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Der Burgbote 1985 (Jahrgang 65)

-Auf Wunsch bedient Sie

-Auf Wunsch bedient Sie Herr Wilhelm RüDmann (1. BaB)- Steinmetzarbeiten Grabmalgestaltung Restaurierungen Natursteine für den Garten Dunkel u. Söhne GmbH Am Westfriedhof Venloer Str. 1055 a • 5000 Köln 30 • Tel. (02 21) 5 00 23 84 BUCHHANDLUNG VERLAGSAUSLIEFERUNG MITGLIED DES BÖRSENVEREINS DES DEUTSCHEN BUCHHANDELS GEGRÜNDET 1876. MICHAEL DÄHNERT Geschäftsführerin Hedwig Wespy-Stadelmann 5227 Windeck-Leuscheid ■ Agnesstraße 7 ■ Tel. 0 (02292) 23 80 VERKAUF: Filiale Saaler Straße 18 M. Dähnert

Aus dem Gruppenleben Ausflug der Gruppe 18 am 29. September 1985 Von der Wolkenburg zur Marksburg - das war die erste Etappe eines sonntäglichen Ausflugs der Gruppe 18. Der Wettergott bescherte uns einen sonnigen Herbsttag, und so war die Busfahrt rheinaufwärts zur morgendlichen Stunde bei noch mäßigem Verkehrsaufkommen ein eindrucksvolles Naturerleb nis. Erinnerungen wurden wach an altvertraute Rheinromantik, die - Gott sei's gedankt - auch heute noch nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt hat In Koblenz wechselten wir hinüber auf die andere Rheinseite und erreichten nach Überqueren der Lahn das Städtchen Braubach. Majestätisch erhebt sich über der Stadt die Burg mit ihrem überragenden - einstmals als Zeichen besonderer Macht geltenden - Burgfried. Auf einem steil abfallenden Schiefermas siv im 12. und 13. Jahrhundert erbaut erfreute sie sich über die Jahrhunderte hinweg ihrer geographisch und strategisch günstigen Lage, die sie vor Zer störungen bewahrt' hat Die Deutsche Burgenvereinigung hat die Burg im Jahre 1900 vom Preußischen Staat für einen symbolischen Preis von 1.000 Mark erworben. Sie unterhält und bewirtschaftet das Bau denkmal als Anschauungsob jekt mittelalterlicher Geschich te. Die Erwartungen des Besu chers werden hier nicht ent täuscht So erlebten auch wir in einer einstündigen Führung Geschichte zum Anfassen. Empfehlenswert ist auch die Gastronomie in der Burg schenke, von deren Fteiterrassen man einen herrlichen Aus blick auf das Rheintal hat, das hier nach einer starken Links biegung seine nordwestliche Richtung wieder zurückge wonnen hat. Nicht hoch zu Roß wie die alten Rittersleut', sondern auf bescheidenen Schusters Rap pen stiegen wir ins Täl hinab, um uns in dem alten Städtchen Braubach umzusehen, das sich fein geputzt präsentierte. Der Ortskem besteht aus schmukken Fächwerkhäusern - meist aus dem 17. Jahrhundert - mit romantischen Gäßchen und idyllischen Winkeln. Der Wein bau hat diesen Ort einst geprägt, wovon auch die vielen Sprüche an den Häusem kün den. Eine Täfel an einem Haus in der Hauptstraße weist den Besucher darauf hin, daß hier im Jahre 1888 der Bariton Hein rich Schlusnus geboren ist. Sein Grab befindet sich auf dem dor tigen Ftiedhof. Den heißen Tip für unser letz tes Ziel gab Wolfgang Seul. Nahe bei seinem Heimatort Irlich liegt an den Hängen des Westerwaldes das Weindorf Leutesdorf. In der Weinprobier stube Bleidt kehrten wir ein. Zur Stärkung gab es eine Speziali tät: einen Winzerteller nach Art des Hauses, dazu Wein aus eige nem Anbau, der mit steigen dem Konsum die Stimmung der Zecher ansteigen ließ, zu ge meinsamem Gesang anregte, zu dem uns Bibi auf der Quetsch die instrumentalen Töne lie ferte. Daß schließlich auch die ser Täg zu Ende gehen mußte, haben wir alle sehr bedauert. 201 Geblieben istjedoch die Erinne rung an einige - mit Fteunden gemeinsam verbrachte - ein drucksvolle und fröhliche Stun den, ein Erlebnis, das jedem zur Nachahmung empfohlen wer den kann. Adalbert Wadle Gruppe 22 auf Hertistfahrt Wie sagte noch Greta Garbo kürzlich auf ihrer Geburtstags party?: „Auch der Herbst hat noch schöne läge". Wer daran Zweifel hegt, hätte Mitte September mit der Gruppe 22 auf Eifelfahrt gehen sollen. Alles stimmte hier. Das Wetter war bärenstark und auch an Lebensjahren der Grup penfreunde läpperte sich so einiges zusammen. Ein solcher Wochenendhit kann natürlich nur dann gelin gen, wenn jeder Sänger außer seiner besseren Hälfte auch noch gute Laune mitbringt und die ganze Chose gut vorberei tet ist Das begann schon bei der Quartiersuche. Wenn auch Hasenfeld, schon seiner geo graphischen Lage wegen, nicht unbedingt an den Bekanntheitsgrad von San Ftanzisko heranreicht, so erfüllte die Unterkunft im Hotel SCHADE - seit Jahren von uns erprobt - gleichwohl wieder alle Erwar tungen. Es fehlte an nichts, was das leibliche Wohl anbetrifft und Langeweile blieb durch das nie erlahmende Mitteilungsbe dürfnis der „Grupis", die musi kalische Alleinunterhaltung und erinnerungsträchtige Lichtbildervorträge ein Ftemdwort Alles in allem: eine gelungene Sache - zur Nachahmung für Gleichgesinnte oder besser gesagt KMGV-Gleichgesinnte und für die 22er zur Wiederho lung empfohlen.

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