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Der Burgbote 1988 (Jahrgang 68)

Uns Zillchen ZILLCHE

Uns Zillchen ZILLCHE 1988 Prolog Et wedjejöz. et wedjekümp. Radaujemaht un opjerümp met danze, singe un verzäIIe. Et Zillche kütt, dröm freu Dich. KÖIIeI De Dirijent Hans-Josef Roth hät Klövers Chress em Zauberhoot. Bes Aachen dringk datjetz us KölIe un klingk do en dr Domkapelle! Dat es dä Clou! Dat mäht uns jeck! Mer sin vum Zillche anjesteck. HerbeiI Herbei! wir oIn es wagen! De Vörhang op Herr Meinertz- I \ hagen' j Dr kölsche Fastelovend em Spejel dr Zick. „Du Geist der Erde bist uns nah.“ Oh Mutter Do. Colonia. Eins Leev un "Ireu — nemm alles weil mer vun Hätze Kölsche 1 Greven Verlag Köln sin! i Heinz Litzinger „Parat jemaht“ vum Greven Verlag en Kölle. 5:: Kennen Sie in Ihrem Bekanntenkreis sangesfreudigejunge Männer (18 — 45 Jahre)? Interessieren Sie diese für eine aktive Mitwirkung im KMGV. Wir proben donnerstags von 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr. Chorschule: 18.30 Uhr bis 19.30 Uhr Weitere Informationen von Rau Kunkel auf der KMGV—Geschäftsstelle, 'Iblefon 2312 32

Uns Zillchen Massau, und dennoch habe auch diesmal die Nachfrage das Kartenangebot überstiegen. Die Rekordzahl von 26 Vorstellungen soll ein kleines "liostpflaster dafür sein, daß es Karneval keine Fernsehübertragung aus dem Divertissementchen geben wird: Der WDR entschied sich stattdessen für die Puppensitzung aus dem Hänneschen. „Dafür haben wir natürlich Verständnis“, sagt Massau. „und doch hoffen wir. daß das Fernsehen das Divertissement— chen im nächsten Jahr wieder ausstrahlt.“ Es geht diesmal „em Zillche“. wie gesagt, „Drüvver un Drun— ger“. „Drüvver“, das ist der Olymp, ein Kölner Nobel- Restaurant, und „Drunger“ ‚das ist die Kneipe „Hades“ am Buttermarkt. Und wer esjetzt noch nicht ahnt oder gar weiß: Das kölsche Fastnachtsspiel ist eine Verbeugung vor Jacques Offenbach und seiner Operette „Orpheus in der Unterwelt“, die das bewährte Duo Gerti Runkel und Josef Meinertzhagen effektvoll ins kölsche Milieu umgesiedelt hat. Nach der „Ostermann—Story“ vom vergangenen Jahr geht es zwar weniger karnevalistisch. dafür aber nicht weniger schwungvoll zu. Massau: ‚Wir können deshalb so vielseitig sein, weil das Divertissement— chen keine strengen Regeln kennt.“ "liaditionsgemäß steht jedes Jahr ein anderes Fastnachtsspiel auf dem Programm — und das seit 114 Jahren. Doch sein hohes Alter merkt man dem „Zillche“, das seinen Namen von der heiligen Cäcilia. der Schutzpatronin der Musiker und Dichter, entliehen hat. nun überhaupt nicht an. Es ist so jung und schwungvoll wie anno dazumal und deshalb beliebt beijung und alt. Der Chor ist diesmal stark in die Handlung einbezogen und bewältigt anspruchsvolle Aufgaben. Der "liiumphmarsch aus der Oper „Aida“, Ausschnitte aus „Hoffmanns Erzählungen“ oder auch berühmte Gesangsstücke wie „Reich mir die Hand. mein Leben“ oder „Dein ist mein ganzes Herz“ in kölscher Version sind nur einige Einlagen. die das Publikum begeistern. Ein besonderes Kompliment an dieser Stelle an den Aachener Domkapellmeister Hans- Josef Roth, der kurzerhand für den langjährigen musikalischen Leiter des „Divertissementchens“, Christoph Klöver. eingesprungen ist. Klöver hatte gegen Ende des vergangenen Jahres einen Herzinfarkt erlitten. Massau: „Er macht aber schon einen solch guten Eindruck, so daß er 1989 hoffentlich wieder dabei ist.“ Eine „dolle Attraktion“, so Massau, ist auch das urkomische Männerballett. Ein Lob für Ballettmeister Peter Schnitzler: ‚Was er macht, ist exakt“. Das Männerballett gibt es übrigens, seitdem es die Cäcilia Wolkenburg gibt. Et Zillche hat das erste Männerballett auf die Bühne gestellt.“ „Wir freuen uns über jedes Talent Chor und Bühnenspielgemeinschaft bieten begeisterten Sängern viel Abwechslung Nein, Nachwuchssorgen hat das Divertissementchen glücklicherweise nicht. ‚Wir sind per- 23 sonell gut ausgestattet, aber trotzdem freuen wir uns über jedes Talent“. betont Horst Massau. Doch nur, wer auch im KMGV ist, hat die Möglichkeit. im Divertissementchen mitzuwirken. Gefragt sind ernsthaft Chorbegeisterte, die das heitere Spiel lieben, aber ebenso bereit sind, ein Requiem mitzusingen. An Abwechslung wird es jedenfalls nicht fehlen, versichert Zillche-Baas Massau. Die Chorsänger sind allesamt Amateure, die tagsüber ‚.ordentlichen“ Berufen nachgehen. Um so höher ist ihr Einsatz im Dienste des kölschen Frohsinns zu bewerten. Doch sie alle haben auch „mallig Spaß an d'r Reud“, und so soll’s auch im nächsten Jahr wieder sein. Wenn das Programm auch noch nicht fest— steht, so wenigstens der Premierentermin: Am 8. Januar 1989. Also, nichts wie vormerken... KE“ Danke Hans—Josef Roth! Dies Johr beim Spillche häsde met uns vell Firünde kräge. Jetz besde ochjedäuf em Zillche met Sang un Klang und Joddes Säjel Wor dat en Heud. met Dir ze singe! För mich worjede Chor e Feß! Wie dät Dir ’lbn för Tbnjelinge. un wannsde avjeschlage häs. soh ich Dich emmer widder lache. janz deef do ungen. wo De stunds. Wat dät dat för en Freud Dir mache ze praktizeere kölsche KunsI Loß mich nit lang schön Wöder finge un och nit Ruse öm Dich ranke — wie ich sujähn als Sänger singe loB mich janz einfach sage — Danke! Heinz Litzinger