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Der Burgbote 2015 (Jahrgang 95)

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Carl-Loewe-Musiktage mit Kammerchor Kammerchor in Unkel Im Rahmen der 21. Carl-Loewe-Musiktage trat der Kammerchor des Kölner Männer- Gesang-Vereins am 20. Juli 2015 in rheinlandpfälzischen Unkel auf. Aber wer war eigentlich Carl Loewe? Carl Loewe wurde 1769 in Löbejün (Sachsen-Anhalt) als 12. Kind eines Kantors geboren. So war es nicht verwunderlich, dass er früh zum Studium der Bibel und des Gesangbuchs gedrängt wurde. Er sang in verschieden Chören bis er sich schließlich in Halle musikalisch ausbilden ließ. Er verwaltete die Organistenstelle der Marktkirche und die Direktion der Kirchenmusiken, zudem gab er Privatstunden. 1817 nahm Loewe ein Theologiestudium an der Universität Halle auf. 1820 wurde er Organist an der Stettiner Jakobikirche und gleichzeitig auch Lehrer an Gymnasium und Lehrerseminar sowie städtischer Musikdirektor. Anfang der 1820-er Jahre entstanden bereits erste bedeutende Werke, so u.a. die Balladen »Erlkönig«, »Edward« und »Herr Oluf«, die »Abendphantasie für Pianoforte« und das »Große Trio für Klavier, Violine und Violoncello«. Unter Loewe fanden zahlreiche Konzerte mit Aufführungen klassischer und zeitgenössischer, fremder und eigener Werke statt. Besonderen Wert legte der Komponist auf Musikerziehung - aus seiner Hand stammen eine Gesangslehre für Gymnasien und eine Klavier- und Generalbass-Schule. Reisen führten Loewe nach Berlin, Mainz, Wien und auch nach London, wo er seine Balladen vor der königlichen Familie sang. Ein besonders enges Verhältnis pflegte Loewe mit dem König von Preußen, von dem er zuweilen in das Schloss nach Potsdam befohlen wurde. In Anerkennung seiner Leistungen und Verdienste wurde Loewe 1832 der Ehrendoktor der Universität Greifswald verliehen, 1837 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Königlichen Akademie der Künste ernannt. 27

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