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Chip Magazin Sonderheft WLAN Handbuch 2018

NETZWERKSPEICHER |

NETZWERKSPEICHER | VIDEOÜBERWACHUNG AllesimBlick Netzwerkspeicher vonAsustor,Qnap und Synology eignen sich auch hervorragend für die Videoüberwachung. Wir zeigen Ihnen, wie das funktioniert VON ARTUR HOFFMANN Dass sich aktuelle NAS-Systeme immer mehr in Richtung Server entwickeln, zeigtsichnicht nuranweiterführenden Funktionen wieCloud-Synchronisierung,Webdiensten und Virtualisierung. Auch inSachen Überwachung leisten die Netzwerkspeicher ausgezeichnete Dienste. So lassen sich NAS-Systeme vonAsustor,Qnap und Synology mithilfeherstellereigener Apps ganz einfach zumultifunktionalen Videoüberwachungszentralen ausbauen. Beachten müssen Sie dabei die Lizenzen, die zur Inbetriebnahme von Netzwerkkameras zwingend erforderlich sind: Bei Qnap gibt es —jenach NAS-Modell –zwischen zwei und acht Lizenzen gratis. Zum Lieferumfang einer Asustor-NAS gehören vier Lizenzen, Synology schenkt Ihnen immerhin zwei Lizenzen. Fairerweise muss man aber sagen, dass zwei Kameras für den Hausgebrauch ausreichend sind. Mit einer Indoor-Kamera überwachen Sie etwa die Wohnungstür, eine Outdoor-Kamera sichert den Balkon, die Terrasse oder die Garage. Jede weitere Kamera würde weitere Ressourcen beanspruchen, was sich negativauf dieNAS-Performanceauswirkenkann. Nicht vergessen: Die Videoüberwachung funktioniert nur mit IP-Kameras.Webcams, diediesen Standardnicht unterstützen, lassen sich nicht verwenden. Prinzipiell können zwar alle IP-Kameras an einer NASbetrieben werden, weraberauf Nummer sicher gehen möchte, sollte ein vom NAS-Hersteller zertifiziertes Gerät wählen. Umfangreiche Listen kompatibler Modelle, die Geräte von Axis, Instar und Linksys sowie von weiteren namhaften Herstellern umfassen, finden Sie auf den Websites von Asustor, Qnap und Synology. Übrigens: Im Beitrag ab Seite 128 testen wir insgesamt zehn WLAN-Kameras,die sich auch ohne NASzur Überwachung einsetzenlassen. IP-Kameraanschließen und loslegen WieSie in dieWeltder Überwachung einsteigen, zeigen wir Ihnen am Beispiel der Innenbereichs-IP-Kamera Instar IN-6014HD (www.instar.de,rund 170Euro).Nachdem Auspackenschrauben Siedie Antenne ans Kameragehäuse und stellen dieStromversorgung her. Die Integration ins WLAN erfolgt bequem über WPS. FritzBox-Besitzer drücken die »WPS«-Taste so lange, bis die »WLAN«-Diode blinkt. Drücken Siedann die»Reset«-Taste derKamera und halten Sie den Knopf drei Sekunden lang fest –nach kurzer Zeit steht die kabellose Verbindung. Möchten Sie die Instar-Kamera nicht in Verbindung mit einer NAS nutzen, müssen Siedas Gerät noch konfigurieren.Dazuinstallieren Siedie mitgelieferte Software und folgen den Bildschirmanweisungen. Anschließend könnenSie übersWeb oder mithilfevon Android- und iOS-Appsauf dieKameraund dasLive-Bildzugreifen. Fotos:Instar 88 2018 | WLAN-Handbuch

VIDEOÜBERWACHUNG | NETZWERKSPEICHER Quick Guide: Synology Surveillance Station konfigurieren Ist dieKameramit dem Heimnetzverbunden, stehtdie Konfiguration der NAS an. Wie das geht, zeigen wir am Beispiel der Synology Surveillance Station. Hinweis: Um das Live-Kamerabild im Browser zu betrachten, kann es erforderlich sein, ein Plug-in einzuspielen. Es ist allerdings nicht für jeden Browser verfügbar. Da Synology empfiehlt, mit Google Chrome zu arbeiten, kommtdieser Browser auch in unserem Workshop zumEinsatz. 1 Surveillance Station installieren Nachdem Sie sich bei Ihrer NAS angemeldet haben, klicken Sie im »Paket-Zentrum« aufden Eintrag »Empfohlen«, wählen »Surveillance Station« und entscheiden sich für »Installieren«. Anschließend wird die Anwendung heruntergeladen und installiert, wobei Sie nach den Standardordnern für Aufnahmen und Datenbank gefragt werden. Ebenfalls festlegen können Sie, ob der Zugriff auf die Surveillance Station auch über den Webbrowser erfolgen darf.Schließen Sieden Hinweis mit »Übernehmen« und fahren Sie mit der Installation fort. Starten Sie das Programm anschließend über das Hauptmenü. 2 Neue IP-Kameras einrichten Die Bedienerführung der Surveillance Station ist an die Standard-NAS-Oberfläche angepasst. Klicken Sie auf das Icon »IP- Kamera« und entscheiden Sie sich dann für »Hinzufügen |Kamerahinzufügen«, um den Einrichtungs-Assistentenzustarten. Markieren Sie »Schnelles Setup«, bestätigen Sie mit »Weiter« und gebenSie diegefordertenInfos ein. Klicken Sieauf »Verbindung testen«. Hat alles geklappt, sehen Sie nun das Live-Kamerabild.Schließen Sieden Dialog mit einem Klick auf»Fertig stellen«. WeitereIP-Kameras richten Sieauf diegleicheWeise ein. dass inden Vorschaubildern kein roter Punkt mehr eingeblendet wird. Registriert die Kamera jedoch eine Bewegung, wird die Aufnahme automatisch gestartet und auf der NAS gespeichert, sodassSie alles stets im Blickhaben. 4 Benachrichtigungen einrichten Damit Sieimmer erfahren,wennzuHause etwasgeschieht,sollten Sie sich von Ihrer NAS eine Nachricht schicken lassen. Im Hauptmenü wählen Sie »Benachrichtigung« und klicken auf »Einstellungen«. Klicken Sie dann die Ereignisse, auf die Sie per E-Mail aufmerksam gemacht werden wollen, der Reihe nach an. Nach einem Klick auf »Speichern« wählen Sie »E-Mail«, aktivieren »E-Mail-Benachrichtigungen aktivieren« sowie »Ereignis- Schnappschuss hinzufügen«, gebendie erforderlichen Datenein und klicken auf»Test-E-Mailsenden«. Hat alles geklappt, speichern Sie die Änderungen. Vonnun an erhalten Sie immer dann eine Mail mit einem Foto, wenn die KameraBewegungen feststellt. Überdie Funktion »Push-Dienst« können Sie sich auch in den Mobil-Apps DScam und DS finder alarmieren lassen –indiesenFällen allerdingsohne ein „Beweisfoto“. ÜberDScam habenSie dafür jedochZugriff aufalle Videoaufnahmen vonSurveillanceStation. 2 3 Aufnahme-Einstellungen konfigurieren In der Voreinstellung nehmen die Kameras permanent auf, die Mitschnitte werden auf der NAS gespeichert. Um einen Blick aufdie Videos zu werfen, klicken Sieauf das Desktop-Icon »Aufnahme«. Die maximale Größe ist auf 10GByte pro Mitschnitt eingestellt. Im Unternehmensumfeld mag diese lückenlose Überwachung sinnvoll sein. ZuHause kommt eshingegen darauf anzu wissen, was während Ihrer Abwesenheit passiert ist. Klicken Sie auf »IP-Kamera«, markieren Sie ein Gerät und wählen Sie »Bearbeiten |Bearbeiten«. ImAbschnitt »Aufnahmeeinstellungen |Aufnahme« aktivieren Sie die Option »Dateien aufbewahren bis(Tage)« und gebeneinen Wert ein, etwa »10«, damit dieMitschnittenachdieserZeit gelöscht werden. Eine sinnvolle Möglichkeit, um den Speicherverbrauch deutlich zu reduzieren, ist, Aufnahmen erst nach einer Bewegungserkennung zustarten. Klicken Sie dazu auf das Register »Zeitplan« und markieren Sie »Bewegungserkennung«. Klicken Sie inder Wochenansicht der Reihe nach auf alle Tage und sichern Sie die Änderung mit »Speichern«. Wählen Sie dann »Anwendungen|Ereigniserkennung«,klicken Sieauf »Erkennungsbereichbearbeiten« und entfernen Siedie aktuelleMarkierung, die das komplette Bild umfasst, per Klick auf »Alles löschen«. Markieren Sie dann im Vorschaubild den Bereich, der von der Kamera überwacht werden soll, mit der Maus und speichern Sie die Änderungen. Dass die Kameras nun nicht mehr permanent aufnehmen, erkennen Sie im Dialog »IP-Kamera« daran, 3 4 WLAN-Handbuch | 2018 89

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