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Der Burgbote 2015 (Jahrgang 95)

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Sprachenvielfalt in multikulturellem Jahreskonzert Liebe Leserinnen, liebe Leser, mit einem Programm von Volksliedern aus zahlreichen europäischen Ländern hat der Kölner Männer-Gesang-Verein in seinem diesjährigen Philharmonischen Konzert eine besondere Herausforderung bewältigt. Nicht nur, dass zahlreiche Lieder in Originalsprache dargeboten wurden, auch die Tatsache, dass der komplette Auftritt ohne Noten und Texte bewältigt werden konnte, verlangte höchste Probendisziplin und so manche Übungsstunde zu Hause. Andernfalls hätten die Texte, die u.a. in Türkisch, Ungarisch und Russisch gehalten waren, wohl niemals fehlerfrei gesungen werden können. Und multikulturell war sogar in Teilen unser Publikum. Rund 50 derzeit in Köln untergebrachte Flüchtlinge lauschten auf Einladung des KMGV als Gäste dem Konzert. Weit weniger erfreulich stellt sich die Situation für die Aufführungen des Divertissementchens in der kommenden Session 2016 dar. Nach der vollkommen unerwarteten Ankündigung durch die Stadt Köln, dass die für dieses Jahr zugesagte Wiedereröffnung des Opernhauses nach seiner Sanierung um sage und schreibe zwei Jahre verschoben werde, sucht die Bühnenspielgemeinschaft Cäcilia Wolkenburg intensiv nach einer Ausweichspielstätte. Denn wie alle anderen Nutzer der Oper hatte natürlich auch der KMGV fest damit gerechnet, dass man nach drei Jahren Interim im »Blauen Zelt« nun wieder in der sanierten Oper spielen werde. Leider brachte die wochenlange und nervenaufreibende Debatte über ein neues Interim für die Oper nicht die fürs Zillche benötigte Planungssicherheit. Fest steht allerdings, dass die inzwischen von der Stadt beschlossene Spielstätte »Staatenhaus« für uns nicht infrage kommt. Weder die mögliche Platzkapazität für Zuschauer noch die äußerst eingeschränkten Möglichkeiten der Bühne erlauben es uns, das geplante Stück samt bereits begonnenem Bühnenbild in angemessener Weise aufzuführen. Und da wir unserem Stammpublikum wie gewohnt hohe Qualität in Sprache, Musik und Schauspiel in allen rund 30 Aufführungen bieten möchten, suchen wir weiter nach einer Alternative. Glücklicherweise verfügt der KMGV mit der Probebühne in Hürth noch zwei Jahre lang zumindest über eine Übungsstätte. In weiser Voraussicht waren die Räumlichkeiten vor Beginn der Opernsanierung nicht für drei, sondern für fünf Jahre angemietet worden. Und so beginnen in Hürth unmittelbar nach dem Jahreskonzert die Proben fürs Zillche 2016. Unabhängig davon schreiten die Planungen für den 175. Geburtstag des KMGV in 2017 immer weiter voran. Mehrere Arbeitskreise bereiten vielfältige Veranstaltungen im Jubiläumsjahr vor (siehe auch Bericht auf S. 16). Ein großes Dankeschön gilt schon heute all denen, die sich in aufopferungsvoller Weise für das Jubiläum engagieren. Ihr Gerd Schwieren Vorwort 5