind. Um darauf zuzugreifen, öffnen Sie den Windows Explorer und geben »\\fritz.nas« in die Adresszeile ein. Daraufhin erscheint der Dialog »Windows- Sicherheit«, bei dem Sie sich mit Ihrem Benutzerkonto anmelden. Haben Sie bislang noch keines eingerichtet, holen Sie diesen Schritt über »System | Fritz!Box-Benutzer | Benutzer hinzufügen« nach. 4 Netzlaufwerk verbinden Um den Netzwerkspeicher am PC dauerhaft über einen Laufwerksbuchstaben erreichbar zumachen, klicken Sie imWindows Explorer mit der rechten Maustaste auf den freigegebenen Ordner »Netzwerk\FRITZ-NAS\fritz.nas« und wählen den Befehl »Netzlaufwerk verbinden«. Im folgenden Dialog wählen → WLAN-Handbuch | 2018 79

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