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Der Burgbote 1982 (Jahrgang 62)

Unsere Freundschaft

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89 war. Auch kamen Bemühungen, den Altkatho liken eine Mitbenutzung der Kirche St. Gereon und St. Maria in der Schnurgasse zu gestat ten, wegen des Widerstandes der jeweiligen Kirchenvorstände nicht zum Zuge. Die zum Beispiel im Falle der Minoritenkirche von der Stadt Köln angestrengte Klage auf Aufhebung der vertraglich festgelegten einseitigen Nut zung oder Anerkennung der Altkatholiken ais Katholiken im Sinne der vertraglichen Formu lierung wurde schließlich nach einem Gang durch alle Instanzen 1881 vom Reichsgericht abgewiesen. So lange aber konnte und wollte die Stadt Köln mit einer Zwischenentscheidung über einen Kirchenraum für die Altkatholiken nicht war ten, zumal in dem damaligen Antrag an den Oberbürgermeister ausdrücklich auf die Zweckentfremdung der Rathauskapelle hin gewiesen worden war, und die Vorbereitun gen für das am 4. Juli 1875 endlich erlassene Altkatholikengesetz allerorts erkennen ließen, daß die Parteien des preußischen Landtages eine Gleichstellung dieser Glaubensgemein schaft mit den anderen christlichen Religionen begünstigten. Nachdem also die Stadt alle nur erdenklichen Projekte vergeblich untersucht hatte, blieb als Letztes nur noch die Rathauskapelle für eine den KMGV benachteiligende Entscheidung übrig. Und da den letzten bekanntlich immer die Hunde beißen, kam es am 2. Februar 1872 ganz unverhofft zur Aufkündigung des Miet verhältnisses. In einer außerordentlichen Generalversamm lung - so wird es fälschlicherweise beschrie ben - habe man den Gedanken, zum Bau ei nes Vereinsheimes Grundeigentum zu erwer ben, mit heller Begeisterung aufgegriffen. Aber schon die übernächste Zusammenkunft der Sänger zeigte den wahren Standort des Vereins. Alle Bemühungen des Vorstandes, wenigstens für eine Übergangszeit ein pas sendes Vereinshaus anzumieten, scheiterten an allzu ausschweifenden Mietforderungen. Präsident Albert Heimann umriß kurz und bün dig die Zwangslage. Man habe jetzt nur noch die Alternative, entweder den Verein aufzulö sen oder sofort ein Grundstück anzukaufen, und unverzüglich mit dem Bau eines Heimes zu beginnen. Wenn der Verein sich jedoch für die Errichtung eines Vereinsheimes entscheide, könne der Vorstand die Last einer Verantwortung nicht tragen, wenn zum Beispiei bei der Abstim mung über dies Projekt - und zum ersten Mal erscheint der Name der Wolkenburg in den Protokollen - nicht einmal die Hälfte der Sän ger anwesend sei. Das bedeute ein charakte ristisches Streiflicht für eine Teilnahmlosigkeit an den ureigensten Lebensinteressen des KMGV. Auch das Scheidelied - Mendelsohn's „Fro her Wandersmann", das der Verein am 2. Mai 1872 in der Rathauskapelle sang, täuscht über die wahre Stimmung der Vereinsmitglie der hinweg. Drei Tage später erhält der Vorstand ein Schreiben der Stadt Köln, wonach dem Verein der Stimmsaal des Gürzenich an zwei Tagen in der Woche mietfrei überlassen werden soll. Die Stadt behält sich jedoch vor, Termine zu widerrufen, falls dies geboten erscheine. Nun galt es, die Mobilien unterzubringen. Der Broadwood'sche Flügel - uns noch aus meinem Beitrag: - Flügelkämpfe - in Erinnerung -, ein Harmonium, Tische, ein Dirigentenpult, Gardi nen, Bilder übernahm J. Düssel. Eine Büste und ein Ölbild Webers gehen in dessen Wohnung. Der Übungsflügel, die No ten und einige Mobilien kommen in den Stimmsaal des Gürzenich, teils jedoch auf dessen Speicher. Die Bibliothek und die Archi valien übernimmt die Philharmonische Gesell schaft und der Vereinsarchivar. Das große Po dium wird bei dem Zimmermeister C. Th. Schmitz eingelagert. Schließlich gehen Sie gel, Trophäen, Ehrengeschenke und Vereins fahne in die Obhut Peter Köllen's.

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