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Der Burgbote 2015 (Jahrgang 95)

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kommen die Drei auch am folgenden Tag noch einmal zu Ohren, schließlich habe, so begründet dies der Präsident am Samstag in der Pause, wer seinen Geburtstag auf dem Probenwochenende verbringe, auch das Anrecht darauf, die Gratulation zwei Mal zu erhalten. Der offizielle Teil des Samstags wiederum verlangt den Sängern hohe Konzentration ab: Vormittag, Nachmittag und Abend sind selbstverständlich gefüllt mit Liedern. Zuvor jedoch stellt der musikalische Chef eine neue Übung vor: Das umgekehrte Sonnensymbol wird gekippt, die Fingerspitzen drücken bei leicht gebeugten Fingern und leicht gebeugten Armen auf Brusthöhe aufeinander. Damit werde Spannung nach außen geleitet, erläutert er, und der Klang könne sich besser entwickeln. Wieder etwas gelernt. Auch im späteren Verlauf wird diese Übung wiederholt, manche Sänger setzen sie auch von sich aus ein, wenn sie merken, etwas passt noch nicht. Im Laufe des Tages wandert das eine oder andere Ensemble in einen anderen Probensaal und verfeinert die Qualität seiner Darbietung, während die Chormitglieder in den Pausen etwas Erholung im sonnendurchfluteten Grün der Anlage rund um das Hotel suchen oder auch mal entlang des Baches eine Mini-Wanderung die nähere Umgebung erkundet. Gut organisiert hat Dirk Pütz offensichtlich alles, nicht nur, dass in den Räumen die Bestuhlung und auch Getränke parat stehen, die Büffets immer reichhaltig gedeckt sind und während der nachmittäglichen Pause für Kaffee und Kuchen gesorgt ist, nein sogar die Sonne hat er überzeugt und lässt sie (meist) für beste Stimmung sorgen. Für gute Stimmung sorgt auch die Idee des Mitsängers Siegfried Oedekoven: Den Schuss im »Kurschütz« simuliert er mit Papiertüten, deren er zwei unterschiedliche Typen mitgebracht hat, was die übrigen Sängern nicht goutieren. Im Laufe des Wochenendes mussten schließlich fünf solche Tüten Ihr Leben für die Proben lassen. Die abendliche Pause fällt etwas kürzer aus, weil der Bericht ansteht, wie der Vorstand und die übrigen Akteure sich die Zeit bis zum Jubiläumsjahr und das Jubiläumsjahr selbst vorstellen. Näheres dazu an anderer Stelle in diesem Heft. Der Abend gestaltet sich wieder gesellig, wie man es von gemeinsamen Abenden des KMGV kennt. Gefördert wird dies diesmal zusätzlich durch das Fässchen im Kleide einer Zapfanlage, das die drei Geburtstagsherren gemeinsam gespendet haben. Der Sonntag setzt sich mit den üblichen Proben fort und in den Gesichtern der Herren Steiner und Brauckman ist abzulesen, dass die beiden Herren zuversichtlich in Richtung des Endspurts zum Konzert blicken. Sogar das noch am Samstag erstmals einstudierte Lied klingt recht gut – wen wundert’s, wenn doch die meisten Kölner sind und »Och, wat wor dat früher schön« diesen bereits in der Wiege gesungen wurde. AV Probenwochenende 15

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