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Der Burgbote 1985 (Jahrgang 65)

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Musik aktuell Johannes Brahms Bei dem am 7. Mal 1833 in Hamburg als Sohn eines Kon trabassisten geborenen Jo hannes Brahms entdeckte man bereits In jungen Jahren eine außergewöhnliche pianistische Begabung. 0. E W. Gossel und Eduard Marxsen unterrichte ten den begabten Schüler In Klavier und Theorie. Nach Kon zerten In seiner Heimatstadt unternahm Johannes Brahms 1853 eine Tburnee mit dem un garischen Gelger Eduard Remenyl, die Ihn u. a. mit dem be rühmten Joseph Joachim zu sammenführte und eine le benslange Freundschaft der beiden begründete. Robert Schumann kündigte den zwanzigjährigen Brahms in einem vlelzltlerten Artikel „Neue Bahnen" als Komponi sten und kommenden Meister an. Am Schluß des In der Neuen Zeitschrift für M uslk1853, Band 39, Nr. 18 vom 28. Oktober er schienenen Artikels heißt es: „Wenn er seinen Zauberstab dahin senden wird, wo Ihm die Mächte der Massen, Im Chor und Orchester, Ihre Kräfte lei hen, so stehen uns noch wun derbare Blicke In die Gehelm nisse der Geisterwelt bevor. Möchte Ihn der höchste Genius dazu stärken, wozu die Voraus sicht da Ist, da Ihm auch ein an derer Genius, der der Beschei denheit, Innewohnt. Seine Mit genossen begrüßen Ihn bei sei nem ersten Gange durch die Welt, wo seiner vielleicht Wun den warten werden, aber auch Lorbeeren und Palmen, wir hei ßen Ihn willkommen als starken Streiter." Diesen prophetischen Wor ten Schumann's wollte man Ih rem Inhalt nach In vieler Bezie hung anfangs nicht beistim men, da mansiefür übertrieben und daher unmotiviert hielt. Auch noch In der ersten Hälfte der 1860er Jahre wurde der Brahms'sehen Muse nur bedin gungsweise ihre Bedeutung zu gestanden; erst nach den er sten Aufführungen des deut schen Requiems war jeder Zweifel an die hervorragende schöpferische Kraft des Tbnsetzers besiegt und die Richtigkeit des Schumann'sehen Ausspru ches allgemein zugestanden. 1857-59 wirkte Brahms als Chordirlgent und Hofplanlst vorübergehend In Detmold. 1862 übersiedelte er nach Wien und leitete seit 1863 die Sing akademie. Die Gesellschaft der Musikfreunde übertrug Ihm die Leitung Ihrer Konzerte (187^ 75). Tfotz zahlreicher Angebote übernahm Brahms danach kein öffentliches Amt mehr. Er lebte nun als freischaffender Künst ler In der Donaumetropole, ver brachte die Sommer meist In ländlicher Umgebung (Pörtschach am Wörthersee, Mürzzuschlag, Bad Ischl, Thuner See) und entwickelte hier seit 1877 die meisten seiner größeren Werke. Daneben unternahm Brahms seit Mitte der 1870er Jahre auch wieder Konzertrei sen Im In- und Ausland und war hier meist Interpret eigener Kompositionen. Mit der Komposition seines Streichquartetts op. III (1890) sah Brahms sein Lebenswerk für vollendet an. Als eigentli ches Spätwerk des Tbnkünstlers gelten: das Klarinettentrio op. 114 (1892), das Klarinettenquintett op. 115 (1891), die beiden Klavlersonatenop.120 (1895) sowie die durch die tödliche Krankheit der von Ihm verehr ten Clara Schumann veranlaßten ,yier ernsten Gesänge" op.121 (1896). Johannes Brahms starb am 3. April 1897 nach fast einjähri ger Krankheit In Wien. Das kompositorische Le benswerk von Brahms gliedert sich gattungsgeschlchtllch In: Orchesterwerke: 4 Sinfonien 1. c-Moll op. 68 (1855-76) 2. D-Dur op. 73 (1877) 3. F-Dur op. 90 (1883) 4. e-Moll op.98 (1884/85) 2 Serenaden D-Dur op. 11 (1857/58) A-Dur op. 16 (1857/59) Haydn-Varlatlonen op. 56a (1873) Akadem. Festouvertüre op. 80 (1880) Tfaglsche Ouvertüre op.81 (1880/81)