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Vernetzt denken – die Zukunft gestalten! Beiträge zu einem ganzheitlichen Naturverständnis. - Leseprobe

Edition Ursachenforschung, Band 1. - Leseprobe Verlag Esoterische Philosophie GmbH, Hannover www.Esoterische-Philosophie.de

16 Edition

16 Edition Ursachenforschung · Band 1 Es stellt sich daher die Frage: Warum funktioniert es mit dem Naturschutz nicht so, wie es eigentlich notwendig und wünschenswert wäre? Liegt es daran, dass das Interesse an der Natur und die Bemühungen, die Natur zu bewahren und zu schützen, in der Regel seltener dem Interesse entspringen, die Natur an sich zu bewahren, sondern eher auf die Angst um die eigene Existenz zurückgehen? Ein Hauptmotiv für Umweltschutz wäre demnach die Sorge, die Natur könnte als Ressource zu Ende gehen. dass Naturschutz nicht mehr so ernst genommen oder nur für die eigenen Vorteile benutzt wird? So wird zum Beispiel in der Wirtschaft Umweltschutz vielfach aus Publicity- und Image- Gründen betrieben, obwohl nicht selten wirtschaftliche und gewinnorientierte Gründe im Vordergrund stehen. dass oft auch ein gesetzesgeleiteter Umweltschutz vorherrscht, das heißt Naturschutz unter „Zwang“ durchgeführt und seine Notwendigkeit nicht als Herzensanliegen „gefühlt“ beziehungsweise „empfunden“ wird? dass Umweltschutz lediglich als Modewort fungiert? Dass der ursprüngliche Elan hinter dem Umweltschutz nachgelassen hat und dass wie bei allen Modeerscheinungen die Worte „Bio“ und „umweltfreundlich“ zu Worthülsen verkommen sind? dass uns noch nicht ausreichend bewusst ist, dass jeder von uns Verantwortung trägt und nicht nur Regierungen und Ämter? Die Natur als die Grundlage unseres Lebens aus Sorge um unser Fortbestehen schützen zu wollen ist durchaus berechtigt; aber dieses Bestreben ist als alleinige Grundlage für einen zukünftigen, nachhaltigen Naturschutz unzureichend. Denn diese Sorge führt oft nur dahin, dass die Natur für die eigenen Bedürfnisse genutzt wird oft rücksichtslos und ohne zu erwägen, dass auch sie ihr „Leben“ hat. Viel später erst erfahren wir dann die Auswirkungen unseres Handelns als Rückwirkung.

Naturschutz beginnt im Denken. Was ist Leben? 17 Betrachten wir nun, warum in diesem Artikel von Natur- und nicht von Umweltschutz gesprochen wird. Es besteht ein Unterschied zwischen Umweltschutz und Naturschutz. Umwelt 5 bezieht sich auf die jeweilige Umgebung des Betrachters eines Menschen, eines Tieres, einer Pflanze und so weiter. Das heißt, es gibt viele „Teil-Umwelten“. Je nachdem, welche Teil-Umwelt jeder als die wichtigste oder wertvollste betrachtet, sorgt er sich um diesen Teil der Natur und stellt die anderen zurück. Wenn zu einem beliebigen Zeitpunkt der Boden saniert werden muss, werden andere Naturgüter oft weniger berücksichtigt, zum Beispiel das Grundwasser oder Oberflächengewässer, die durch die Sanierung des Bodens eventuell verschmutzt werden. Naturschutz betrachtet im Unterschied dazu die gesamte Natur 6 in ihrer ursprünglichen Bedeutung, wie wir gleich sehen werden. Der Gründer des Netzwerks für interdisziplinäre Ursachenforschung, Ingenieur Hermann Knoblauch, hat immer wieder betont, dass wir mit der Natur aufs Engste verbunden sind, dass Vernetzungen und gegenseitige Wechselbeziehungen zwischen allen Lebewesen existieren und sie sich deshalb gegenseitig beeinflussen. Unser abendländisches Mensch-Natur-Verhältnis hat sich im Laufe der Geschichte stark verändert. Das liegt vor allem daran, dass die Beziehungen in der Natur, zwischen den Lebewesen in der Natur, wie Hermann Knoblauch deutlich macht, kaum bekannt sind und als solche wenig wahrgenommen werden. Die Mensch-Natur-Beziehung wird besonders durch das Verständnis vom „Leben“, von dem, was lebendig ist, von dem, was Leben an sich bedeutet, gekennzeichnet, sie ist davon abhängig. Aus diesem Grund ist es ein wichtiger Schritt in Richtung eines vorsorgenden Naturschutzes, die Mensch-Natur- Beziehung im Zusammenhang mit dem Lebensbegriff neu zu überdenken. Das Natur- beziehungsweise Umweltverhältnis ist ein Korrelat menschlicher Wahrnehmung und menschlichen Handelns. Daher werden im Folgenden einige zentrale Punkte vorgestellt: 1. eine Auseinandersetzung mit der geschichtlichen Entwicklung des Naturbegriffs: Sie gibt Aufschluss darüber, wie unser gegenwärtiges Mensch-Natur-Verhältnis entstanden ist und

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