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Chip Magazin Sonderheft WLAN Handbuch 2018

SCHNELLES NETZ | TEST:

SCHNELLES NETZ | TEST: WLAN-ROUTER Schnelle Router im Test Der Router ist das Herzstück Ihres WLANs. Daher sind hier gute Ausstattung und Top-Performance gefragt. Ein schneller ac-Router ist die beste Option. Wir haben die aktuellen Geräte für Sie getestet VON ROLAND FREIST UND THORSTEN FRANKE-HAVERKAMP Gerade sind die ersten Router nach dem ad-Standard erschienen. Sie erreichen auf Kurzdistanz theoretisch Transferraten, die höher als klassische Kabel-Netzwerkverbindungen sind (einen Testaufbau mitdem TP-Link Talon AD7200 finden Sie auf Seite 20. Auch der künftige ax-Standard steht schon in Startlöchern (siehe Seite 24). Dennoch bleiben derzeit ac-Router das Mittel der Wahl, um ein performantes Funknetz aufzubauen. Im CHIP-Labor mussten sich 55 ac-Router einem harten Test stellen und zeigen, ob sie die vollmundig auf den Packungen versprochenen Fantasiegeschwindigkeiten in der Realität tatsächlich erreichen. Temposchub dank Dualband Einen ac-Router kauft man für richtig schnelles WLAN. Deshalb widmen wir in unseren Tests den Performance-Benchmarks viel Zeit und messen verschiedene Szenarien. Wir ermitteln einerseits den Datendurchsatz beioptimalen Bedingungen, also wenn die Clients unmittelbar neben dem WLAN-Router stehen. Daneben gibtesPraxis-Benchmarks, beidenen Clients räumlich getrennt vom WLAN- Router platziert sind. Doch einerlei, welche Messmethode wir anwendeten, an das theoretische Maximaltempo der WLAN-Standards 802.11ac und 802.11n kamkein Gerät heran. Die meisten ac-Router beherrschen simultanesDualband, können also gleichzeitig im2,4-GHz- und 5-GHz-Frequenzband funken und mehrere Streams parallel senden. Auf 2,4 GHz sind pro Stream theoretisch 150 MBit/s drin, auf 5GHz 433 MBit/s. Unsere Testkandidaten beherrschen meist drei bis vier Datenströme, sodass der theoretische maximale Durchsatz auf 2,4 GHz zwischen 450 und 600 MBit/s und auf 5GHz zwischen 1.300 und 1.733MBit/sliegt. Bei den im Labor gemessenen Werten hängt diemaximale Transferrate immer von den jeweiligen Bedingungen und der Gegenstelle ab. Beispiel: Den Top-Wert des inDownload-Richtung gemessenen durchschnittlichen Datendurchsatzes mit dem Broadcom-Chipsatz als Gegenstelle erreicht beispielsweise der Linksys WRT 1900 ACS (Platz 27) mit 490 MBit/s. Beim Intel-Chipsatz, der in vielen Notebooks steckt, hat dagegen der Netgear R7000 (Platz 28) mit 394 MBit/s dieNasevorn. Noch einmal anders sieht es aus, wenn wir WLAN-Router und Clients räumlich trennen. Wie zuerwarten, geht der Datendurchsatz dabeizurück. Schaut man sich das Ranking an, dann führt beim Tempo der Asus RT-AC86U (Platz 4) mit 264 MBit/s, wenn wir mit dem Broadcom-Chipsatz messen. Bei einer Intel-Gegenstelle liegt der TP Link Archer C9 (Platz 36)mit 367MBit/svorn. Die Performance-Gesamtnote zählt Noch verwirrender wird es, wenn man sich die Transferraten im Zusammenspiel mit n-Clients ansieht–sowohl unteroptimalen Laborbedingungen als auch ineinem praxisnahen Setting. Die Aufzählung dieser Werte ersparen wir Ihnen an dieser Stelle ebenso wie die Ergebnisse des –temporär –gemessenen maximalen Datendurchsatzes. Wundern Sie sich üb- Fotos: Hersteller 8 2018 | WLAN-Handbuch

TEST: WLAN-ROUTER | SCHNELLES NETZ Testsieger Die Referenzklasse: AVMFritzBox7590 Dass die FritzBox7590 dasRennen für sich entschieden hat, überrascht kaum. Bereits seit vielen Jahren dominiert AVM mit seinen vielseitigen Geräten den deutschen Markt der DSL-Router –der Marktanteil soll beiüber50Prozentliegen. Verantwortlich für den Erfolg sind in erster Linie zwei Faktoren: Zum einen ist da die hohe Qualität von Hardware und Software. Zwar ist eine FritzBox bei den einzelnen Messwerten oft nicht das Top- Gerät ihrer Klasse, da schneidet die Konkurrenz oft besser ab. Betrachtet man jedoch das Gesamtpaket und bezieht auch Ausstattung, Bedienerfreundlichkeit und Funktionsumfang mit ein, so kommt man an den Fritz-Routern nicht vorbei. Der zweite Erfolgsfaktor ist das Vertriebsgeschick von AVM. Dem Unternehmen ist es gelungen, seine FritzBox-Modelle bei vielen Internetprovidern als Standard-Router zu etablieren. AVM ist dabei flexibel und liefert den Providern angepassteVersionenseineren seiner Firmware. Das aktuelle AVM-Flaggschiff FritzBox 7590 folgt konsequent der Tradition ihrer erfolgreichen Vorgängerinnen: Der Kunde bekommt hiermit ein Komplettpaket aus DSL-Modem, Telefonzentrale und WLAN- Access-Point, eine solide Ausstattung mit Ethernet- und USB-Ports sowie einem S0- Bus. Nicht zuletzt bietet die 7590 umfassende Funktionen für die Verwendung als NAS-Speicher, Streaming- und VPN-Server, Smart-Home-Zentrale und, und, und. Dies und die guten Performance-Werte machen die FritzBox zueinem würdigen Tabellenführer. + Bedienerfreundliches Komplettpaket für Telefon, DSL, Ethernet und WLAN Bei denmeisten Providernnoch noch nicht als - gebrandetes Modell erhältlich - Testsieger WLAN-Handbuch 2018 Test: 55 ac-WLAN-Router AVMFritzBox 7590 Unabhängige Tests seit 1978 Platz 5 Die FritzBoxfürs TV-Kabel Platz 16 Dasaktuelle Standardmodell Bereits 2015 von AVM angekündigt, ist die FritzBox 6590 Cable nun seit einigen Monaten endlich verfügbar. Die wichtigste Neuerung ist die Unterstützung des Kabelstandards EuroDOCSIS 3.0, womit das Cable-Modell theoretisch Download-Geschwindigkeiten bis zu 1.760 MBit/s erreicht. Dabei muss natürlich auch der Kabelanbieter mitspielen –üblich sind nach wie vor Datenraten von 100 oder 200 MBit/s. Das Manko der FritzBox 6590 sind die beiden USB-Ports, dienochdem Standard2.0 folgen. + Kabel-Router mit ac-WLAN und EuroDOCSIS 3.0 - Nur USB-2.0-Ports, USB 3.0 erst in der FritzBox6591 Momentan amweitesten verbreitet dürfte das Modell FritzBox 7490 sein. 2013 war sie der erste AVM-Router, der über ac-WLAN und USB 3.0 verfügte. Seither hat der Hersteller die Funktionalität, Stabilität und Sicherheit per Firmware-Update mehrfach erweitert und verbessert und in den neuesten Versionen beispielsweise ein Mesh-Netzwerk integriert. Mit diesem kann man mehrereBoxenund Repeater zu einem bis inden letzten Winkel reichenden WLAN zusammenschließen (siehe auch Seite26). + Gute - Transferraten, viele Funktionen, TK-Anlage WLAN nicht mehr auf dem allerneuesten Stand WLAN-Handbuch | 2018 9

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