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Der Burgbote 1988 (Jahrgang 68)

110 Existenzaufbau

110 Existenzaufbau braucht Sicherheit. Die Gerling Existenzsicherungs—Police bietetjungen Führungs— kräften, Selbständigen und Freiberuflern gerade in der Anfangsphase ihrer Tätigkeit ein hohes Maß an finanzieller Sicherheit: vor allem bei Berufsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall, aber auch bei Tod. Und da injungen Jahren das Einkommen in der Regel nicht sehr hoch ist, gibt es diesen Versicherungsschutz zu ausgesprochen günstigen Prämien. Beispiel: Bei einer derzeitigen Monatsprämie Die Gerling Existenzvon 96 DM* kann ein 30jähriger sicherungs-Police interessiert folgende Leistungen erwarten: mICh 5t- Monatliche Berufsunfähigkeits-Rente Monatliche 1.250,— DM* lch Wünsche Ü eine Beratung nach vorheriger Berufsunfähigkeits-Rente Terminvereinbarung. durch Unfall 2.500,— DM* Meine Telefon-Nr.2 Kapital im Todesfall mit Ü Verdoppelung bei Tod durch Unfall l00.000,— DM Basiskapital bei lnvalidität durch Unfall (bei Teilinvalidität entsprechend dem lnvaliditätsgrad) l00.000,— DM Name Kapital bei Vollinvalidität durch Unfall 200.000,— DM Straße *Unter Berücksichtigung der sofortigen Uberschußbeteiligung. Die derzeitigen Uberschußanteile bleiben solange unverändert, wie die für 1988 deklarierten Uberschußanteilsätze gelten. PLZ/Ort weitere Information 6W €25 Gerling-Konzern l Versicherungs-Aktiengesellschaften Gereonshof, 5000 Köln l Gerling gibt Sicherheit Telefon (0221) 144—1

Matrazen gespielt und dann habe ich mir von Hebbel ‘Maria Magdalena’ angesehen, das war so ein stilisiertes ‘Ruck- Zuck’. Warum führt ihr denn die sogenannten Klassiker überhaupt noch auf, wenn ihr sie nicht ernst nehmt? Wir nehmen hier etwas ernst. Und wieder drücke ich Dir einen Jean Paul in die Hand, der hat gesagt: Es gibt einen Ernst für alle, aber nur einen Humor für wenige, weil dieser einen poetischen Geist und der andere einen freien und philosophisch gebildeten begehrt. Wir möchten in unserem Stück, in unseren Empfindungen, vorwiegend über Kölsches sprechen und ich glaube, wir sind auch frei dabei in dieser Gesin— nung tätig.“ Da sagt der Spekulöres spöttisch: „Och, nä, aber erlau— be malZillchen, ‘ne schlichte Gegenfrage: Findet ihr eigent— lich komisch, was ihr da spielt?“ (Wörtliches Zitat eines Intendanten.) Da sagt das Zillchen: ‚Ja, vieles könnte wichtiger, dich— ter, farbiger, pointenreicher sein, vieles ist zu jömerisch, zu betulich, aber auch bei euch ist ja viel Langeweile. Ich habe mir von dem Lützeler erzählen lassen, der fast jede Theater— premiere in Bonn mitmacht. Ja, er mache die Pause noch mit, fragt sich so rund und dann kommt die große Frage: Soll er in der Nachbarschaft ein Viertelchen Wein trinken oder das Problemstück zu Ende hören? Er sagt sich dann den Vers auf: Walther oder Schiedamer ist hier die Frage und er entscheidet sich schließlich schneller als Hamlet.“ Noch einmal sagt der Spekulöres: „Euch gibt es zu jömerisch, weil Ihr zu wenig Autoren habt. Einer von ihnen, ein verdienter Mann, schrieb von 1954 bis 1974 zwölf Diver— tissementchen und zwei andere Autoren schrieben seit 1925 fast dreißig Divertissementchen, soviel hat selbst der begabte Schiller in zwanzig Jahren nicht fertig gebracht.“ „Richtig“ sagt das Zillchen, „wir würden es begrüßen, wenn der Heinrich Böll zwischen seinen vielen Protesten mal Zeit fände, ein Volksstück zu schreiben. Im Ernst: Beweist es nicht die Lebenskraft eines Schriftstellers, volkstümlich sein zu können? Beweist es nicht die Begabung eines Schriftstellers, das Komische zu können? Das war der Fall bei so ernsten spanischen Autoren, wie Calderon oder Felix de Vega, die Fronleichnamsspiele und Divertissementchen schrieben. Der Theodor Fontane, Schriftsteller selbst und mutiger Theaterkritiker, schrieb 1880: Ich bekenne nachdrücklich, daß ich die gelungene Gestaltung einer Lustspiel- oder Possenszene, wenn Sie nur neu und komisch zugleich ist, für viel verdienli— cher und vor allem auch für viel schwieriger halte, als die Herstellung einer Durchschnittstragödie (eines Durchschnittsproblemstückes, heute gespielt, im nächsten Jahre vergessen)“ 111 Als Thema für ein neues Divertissementchen empfiehlt Prof. Dr. Heinrich Lützeler „Klüngel, eine kölsche Revue, von den Römern bis in die Zukunft“. So bei der Zukunft der Cäcilia Wolkenburg angelangt, schließt er seinen Festvortrag im Opernhaus; „Sie haben eben rühmende Verse auf ihre Vergangenheit gehört: Zillchen von der Wolkenburg, Hilft durch Freud und Leid uns durch! Und nun, was die Zukunft angeht, muß ich als ihr Notizmann noch etwas philosophisch werden. Martin Heidegger hat über die Zeit nachgedacht und er sagt: Vergan— genheit ist nie ganz vergangen, sie ist in der Gegenwart drin und sie ist nie gewesen, sondern sie ist wesend in der Gegenwart; aus Vergangenheit und Gegenwart schaffen wir die Zukunft. Und so spricht er von der eigentlich menschli— chen Zeit, als von der gewe— senden Zukunft. Und so möchte ich sagen, im Zustand der gewesenden Zukunft befindet sich hundertjährig „Uns Zill— chenfl

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