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Der Burgbote 1988 (Jahrgang 68)

162 Uns Zillchen

162 Uns Zillchen zuzumuten. Schließlich sei er „kein Mensch, der bewähr— te Organismen überfordern will“. Einigungsversuche, in die sich auch der KMGV-Präsident und Cäcilia-Baas Horst Massau einschaltete, schlugen fehl. Die beiden Künstler beharrten auf ihren Standpunkten. Daraufhin wurde sogar erwogen, ein ganz neues Stück aufzuführen. Die— se Überlegungen wurden aber aufgegeben, weil juristische Auseinandersetzungen mit Autor Schmidt drohten. „Um die „Cäcilia“ aus der Zwickmüh— le herauszubringen“, habe er dann das Handtuch geworfen und die Regie abgelehnt, sagt Meinertzhagen. „Wir sind uns deshalb persönlich nicht gram“, versichert Gerard Schmidt. „Ich kenneJosefMeinertzhagen seit über ZOJahren, und ich schätze ihn sehr“. Auch der Regisseur mag nicht von Feindschaft reden. „Ich wünsche der „Cäcilia“ von Herzen, daß es gut geht mit dem Stück.“ Daß er den „Kamelleprinz“ nicht in Szene setzt, sieht er nicht als Trennung, sondern als eine Unterbrechung. „Wenn ich gefragt werde und gesund bleibe, übernehme ich gernmal wieder eine Divertissement— chen—Regie. “ Vorgänge um den „Kamelleprinz“ lösten den gewünsch— ten Generationswechsel nicht aus. „Im Notfall hätte ich ja selbst die Regie übernehmen können“, sagt Autor Gerard Schmidt. „Aber ich habe mich nicht danach gedrängt. Eine Aufführung aufder Opernbüh— ne mit 140 Mitwirkenden ist schließlich keine einfache Sache. Da ist es besser, wenn man Erfahrung hat.“ Schließlich fand die Spiel— gemeinschaft einen erfahrenen Ersatzmann, den Ballett-Regisseur Peter Schnitzler, der seit Mit der Einschränkung Jahren schon die Tanzszenen „Wenn ich gesund bleibe“ rührt Meinertzhagen an ein Problem, das die „Cäcilia Wolkenburg“ schon längere Zeit beschäftigt. Sie weiß, daß sie Ausschau nach einem jüngeren Regisseur halten muß. Bisher hat sie ihn noch nicht gefunden. Und auch die des Divertissmentchens einstudiert. „Derhat Sinn für Schwung und Bewegung“, lobt Meinertzhagen den Nachfolger. „Mal sehen, Vielleicht wird das Divertissementchen ja diesmal eine Operette.“ Klaus Zöller Leser des Burghoten berücksichtigen bei Ihren Dispositionen Inserenten in der Vereinszeitschrift!

Aus dem Gruppenleben Gruppe 20 aktiv Auch in diesenrlahr, am 12. Mai 1988, war sie Wieder auf Wanderschaft, die Gruppe 20 mit ihrer zahlreichen Anhan— gerschar. Zün Ftig gekleidet mit festen Wanderschuhen und Warmen— der Kleidung eroberten die 72 Wanderinnen und Wanderer die Wälder rund um den Kro— nenburgerSec. Petrus hatte KMG V—Wetter geschickt, diesmal auch ohne daß Rolf Carnott Gebete zum 165 Himmel schicken mußte, und so wurden dann auch nach den ersten Steigungen dieJacken ausgezogen und die Ärmel hochgekrempelt. Die Pause, die mit reichlich Grillfleisch und Kolsch verschönert wurde, war dieses Mal fast ans Ende der ausgiebigen WEInderung gelegt worden. So— mit hatten alle Teilnehmer aus— reichend Zeit, sich den lukullischen Genüssen zu widmen, über die unermi'ldlicl’ien Wit— zeerziihler zu lachen und dem Chorgesang der Gruppe zu Mit der „Agnes“ tuckerte die Gruppe 20 über den Rhein