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Der Burgbote 2015 (Jahrgang 95)

6 Janz schön jeheim –

6 Janz schön jeheim – und janz schön anstrengend Offen gesagt, in diesem Jahr beneidet wohl niemand unsere Leitungsgremien – hier vor allem unseren Präsidenten Gerd-Kurt Schwieren und unseren Vizepräsidenten Meinolf Rickert, daneben aber auch den Baas der Cäcilia Wolkenburg Manfred Kölzer und seinen ganzen Ausschuss – um die Aufgabe, das Divertissementchen 2016 in sicheres Fahrwasser zu bringen. Was mit der Katstrophenmeldung über die Verschiebung der Eröffnung des Opernhauses begann, entwickelte sich zu einem Nervenkrieg um die Suche nach einer geeigneten Spielstätte. »Und man darf sich keinen Illusionen hingeben. Mit der Entscheidung für das »Weiße Zelt« am Barmer Platz sind die Aufgaben nicht kleiner geworden«, sagt Gerd-Kurt Schwieren und bittet alle Freunde des Kölner Männer-Gesang-Vereins in diesem Jahr um ihr besonderes Engagement für das Zillche. Denn mit dem Ringen um eine geeignete Spielstätte ist eben auch verbunden, dass der Kölner Männer-Gesang-Verein in diesem Jahr ein noch höheres Risiko trägt, als in den vergangenen Jahren. »Bisher war es ja so, dass die Cäcilia Wolkenburg von jeder verkauften Karte einen prozentualen Anteil an die Oper Köln abgeführt hat. In diesem Jahr können wir zwar die Einnahmen in vollem Umfang für uns verbuchen, müssen aber für das »Weiße Zelt« einen festen Mietpreis entrichten. Also liegen nun alle Chancen – aber eben auch alle Risiken in vollem Umfang bei uns«, führt Vizepräsident Meinolf Rickert aus und bittet alle Fans der

Zillche 2016 Cäcilia Wolkenburg in diesem Jahr in besonderer Weise für einen Besuch beim Zillche zu werben. »Wir haben uns ja bewusst für eine Spielstätte mit einer höheren Besucherkapazität entschieden. Nun müssen wir auch gemeinsam dafür sorgen, dass möglichst alle Karten verkauft werden.« Dabei ist es Präsident Gerd-Kurt Schwieren besonders wichtig, noch einmal die Nähe zum Leitungsteam der Oper Köln zu betonen. »Unsere Entscheidung gegen Aufführungen des Divertissementchen 2016 im Staatenhaus hatte rein monetäre Hintergründe. Mit den Zuschauerkapazitäten im Staatenhaus und den Anforderungen, vor die uns unser diesjähriges Zillche stellt, hätten wir mit jeder Aufführung Geld verloren – und dass wir das als Vereinsvorstand nicht verantworten können, konnten wir in unseren Gesprächen mit der Opern-Intendanz schnell verdeutlichen. Wie sich die Situation aber angesichts des länger währenden Interims entwickeln wird, müssen wir nun gemeinsam mit der Leitung der Oper Köln besprechen. Aber zunächst steht die Spielzeit 2016 im Weißen Zelt auf dem Barmer Platz an. »Das ganze Ensemble freut sich riesig, dass wir spielen dürfen«, sagt Baas Manfred Kölzer und spricht damit allen Cäcilianern aus dem Herzen. »Wir wissen, dass die Spielzeit mit ihren knappen Terminvorgaben – Karneval liegt ja in diesem Jahr sehr früh – noch so manche Herausforderung mit sich bringen wird. Schließlich kennen wir die Bühne noch gar nicht und werden sicher ein wenig Eingewöhnungszeit nach Neujahr brauchen. Aber zur Premiere wird alles prima laufen, da bin ich mir sicher.« 7