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Der Burgbote 1982 (Jahrgang 62)

Unsere Freundschaft

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_ 65 hatte anbringen und erleben können. Die mei sten meiner Leser kennen diesen Zustand aus eigenem Erleben als direkt oder indirekt Be troffene. Mahnungen oder indigniertes Kopf schütteln in Richtung Großeltern scheinen ausgesprochen weitverbreitet zu sein. So ist mir der erste Schultag meines letztgeborenen Enkelkindes in lebhafter Erinnerung. In Begleitung der Eltern, und mit einer volumi nösen Schultüte bewaffnet, startete das kleine Männlein in einen neuen Lebensabschnitt. Als wir nach einigen Tagen vorsichtig nachfrag ten, in welchen Fächern er denn unterrichtet werde, kam wie aus der Pistole geschossen die Antwort: „Deutsch, Religion, Turnen und Mathe!" Wir erschraken zutiefst; denn in unse rer Zeit hatten wir einfach mit „Rechnen" an gefangen. Und nun sowas! So umarmten wir still und bedrückt unseren kleinen Namensträger, dachten an die vielen mathematischen Formeln und Regeln, an Mengenlehre, Zahlbereiche, Zinsrechnung, algebraische Umformungen und Strukturen bis hin zur analytischen Geometrie. Da ich in diesen Bereichen nie eine strahlende Leuchte der Wissenschaft gewesen war, sah ich schon bald den Zeitpunkt nahen, eingestehen zu müsen, bei Schulaufgaben als Helfender völ lig ungeeignet zu sein. Insgeheim pflichtete ich den vielen Eltern bei, die da meinten, die heutige Jugend sei einem jede Lebensfreude abtötenden Streß ausgesetzt. Sie werden nun wissen wollen, aus welchem Grunde ich Ihnen dies in epischer Breite schil dere. Nun — ich hatte wiederholt darüber be richtet, daß ein wesentlicher und unprodukti ver Teil unserer Tätigkeit als Archivare darin besteht, die vielen handschriftlichen in deut scher Schluderschrift festgehaltenen Vorgän ge zu entziffern, damit sich die Spreu vom Weizen sondere und nichts der Nachwelt ver loren gehe. Dabei fiel mir vor einiger Zeit schon der Jahresabschluß von 1845 in die Hände. Auf den ersten Blick erkannte ich, daß die Additionen so nicht stimmen konnten. Nun begann ein fieberhaftes Suchen, das mit der bedrückenden Feststellung endete, daß alle Abrechnungen und Bilanzen über einen Zeit raum von etwa 28 Jahren ähnliche „Rechen fehler" enthalten. Ein Beispiel von vielen möge Sie überzeugen: Abschluß 1845 Taler Silbergroschen Pfennige Einnahmen 1362 _ Ausgaben 1107 10 5 Bleibt Bestand 254 19 7 Verwendung des Überschuß a) an Dombaufond 84 26 6 b) an Taubstummeninstitut 84 26 6 c) an arme Schulen 84 26 7 254 19 7