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Der Burgbote 2015 (Jahrgang 95)

Aus dem Archiv des KMGV

Aus dem Archiv des KMGV Am 10. September 1961 kam in Essen der auf Seite 20 porträtierte Thomas Guthoff zur Welt. Der Burgbote hat in seinem Archiv geblättert und aus diesem Jahr folgendes zutage gefördert: KMGV-Archiv 52 Vom 20. bis zum 28. April 1961 war der KMGV zu einer Sängerfahrt in Holland unterwegs. Gemeinsam mit verschiedenen niederländischen Chören wurden insgesamt acht Auftritte in mehreren Städten absolviert. Die Reise stand unter der Schirmherrschaft des deutschen Botschafters in den Niederlanden und sollte »einer allseits gewünschten Neuanknüpfung mancher durch den Krieg zerrissenen Bande« dienen. Am 17. Juli 1961 besucht der damalige Bundespräsident Heinrich Lübke den KMGV. Er wurde mit Volksliedern und einem deftigen kölschen Frühstück empfangen. Das Divertissementchen hieß in diesem Jahr »D’r Zeppelin kütt«. Geschrieben hatte das Stück Klaus Rohr, die Musik stammte aus der Feder von Oswald Gilles. Oswald Gilles – Dirigent des KMGV von 1958 bis 1964. Der Vereinspräsident hieß 1961 Hermann Pünder, nach dem Krieg Oberbürgermeister von Köln. In seine Zeit an der Spitze des KMGV (1949-1963) machte er sich besonders um den Wiederaufbau des Chores verdient. Er organisierte Auslandsreisen und stand für den Erwerb der Klosterruine am Mauritiussteinweg und deren Aufbau zum heutigen Vereinshaus – der Wolkenburg. UR Denkmal des Dichters Wolfgang Müller

O-Töne Steiner So fest kann man den Schuh gar nicht binden, dass Ihr Gesang einem den nicht auszieht »Dich ruf ich an« ist nicht die Melodie von »Kein Schwein ruft mich an« Bitte kontrolliert singen und nicht nur mit der Stimme wackeln Singen Sie doch bitte so, dass ich nicht den Eindruck bekomme, Sie hätten Schmerzen Das ist ein Druckfehler, aber Sie haben das sehr gut falsch gesungen Sie singen locker zwei Takte weiter ohne was zu merken, weil Sie nicht hinschauen O-Töne Steiner Manche von Ihnen müssen multibegabt sein, dass sie während des Singens noch dazwischen quatschen können 53 Für Sie gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie singen besser – oder wir müssen das Klavier umstimmen Das wichtigste beim gemeinsamen Singen ist: Nur nicht nachgeben – der da vorne ist doch selber schuld, wenn er nicht merkt, dass er falsch dirigiert In 100 Jahren haben sicherlich alle einen Tablet-Computer, der den Einsatz mit einem Blinklicht anzeigt. Aber bis dahin müssen Sie zu mir schauen Nicht singen lassen, sondern selber singen Dominus deus – nicht Dominas. Das ist etwas ganz anderes Es gibt doch tatsächlich Sänger, die meinen, nur weil sie ein Orchester gemietet haben, müsste dieses so spielen, wie sie singen..." Beim Anstimmen eines Tones: Ja, wir sind schon in der Ge-