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Der Burgbote 2015 (Jahrgang 95)

THOMAS GUTHOFF: Von der

THOMAS GUTHOFF: Von der Blockflöte zum Zillche-Arrangeur – der musikalische Geist des Divertissementchens ist ein Vollblutmusiker

Mit 6 Jahren lernte er Blockflöte, mit 11 bekam er Klavierunterricht und mit 16 gründete er seine erste Band. Er stand mit Ireen Sheer, Chris Roberts, Roberto Blanco, Roy Black und Udo Jürgens auf der Bühne. Und seit 14 Jahren arbeitet er für die Cäcilia Wolkenburg. Thomas Guthoff wollte schon immer Musik machen. Burgbote: Wo liegen Deine musikalischen Wurzeln? Thomas Guthoff: Ich kam am 10. September 1961 in Essen in einem einfachen und nicht besonders musikalischen Umfeld zur Welt. Niemand in unserer Familie spielte ein Instrument oder sang gerne. Aber vielleicht bestanden meine Eltern deshalb darauf, dass ich schon früh die Musikschule besuchte und Blockflöten-Unterricht erhielt. Später kam Klavierunterricht hinzu. Warst Du ein musikalisches Talent und besonders eifrig bei der Sache? Nein, für mich war das damals ganz normal, viele Eltern schickten ihre Kinder in die Musikschule. Das machte man eben so. Mit der Pubertät kamen auch bei mir die üblichen Einbrüche, ich hatte plötzlich keine Lust mehr zum Üben. Aber meine Mutter war da hartnäckig. Sie unterstützte mich wo es nur ging. Eine wunderbare Förderin war auch die Leiterin der Folkwang Musikschule in Essen, die eine Engelsgeduld mit mir hatte. Und wann kam der Durchbruch? Mit 16 hatte ich mich dann gefangen. Und in diesem Alter prägte sich auch mein Berufswunsch aus. Ich wusste auf einmal, dass ich mein ganzes Leben lang Musik machen wollte. Ich absolvierte eine studienvorbereitende Ausbildung an der Musikschule und besuchte eine Klasse für begabtere Schüler. Ich hatte erstmals Kontakt mit Musiktheorie. Mit 16 gründete ich auch meine erste Band, die El Mundis. Was machte Dir mehr Spaß – klassische oder moderne Musik? Schon damals spielte ich sowohl klassische als auch Unterhaltungsmusik parallel sehr gern. Für die Klassik war eher die Musikschule da und für Tanzmusik die Band. Wir hatten viele Auftritte, spielten fast jedes Wochenende. Ich konnte ab 16 mit der Musik meinen eigenen Lebensunterhalt bestreiten. Und die Tanzmusik hast Du auch an der Musikschule gelernt? Leider war das nicht möglich. Ich hätte das toll gefunden, aber solche Angebote gab es damals nicht. Ich hatte nie einen Lehrer, der mir Jazz oder Unterhaltungsmusik beigebracht hat, das habe ich alles autodidaktisch erlernt. Du verdienst also seit Deinem 16. Lebensjahr Dein Geld mit Tanzmusik? Nicht nur, denn mit 17 begann ich auf Anraten der Leiterin der Musikschule ein Kirchenmusikstudium. Ich lernte Orgelspielen und Chordirigieren und legte nach zwei Jahren das C-Examen ab. In dieser Zeit spielte ich viele Messen in Kirchen. Personen und Persönliches 21