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Der Burgbote 2015 (Jahrgang 95)

8 Grund zum Optimismus

8 Grund zum Optimismus gibt auch der Probenverlauf. Nach der Phase der Unsicherheit sind alle Mitspieler sehr engagiert und Regisseur Kalle Kubik kann sagen: »Wir sind im Zeitplan. Sowohl die szenischen, als auch die musikalischen Proben laufen sehr gut. Die Zuschauer dürfen sich auf ein tolles Zillche 2016 freuen.« Aber vor dem Genuss steht noch ein Berg von Arbeit. »Um die Weihnachtstage herum wird zusätzlich zum Zuschauerzelt noch ein Backstage-Zelt auf dem Barmer Platz für uns errichtet«, erläutert Cäcilia-Baas Manfred Kölzer. »Und in dieses Zelt muss unser ganzes Ensemble dann einziehen – mitsamt allen Kostümen, ausreichend Platz für das Orchester, den Plätzen für die Maskenbildner, genügend Platz für An- und Umkleide. Und auch Aspekte wie die Pflege der Kostüme, die ja bei 24 Aufführungen ganz schön beansprucht werden, müssen bedacht werden. Insgesamt gibt es also eine Fülle an Details, die man an einer neuen Spielstätte klären muss – aber pünktlich zur Premiere wird alles an seinem Platz sein.« Thematisch ist das diesjährige Divertisse- mentchen in der Gegenwart angesiedelt und greift das Thema Spionage, Geheimdienste und Lausch-Angriffe auf. »Dabei nehmen wir das Thema natürlich nicht bierernst«, stellt Autor Kalle Kubik den Bezug zur Zillche-Tradition her. »Im Gegenteil. Wir verzerren das Thema an mancher Stelle fast ins Absurde – aber da geben uns die Vorlagen im realen Leben ja auch die besten Ideen.« Musikalisch ist der Bezug zu unserer heutigen Zeit stark ausgeprägt. Aber auch die Fans der Anspielungen an klassische Stücke kommen natürlich auf ihre Kosten. Von Beethoven bis zu den Beach Boys reicht das Spektrum, aus dem sich die Cäcilia in diesem Jahr mit großem Chor und fantasievollen Ensembles bedient. Abschließend noch einmal die Bitte des gesamten Ensembles: »Wir haben uns intensiv auf unser Spiel vorbereitet, wir haben allen Widrigkeiten zum Trotz – die nicht von uns verschuldet waren – den Mut zur Spielzeit 2016 nicht nehmen lassen. Jetzt brauchen wir die Unterstützung unserer Fans, um gemeinsam ein tolles Stück zu erleben.« AH

Besuch beim Weihnachtsengel Tommy »Als die vun der Oper dat Zelt he jesinn han, wollte die met uns dusche!« – So begann Jürgen Fritz die Begrüßung der 1300 Gäste im Weißen Zelt. Manch einer der Gäste aus den Reihen des KMGV war mit den Ohren vielleicht noch nicht ganz in die kölsche Sprache eingestiegen und frug sich: »Dusche? Wer will hier duschen? Mit Tommy und Konsorten?« Nein, werter Zuhörer, das ist das Wort für »Tauschen«. Schon war Jürgen Fritz mitten im Thema und nahm ironisch, sarkastisch die Stadt und ihre Probleme rund um die Oper auf die Schippe. Dieses Thema ist dem KMGV mehr als geläufig und ebenso wie der KMGV war auch das Team rund um Tommy Engel lange auf der Suche nach einer Lösung, bevor es sich für dieses Zelt mit der fußläufigen Anbindung an Stadt- und S-Bahn entschied. »Und wenn mir he fädich sin, dann kütt he der Kölner Männer-Gesang-Verein met dem Divertissementchen eren.« Großer Applaus, mit Bravo-Rufen aus den Reihen hinten links im Zelt (aus Sicht der Zuschauer), begleitet von irritierten Blicken des übrigen Zeltes. Was war hier los? Für ein erstes Kennenlernen des Weißen Zeltes am Barmer Platz und gewissermaßen als Entspannung nach dem langen Hin und Her, ob und wo denn das Zillchen letztendlich gespielt werden soll hatte der Verein die Mitglieder inklusive einer Begleitperson am 10.12.2015 eingeladen. Nein, die Probe war an diesem beim Weihnachtsengel 9Besuch