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Der Burgbote 1982 (Jahrgang 62)

Unsere Freundschaft

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113 rigen Dirigenten der Dresdener Liedertafel Ri chard Wagner unter seinem von uns sehr ge schätzten Dirigenten Bernhard Lang einen kaum überbietbaren Beweis seines enormen Könnens lieferte. Leider fehlten dem Programm wieder einmal die Texte. Zu dem Gespräch der Jünger Christi, in drei a- cappella-Chöre aufgeteilt, mit den Aposteln treten plötzlich und von Instrumenten begleitet (Städtisches Orchester) tröstende „Stimmen aus der Höhe". Die von Wagner gedichtete Handlung inspirierte ihn zu einer schweren Gesangspartitur, in der eine weitgespannte Chorpolyphonie sich schon ausdrucksvoller Chromatik bedient und aus stillen Partien ge waltige Höhepunkte herauswachsen. Die Köl ner, von Lang ohne Partitur geleitet, vermittel ten damit ein Glanzstück ihrer Kunst. Daß Lang das Wunder des „Lohengrin"-Vorspiels voraufgehen ließ, dem man in Konzerten sonst nie begegnet, sei ihm besonders ge dankt. Im zweiten Programmteil produzierten sich die Wupperhofer selbst unter dem tempera mentvollen Musikanten Hans Lohberg. Zandonais „Je Deum", orgelbegleitet (Wolfgang Mertens), erlebte gewaltige Steigerungen. Die „Fidelio"-Ouvertüre bereitete auf den nun schon oft bewährten Gefangenen-Chor vor. Schuberts „Gesang der Geister über den Wassern" wurde mit der Begleitung tiefer Streicher ergreifend schön gestaltet, ein Bei trag zum Goethe-Jahr wie Brahms' Alt-Rhap sodie, in der Andrea Andonians Alt unpräten tiös künstlerisch hervortrat. Daß Beethovens „Die Himmel rühmen" zum Schluß wiederholt werden mußte, war der beste Beweis für die hohe Qualität dieses würdigen Konzertes. Dr. Werner Müller Silbergroschen als Ehrenrettung Sehr geehrter Herr Henke, seit vielen Jahren lese ich mit Vergnügen den „Burgboten", erinnert er mich doch lebhaft an die Zeit, da ich in der Kölnischen Rundschau manches über den KMGV und die Cäcilia Wolkenburg berichten durfte. Die jüngsten Enthüllungen im März-Heft ließen mir jedoch schier den Atem stek ken. Sollten die würdigen Barden des Jah res 1845 tatsächlich die Bilanzen gefälscht haben? Ein bisher nicht aufgedeckter Fi nanzskandal im hillige Kölle? Betrügerei en in einem Verein, der sich auf seine Fah ne geschrieben hat: „Durch das Schöne stets das Gute"? Als ich noch nach Luft rang und die schlimmsten Bilder vor mei nem geistigen Auge standen, fiel bei mir endlich der „Silbergroschen". Der hatte nämlich 1845 noch den Wert von 12 Pfen nigen, und 30 Groschen gingen auf einen Taler. Fieberhaft rechnete ich die Bilanz noch einmal durch - und die Ehre der sin genden Ahnen war gerettet. Denn fürwahr: die Kasse stimmt. Das Gefühl meiner Erleichterung, sehr ge ehrter Herr Henke, vermag ich nicht in Worte zu fassen. Mein Wunsch denn in dieser glücklichen Stunde: daß die Kasse des hochwohllöblichen KMGV auch fürderhin stets stimmen möge. So bin ich also mit den besten Grüßen - auch an meine noch lebenden Freunde im KMGV- ^ Gunter Bendig Deutschlandfunk