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März 2018 | Bürgerspiegel

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Seite 4 Anzeige Sonderthema Die Wohlfahrtspflege in Deutschland blickt auf eine lange Geschichte zurück. Ihren Ursprung fand sie in dem Grundgedanken, dass Menschen sich gegenseitig helfen. Dieser schöne Gedanke birgt in sich eine klare Wertschätzung des Gegenübers. Der Wunsch, Menschen in Notlagen helfen zu wollen ist auch heute ein Bestandteil unseres Daseins. Die Caritas Barßel - Saterland greift diesen Gedanken auf und legt ihre Unternehmung auf die Unterstützung Notleidender aus. Neueröffnung der Caritas-Tagespflege „Simeon und Hanna“ Caritas-Geschäftsführer Carsten Huslage über die neue Tagespflege-Einrichtung: „Bei uns soll man sich fühlen wie in einer großen Familie“ Unser heutiger Sozialstaat nimmt sich dieser Aufgabe ebenfalls an. Die Daseinsvorsorge dient der Absicherung der Bevölkerung und der Staat nutzt für diesen wichtigen Auftrag auch Einrichtungen wie unsere, unter der Trägerschaft der Caritas. In der Gemeinde Barßel ist die Caritas hauptsächlich mit den Aufgaben der Kranken- und Seniorenhilfe vertraut, aber auch auf dem Gesamtgebiet der Caritas tätig. Dadurch ist sie immer auf der Suche nach Angeboten, welche dringend benötigt, aber noch nicht vorgehalten werden. Die konzeptionelle Ausrichtung der Tagespflege „Simeon und Hanna“ ist in Kombination mit unserer ambulanten Pflege, der Sozialstation ausgelegt. Die Sozialstation ist seit 1977 in den Freuen sich über die neue Tagespflege-Einrichtung (v.l.n.r.): Pfarrer Ludger Becker, Pflegedienstleiter Magnus Friedek und seine Stellvertreterin Nicole Thoben sowie Caritas-Geschäftsführer Carsten Huslage. Regionen Barßel und Saterland unterstützend unterwegs. Somit ist die Caritas Sozialstation die erfahrenste und etablierteste ambulante Pflege in der Region. Eine ambulante Unterstützung mit einer Tagespflege kombiniert ist der ideale Begleiter bei dem Wunsch, trotz Pflegebedürftigkeit im eigenem Heim leben zu wollen. Unsere Gäste sollen sich bei uns fühlen wie in einer großen Familie. Die Tagespflege „Simeon und Hanna“ durchläuft verschiedene Antragsvorgänge und Überprüfungen um einen Versorgungsvertrag mit den Kostenträgern für die Gäste zu erreichen. Dieses hilft den Gästen der Tagespflege, denn Sie erhalten bei der Nutzung der Tagespflegeeinrichtung einen Zugang zu speziellen Leistungen, um den häuslichen Bereich zu stärken. Daneben betreibt die Einrichtung eigene Qualitätsicherungsmaßnahmen. Die Struktur- (personelle und materielle Bedingungen), die Prozess- (Pflegeplanung und Dokumentation) und die Ergebnisqualität (Zufriedenheit der Gäste) werden kontinuierlich weiterentwickelt und behördlich überwacht. Der Grundgedanke, eine Einrichtung zu errichten um Menschen in der Region zu helfen, bedeutet auch dankbar und offen zu sein für die, welche helfen möchten. Ein engagieren im Ehrenamt gibt ein Signal an die Menschen in der Gesellschaft, welche auf Hilfe angewiesen sind. Ehrenamt heißt „Du bist mir wichtig“. Und hier ist der Gedanke, dass Menschen sich gegenseitig helfen möchten, wieder da.

Sonderthema Seite 5 Anzeige Neueröffnung der Caritas-Tagespflege „Simeon und Hanna“ „Bei uns ist jeder Mensch willkommen - ob getauft oder auch nicht!“ Zur Neueröffnung der Caritas- Tagespflege „Simeon und Hanna“ führten wir ein Interview mit dem katholischen Pfarrer Ludger Becker von der Pfarrei St. Ansgar in Barßel. Das Gespräch führte Chefredakteur Henrie Laib. Henrie Laib: Herr Pfarrer Becker, die neue Tagespflege der Caritas in Barßel wurde „Simeon & Hanna“ genannt. Wie kam es zu dieser Namensgebung und wer sind diese Personen? Pfarrer Becker: Als mir unser Geschäftsführer Carsten Huslage zum ersten Mal die Idee der Tagespflege für Barßel vorstellte, war mir der Name und der Tag der Einweihung klar: „Tagespflege Simeon und Hanna“ Die katholische Kirche feiert am 2. Februar das „Fest der Darstellung des Herrn“. Im Lukasevangelium lesen wir im 2. Kapitel ab Vers 22 von diesem Ereignis: Maria und Josef bringen ihr Kind in den Jerusalemer Tempel, um es Gott zu weihen, gemäß dem Gesetz des Herrn. In Jerusalem lebte der Greis Simeon, dem vom Geist Gottes geoffenbart wurde, er werde nicht sterben, ehe er den Messias des Herrn gesehen habe. In Jesus erkennt er den verheißenen Messias. So kann er sagen: „Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen...“ Dann wird die 84jährige Prophetin Hanna vorgestellt, die sich ständig im Tempel aufhielt. Sie kommt hinzu „pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. Henrie Laib: Wer im Lukas- Evangelium über die beiden alten Menschen - für die damalige Zeit übrigens steinalten Menschen - liest, wird schnell bemerken, dass es Parallelen zu alten Menschen in der heutigen Zeit gibt. Kleine Leute stehen in der Gefahr, übersehen zu werden. Gott aber hat ein Herz für jene, die leicht vergessen werden. Und genau um solche Menschen kümmert sich auch die Caritas. Kann man das so auf einen Nenner bringen? Pfarrer Becker: Ja. Wenn Menschen in der letzten Lebensphase sind, denken sie oft noch stärker über ihr Leben nach und wie es einmal enden wird. „Wie möchte ich jetzt leben?“, „Wo gehe ich hin?“ „Was bleibt von mir?“ Das kann eine Chance sein, sich weiter oder auch wieder mit der Glaubensfrage zu beschäftigen. Als Caritas möchten wir Menschen, die vielleicht alleine und sogar einsam Zuhause sind, zusammenbringen. Sie können sich über Lebensund Glaubensfragen austauschen, miteinander ins Gespräch kommen, zusammen lachen, sich freuen, weinen, gegenseitig trösten und stärken. Das kann dann je nach Bedürfnis ein- bis fünfmal die Woche sein. Simeon und Hanna stehen für zwei Menschen, die Gemeinschaft mit Gott, aber auch den Austausch miteinander leben. Das Logo der Tagespflege verdeutlicht das: Zwei Menschen versammeln sich um Gott. Für IHN steht das Flammenkreuz der Caritas. Als Christen sollen wir für Gott „brennen“. Der Pfarrer Ludger Becker bei der Einsegnung der Tagespflege „Simeon und Hanna“, die auch für tolerante Muslime offen stehen soll. offene Kreis symbolisiert die Geborgenheit, die erfahren werden kann, wenn wir uns darauf einlassen. Papst Benedikt XVI. sagte einst: „Wer glaubt ist nie allein.“ Henrie Laib: Bei der Einsegnung haben Sie auch erwähnt, dass die Tagespflege für jeden offen steht - egal, welcher Religionszugehörigkeit. Auch muslimische Senioren werden dort eine liebevolle Betreuung finden. Kann man sagen, dass dies eine große Toleranz widerspiegelt und beweist, dass jeder, der sein Christsein engagiert lebt, keine Angst vor dem Islam haben muss? Pfarrer Becker: Als Caritas ist das Leben Jesu unsere Richtschnur. Er hatte fremden Menschen, Kulturen und Religionen gegenüber keine Berührungsängste, hat manchmal aber auch deutlich seine Meinung gesagt und Grenzen aufgezeigt. Durch seine Botschaft zieht sich der rote Faden der Liebe. Der Hl. Augustinus sagt: „Liebe und tue was du willst.“ In der Tat: bei uns ist jeder Mensch willkommen, ob getauft oder auch nicht. Natürlich werden wir auch Muslime betreuen, wenn sie es wünschen. Darin sehe ich überhaupt kein Problem. Vor gewissen Strömungen im Islam kann man aber schon Angst bekommen. Da sollte meines Erachtens mehr Distanzierung und Aufklärung von Seiten der „toleranten“ Muslime kommen.

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