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Der Burgbote 1982 (Jahrgang 62)

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35 Frauen in Nachthemden und Häubchen die Häuser verlassen, unterstützt von Sufragetten, die mit Schildern wie „Ehr künnt uns all" nach dem River-Kwai-Marsch aufmarschie ren, wenn Nicolaus um seine Anna kämpft - spätestens dann springt das szenische Kolorit von Wagners „Meistersingern" in die Augen. Ferdinand, der wider Willen den Motor in Gang bringt, erinnert an Beckmesser, der Oberbürgermeister von Köln, würdevoll dar gestellt von Hermann Hackstein, an Hans Sachs. Friedrich Sitt, der Autor des Libretto, hat eine vorzügliche Vorlage für ein Divertissement chen geschaffen. Beteiligt am Gesamterfolg sind Christoph Klövers, der in seinem Arran gement die ganze Musikwelt abklopft, Büh nenbildner Heribert Oedingen, der Choreo graph Peter Schnitzler, dessen Männer-Bal lett wieder Jubel auslöst, und schließlich - last but not least - Regisseur Josef Meinertzhagen. Ideenreich hält er das Ganze famos zu sammen. Begeisterung entfachten Albert Kreutz als Ot to, Horst-Walter Münchrath als Schlossermei ster Zons, Winfried Retz und Drage Sauperl als Gastarbeitersänger und Willi Burgwinkels Nachtwächter. Überhört wurde nicht der zierli che Sopran des Wilhelm Schmidt als allerlieb ste Anna. Das köstliche Einbrecherpaar wur de von Josef Loew (Saufen kann der) und Günter Rogendorf gestellt... Traurig, aber alle Mitwirkenden können nicht genannt wer den. Ein Gesamtlob also. Im Dialogteil ragten heraus: Helmut Schadwill (Fabrikant Langen), Gerhard Cieslewicz (Poli zist), Karl Heinz Sieber (Fabrikant Gossi) und Bernhard Trompertz (als Annas Mutter). Zum Besten eines Divertissementchens ge hört selbstverständlich der Auftritt des Kölner Männer-Gesang-Vereins. Ob er nun „Der Lenz ist da" oder Ostermanns „Heimweh nach Köln" singt, es ist immer ein künstleri scher Genuß. Beifall ohne Grenzen. Wilhelm Ungar Kölner Stadtanzeiger vom 26.1.1982 Zillchen verlieh Preise an Autoren Liebhaber des „Zillchen", das alljährlich mit dem „Divertissementchen" auf der Opern bühne rund 25 000 Zuschauer erfreut, können erwartungsfroh in die Zukunft blicken. Der hochdotierte Wettbewerb, den „Cäcilia Wol kenburg", die Bühnenspielgemeinschaft des Kölner Männer-Gesang-Vereins, im vorigen Jahr ausgeschrieben hatte, wurde erfolgreich abgeschlossen. Am Donnerstagabend wur den vier - statt wie geplant: drei - Gewinner in der Wolkenburg bekanntgegeben. Das beste der ingesamt 22 eingereichten Stücke stammte von einer alten Bekannten: Gerti Runkel. Mit „Mimi, oder: En ieskal Hämsche" griff die schon mit mehreren Stücken er folgreiche Autorin - „En Summernaach am Rhing" (1981), „Kölle ming Kölle" (1980) und „De Globetrotter" (1978) - auf die beliebte Form der Opernparodie zurück, zu der Puccinis „La Boheme" das Vorbild abgab. Vermutlich wird dieses Stück das Divertisse mentchen des Jahres 1983. Horst Massau, Präsident des KGMV, und Walter Schmitt, Baas des „Zillchen", ließen ihre Sympathie zwar schon durchblicken, doch die Entschei dung liegt nicht allein bei ihnen. Der zweite Preis ging an Gaby Amm für „Et Wunderkind". Damit konnte die Autorin, von der bisher noch kein Divertissementchen zu sehen war, sich auf Anhieb für später bestens plazieren. Als „Zillchen"-Autor bekannt ist demgegenüber Hans Brodesser („Et Carmen

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