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Der Burgbote 1982 (Jahrgang 62)

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glied und Alt-Bundeskanzler Dr. Konrad Ade nauer, der die Schirmherrschaft übernommen hatte. Der KMGV sagte seinen Festball und das Festkonzert ab. Das Konzert wurde im Herbst nachgehoit, die schon vorbereiteten Seiten im Gästebuch biieben leer. Außer Max Bruch, dem gebürtigen Kölner, lie ßen auch andere berühmte Komponisten gern ihre Werke vom KMGV aufführen. Ganz be geistert soli Hans Pfitzner gewesen sein, als er am 13. März 1921 seinen Namenszug ins „Goldene Buch" setzte. Richard Strauss si gnierte gieich zweimal. Am 23. November 1924 zum ersten Mal. Er widmete dem KMGV und seinem damaligen Dirigenten Eugen Papst Kompositionen. Zwölf Jahre später, am 5. April 1936, bedankte er sich für die Urauf führung seiner Chorwerke „Traumlicht", „Vor den Türen" und „Im Maien". Große Sänger verewigten sich im Buch des Kölner Vereins. Etwa 1927 Laurenz Melchior, einer der berühmtesten Wagner-Tenöre sei ner Zeit, oder Karl Erb 1928, ein lyrischer Te nor. Er war häufig Solist in KMGV-Konzerten. Bei einem Konzert 1937 in Paris wirkte Hein rich Schlusnus mit, ein großer Liedinterpret mit einem herrlichen Bariton. Große Sänger gingen auch aus dem Chor hervor, etwa Mathieu Ahlersmeyer, ein berühmter Bariton auf allen europäischen Bühnen. Am 7. Februar 1957 setzte der Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Frings seinen Namen neben das erzbischöfiiche Wappen und fügte hinzu: „Ehrenmitglied des KMGV". Es warder Tag nach seinem 70. Geburtstag, als ihm der Chor gratulierte. Und zum Einweihungsfest der neuen Wolkenburg, dem Domizil des KMGV, am 29. Dezember 1960, reimte der Kirchenfürst sogar in einem Telegramm, das auch im Gästebuch wiedergegeben wird: „Dem KMGV zum neuen Bau / wünscht Köl ner Frohsinn / nebst guten Tenören / und hohe Kunst ob allen Chören / und Gottes Segen allzumal / der Kölner Bischof und Kardinal." Jiimdespräsidmt Dr. h.c. Keinrick Lütke t^ehri den Xölner-v''&dnr!8r-Sesaiig-Veretti seinem Besuch in. unserem neuen "Hfim- ..'Haüi. ZOTolketiburg" fCötn, iKr) 17. 3uG 1961 Ehrenmitglied Konrad Adenauer ist gleich mehrfach vertreten. 1953 brachte ihm der Chor eine Serenade vor dem Kanzleramt. 1964 besuchte er zum ersten Mal die Wolken burg. Der Ait-Bundeskanzier war gerade von einer Reise zu seinem Freund de Gaulle zu rückgekehrt, wo er politischen „Knies" zwi schen dem französischen Präsidenten und Adenauer-Nachfolger Professor Erhard im Kanzleramt ausbügelte. Bei der Gelegenheit monierte er auch den zu engen Saal in der Wolkenburg. Als man dem „Alten" mitteilte, die Stadtkonservatorin, seine Nichte Hanna, habe dies so gewollt, schwieg er - wohl aus Familienrücksichten. Zum 90. Geburtstag sang der KMGV wieder für den Ait-Kanzler. Diesmal am 4. Januar 1966 in der Bonner Beethovenhalie. Er war nicht der einzige prominente deutsche Politiker, der sich eintrug. Am 17. Juli 1961 be suchte Bundespräsident Heinrich Lübke die Wolkenburg. Ein farbiges Blatt im Gästebuch erinnert daran. Unterschriften von Prominenten aus drei Erd teilen erinnern an die zahlreichen Konzert tourneen: Reisen nach Wien und London, nach Finnland und Luxemburg, in die Nieder-