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Der Burgbote 2015 (Jahrgang 95)

Ein Sänger längs den

Ein Sänger längs den Reihen ging oder: Das Wandern ist der Sänger Lust 12 Freitag, 11. September 2015, 16 Uhr, Commundo Hotel, Bad Honnef, die Mitarbeiter im Hause warten gespannt…nun treffen bald die ersten Sänger ein. Der KMGV hat sich angekündigt, denn es gilt, sich für das Jahreskonzert in der Philharmonie vorzubereiten. Um 18 Uhr sind inzwischen die meisten eingetroffen, haben ihre Zimmer bezogen und reihen sich nun am Büffett ein. Die Gespräche drehen sich, man mag es kaum glauben, nicht nur um Musik und den Gesang des Wochenendes, nein, es geht auch um die Verkehrsverhältnisse auf dem Wege zum Hotel und…gelegentlich auch um ganz andere Themen. Herr Schwieren begrüßt die Sänger, die in großer Zahl angereist sind, und dankt Dirk Pütz für die gute Organisation und Planung des WE und stimmt auf das WE ein. Nach einer zur Freude von Herrn Brauckmann etwas längeren Einsingphase mit ausgedehntem Bewegungsanteil (»Wir werden drei Tage viel sitzen, da ist die Bewegung zwischendurch und vorher sehr wichtig«) folgt die Einstimmung durch Chorleiter Bernhard Steiner. Er erwarte für die kommenden Tage eine etwas entspanntere Situation. »Wir sind«, so erläutert der Chorleiter, »diesmal in der komfortablen Situation, die wir noch nie an einem Probenwochenende hatten. Die Frage ist nicht: Werden wir es schaffen, die Lieder zu singen? Wir können uns diesmal intensiv um die wichtigen Teile kümmern. Ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen werden, die 28 Lieder auswendig zu singen.« Die intensive Probenarbeit werde das Auswendig-Lernen zusätzlich fördern. 28 Lieder sind für das Konzert vorgesehen – Die meisten werden vom Gesamtchor gesungen. Einen gewissen Anteil haben auch der Kammerchor und die fünf hierfür zusammengestellten Ensembles.

Probenwochenende Nun mag man denken, »Volkslieder, das ist ja auch keine Opernmusik, kein Wagner, kein Stravinski«, doch auch – oder gerade – hier lauert die Gefahr…Wer hier meint, sich in die Couch-Position zurücklehnen, auf Körperspannung gelegentlich verzichten zu können, weil doch das Publikum das Lied eh kennt, der irrt, so erklärte der musikalische Chef. Gerade weil Lieder bekannt sind, gerade weil eine ganz andere Bedeutung hinter den Melodien und Texten steht als bei einer Oper, muss die Konzentration mindestens nochmal so hoch sein. Für ein gewisses »Amüsemang« sorgte während der abendlichen Probe die (nicht zum ersten Male in diesem Jahr) vom Chorleiter gestellte Frage an den zweiten Bass, in dem sich 25 Mann befanden: »Wer von Ihnen singt die Oberstimme?«. Es melden sich… 3 (in Worten: drei) Sänger. Auf die Frage »Wie viele haben schon mal die Oberstimme gesungen?« melden sich dann vier oder fünf weitere. Also muss wieder festgelegt werden, wer denn die Oberstimme singt, was mittels des von Dirk Pütz zur Verfügung gestellten Smartphones photographisch festgehalten wird. Für den »Kurschütz« müssen die Mitglieder von Kammerchor und Chor 3 entlang der Reihen den langen Saal durchwandern und einander gegenüber Stellung beziehen. Die übrige Probe verläuft harmonisch, wie in solcher Umgebung zu erwarten sein sollte. Es folgt das Abendessen und danach der obligatorische Ausklang mit guten Gesprächen und Musik aus Manfred Schreiers »Quetsch«. Höhepunkt des Ausklangs ist um Mitternacht eine Gratulation: Gerd Schwieren gibt bekannt, dass Manfred Schreier, Harald Butscheid und Brice Hamet (in Reihenfolge ihrer Zugehörigkeit) ihren Geburtstag feiern! Prompt richtet sich Herr Steiner auf und die Anwesenden stimmen gemeinsam das »Hoch« an. Dieses be- 13