Aufrufe
vor 7 Monaten

Der Burgbote 1985 (Jahrgang 65)

Probe mit Frau Prof.

Probe mit Frau Prof. Edith Kertesz (10.11.1985) Soiistin der Altrhapsodie: Martha Szirmay M DER KÖLNER I fÄNNER- C GESANG- S 'EREiN 1842 » ilNGT mm7. g I bertF '

Rraensionen Herbstkonzert Kölnische Rundschau 12. November 1985 ^ „Des Riesen Harfe Herbstkonzert des KMGV im Gürzenich Von J. Schwerner * Stürmisch rauschte draußen der Regen, drinnen der Beifaii. Im großen Gürzenichsaal, voll besetzt, gab der Kölner Män ner-Gesang-Verein sein Herbst konzert, dessen Ttadition ehr würdig, dessen Programm vor bildlich, dessen Qualität weg weisend ist. Dabei hatte das Zustande kommen des Konzerts wie ein loses Blatt am Baum der Gesundheit gehangen: Die vor gesehene Gesangssoiistin, in zwei der drei Werke des Abends eingesetzt, mußte absagen. Gleich zwei Solistinnen spran- *' gen ein, keineswegs zweite Wahl, wie sich rasch zeigte: In der Alt-Rhapsodie von Brahms führte Martha Szirmay mit ihrer 0 tiefVoiumigen, edlen Stimme das Werk mit dem Männerchor zu ausdrucksumfangender Wirkung - auch wenn die Dekiamationsverständiichkeit fast ganz im Klang aufging - im 90. Psalm von R-iedrich Raderma cher hatte Edith Kertesz erst wenige Stunden vor der Auf führung den Part, der überdies nicht einmal ihrer Stimmlage zugedacht war, übemommen und souverän mit Sinn durchiichtet. Insgesamt gilt für diesen Abend, was wenige Stunden vorher in den Festreden zur Ein weihung der neuen Münchner Philharmonie verlautete: Nur die Live-Aufführung kann den wahren Charakter einer großen konzertierenden Gemeinschaft widerspiegein. An die 200 Sän ger auf der Bühne, dazu ein Orchester, das sich mit FUnkund Gürzenicherfahrenen Spie lern ausweisen kann: Das ergibt einen Breitwandsound, der den sonst so kiangspröden Saal wie die Harfe eines Riesen aufrau schen läßt. Mit der Rhapsodie für eine Altstimme, Männerchor und Orchestr op. 53 von Johannes Brahms erinnnerte der Chor daran, daß der Komponist selbst an gleicher Steile diri gierte und daß Köln für viele Jahrzehnte als Enklave galt, in der Zepter und Krone zwischen Brahms und Wagner geteilt wurde. Die chorische Melodie wurde zur Stimmungsmelancholie, über lastender Schwere bahnte sich Ttost; Feierlichkeit und Würde prägten das Klangbild. Christoph Klöver, der musika lische Leiter, hat für solche Ver wirklichungen das angemes sene Gespür und den gestalteri schen Zug ins Große. Gerade dies bewährte sich auch in der Uraufführung des 90. Psalms von Flledrich Radermacher. Das chorisch und instrumental groß konturierte Werk, das den Bogen von Zeitiichkeit, zu Got tewigkeit spannt, ist für den Kölner Männer-Gesang-Verein geschrieben. Anders als bei so manchen Tintentod-Avantgarde-Kompositionen hat Radermacher er kannt, welche Möglichkeiten sich bei diesem Klangkörper 193 verwirklichen lassen: Da flutet das Hymnische vorbei, daß man an Ftank Martin denkt da gibt es keinen Bruch zwischen der Kölner Ttadition des 19. Jahr hunderts und der Gegenwart. Chor und Orchester versinnbiiden den Tfext unmittelbar ver ständlich in tonalen Fügungen. Das große Requiem in d-Moii von Luigi Cherubini stand als umfangreichstes Werk des Abends aliein nach der Pause. Endlich eine Interpretation, die deutlich macht, daß Cherubini in der Ttadition der französi schen Revoiutionschöre steht: Zom und Klage, Endzeitpo saune und Schreckensunter gang fanden in des Chores Fortissimogewait ihre Entspre chung, kontrastiert von einem Piano, das aus den dynami schen Vergieichsproportionen tiefengesättigt erscheint und die ewige Ruhe symboiumfaßt. Von den Einzelheiten sei wenig stens die Schiußfuge des Offertoriums genannt, im Orchestra len das Spiel der Querflöte, die - noch im Sinne der Ästhetik des 18. Jahrhunderts - Sinnbild der Seele ist. Zum großen Schiußbeifaii gab es Blumensträuße in den Kölner Stadtfarben Rot-Weiß." Kölner Stadtanzeiger 13. November 1985 Kölner Männer-Gesang-Verein gab im Gürzenich ein Konzert „Opulent Der Kölner Männer-Gesang- Verein (KMGV) unter Christoph Kiöver erinnerte im Gürzenich an rangvoiie, vielfach grundlos in die musikhistorische Rum pelkammer gesunkene Werke. Wie etwa das d-Moii-Requiem

Der Burgbote 1977 (Jahrgang 57)
Der Burgbote 1974 (Jahrgang 54)
Der Burgbote 1984 (Jahrgang 64)
Der Burgbote 1982 (Jahrgang 62)
Der Burgbote 1978 (Jahrgang 58)
Der Burgbote 1987 (Jahrgang 67)
Der Burgbote 1980 (Jahrgang 60)
Der Burgbote 1973 (Jahrgang 53)
Der Burgbote 1986 (Jahrgang 66)
Der Burgbote 1988 (Jahrgang 68)
Der Burgbote 1981 (Jahrgang 61)
Der Burgbote 2011 (Jahrgang 91)
Der Burgbote 1991 (Jahrgang 71)
Der Burgbote 2014 (Jahrgang 94)
Der Burgbote 2017 (Jahrgang 97)
Der Burgbote 2012 (Jahrgang 92)
Der Burgbote 1983 (Jahrgang 63)
Der Burgbote 1972 (Jahrgang 52)
Der Burgbote 1975 (Jahrgang 55)
Der Burgbote 2013 (Jahrgang 93)
Der Burgbote 2000 (Jahrgang 80)
Der Burgbote 1990 (Jahrgang 70)
Der Burgbote 1966 (Jahrgang 46)
Der Burgbote 1969 (Jahrgang 49)
Der Burgbote 2003 (Jahrgang 83)
Der Burgbote 2008 (Jahrgang 88)
Der Burgbote 1989 (Jahrgang 69)
Der Burgbote 2007 (Jahrgang 87)
Der Burgbote 2016 (Jahrgang 96)
Der Burgbote 2006 (Jahrgang 86)