Aufrufe
vor 6 Monaten

Der Burgbote 1985 (Jahrgang 65)

170 mga^F Es gibt

170 mga^F Es gibt Dtiicksachen die kommen zwar beliri Empfänger an^^^.aber kommen Sie aucb mit dem ricbtigen# Druck an? Kommen Sie zu uns m. dann kommen Sie an Drucksacben®&. die wirkiicb ankommen. ihr Onjckprobiem ist unsere Sachei Graphischer Betrieb Otto Ritterbach GmbH 5020 Frechen 1 Rudolf-Diesel-Str. 10-12 Tel. (02234)57001-05

Aus dem Archiv ...so war es damals Aus den mit Akribie geführ ten Protokollen über das Ver einsieben sind im folgenden nur die wiedergegeben, die sich mit dem Erlangen der Cooperationsrechte und der Übernahme des Protektorates durch den König Flriedrich Wilhelm IV be fassen. Siehe hierzu Satzung des KMGV § 1: Der KMGV ist durch Königliche Kabinettsor der als „Kunstanstalt" Rechts person geworden. Z8. Januar 1856 Bei meiner (gemeint ist der Präsident, Oberlehrer J. EVack) zufälligen Anwesenheit in Ber lin hielt ich es für angemessen, Herrn Geheimrat Klein zu besu chen, und mich über die Annah me des Protektorates von Sei ten Sr. Majestät zu erkundigen. Derselbe theilte mit, daß der König ganz geneigt zur Annah me sei, aber noch anstehe sich zu entschließen, weil der Verein noch nicht die Cooperationsrechte besitze. Da nichts gege ben werde, wenn nicht darum gebeten werde, so möchte der Verein diese zunächst auf dem gewöhnlichen Wege, durch die Regierung in Cöln nachsuchen. Zugleich sagte er seine Unter stützung (in) dieser Angelegen heit zu. 29. Januar Ich (Herr Vack) besuchte Ge neral-Direktor Lenne in Sans souci, der mich sehr herzlich mit seinem Sohn aufnahm und sei ne große Fteude darüber aus sprach, daß seine Landsieute ihn als Ehrenmitglied in den Verein aufgenommen, und in Aussicht stellte, den Verein in Cöln zu besuchen. Er wiederhol te nachdrücklich, daß der Ein druck des Cölner Männer-Ge sang-Vereins am 15. October 1855 in Sans-souci ein gewalti ger gewesen, daß der König nie mals so ergriffen gewesen, und daß das Begleitschreiben zur Medaille von Sr. Majestät selbst concipiert worden, daß Lenne das Concept selbst gesehen ha be. 7. Februar Vack besuchte den Regie rungspräsidenten, theilte den Auftrag von Berlin mit, und bat um Aufklärung, wie von Seiten des Vereins nun vorgegangen werden müßte, um Cooperationsrechte zu erlangen. Der Präsident sprach sich dahin aus, daß der Verein in seiner ge genwärtigen Verfassung (Sat zung) und Gestaltung nicht auf die Erreichung seiner Wünsche rechnen dürfe, daß er vielmehr die Verfassung eines Institutes sich aneignen müsse, und wies auf die Musikschule als Analo gen hin. Der Vorstand möge sich die Sache überlegen unter Hin zuziehung eines tüchtigen Juri sten die Verfassung, resp. das Statut entwerfen. Er (der RP) sei bereit, dann seine Ansichten, Zusätze, Verbesserungen hin zufügen, um die Angelegenheit zu fördern. Vack referierte dieses dem Vorstand, und es wurde be schlossen einen tüchtigen Juri sten, etwa Anwalt Beßel zu Rath zu ziehen und gab sich der Hoffnung hin, daß die rechte Form wohl gefunden werden könnte. Dann legte Herr Eisen das Ehrendiplom für Rossini zur Un terzeichnung vor (dazu ein Beg leitschreiben in französischer Sprache). 6. März Abschrift eines Briefes des Geheimen Kabinetsrathes lllaire vom 4. März 1856 Den verehriichen Männer- Gesang-Verein benachrichtige ich auf das gefällige Rückschrei ben vom 16. Nov. V. Js. ergebenst, daß des Königs Majestät die Gnade haben wollen, das Protektorat über den Verein an zunehmen, sobald demselben durch die Verleihung von Corporationsrechten ein besonderes Bestehen gesichert sein wird.... Berlin, den 4ten Maerz 1856 Der Geh. Kabinetsrath lllaire 20. März Am zoten Maerz hat Herr Vack im Auftrag des Vorstan des den Statuten-Entwurf an den Königl. Regierungspräsi denten V. Möller abgegeben, mit der ergebensten Bitte die nöthigen Aenderungen und Ergän zungen geneigtest andeuten zu wollen, damit der Vorstand demselben demnächst in einer General-Versammlung des Ver eines zur Annahme vorlegen könne und durch Sr. Hochwohlgeborenen Vermittlung und Un terstützung in den Stand ge setzt werden, den Verein einer schönen und glänzenden Zu kunft entgegen zu führen. Der Protokollant ver schweigt nicht, daß es bei Dis kussion über die Entwürfe zu erheblichen Meinungsverschie denheiten innerhalb des Vor standes kam, die so gravierend