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Der Burgbote 1988 (Jahrgang 68)

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Das Archiv des Kölner Männer-Gesang-Verein im Historischen Archiv der Stadt Köln 1. Das Archiv des KMGV und seine historische Bedeutug Als eine neuartige Organisationsform freier, selbständiger Bürger für bestimmte selbstgesetzte Ziele war das moderne Vereinswesen zu Ende des 18. Jahrhunderts in Deutschland entstanden. Außerhalb und bewußt unabhängig vom Staat und korporativen Bindungen kamen Bürger im Verein auf gleichbe— rechtigter und paritätischer Grundlage zusammen. Dabei war die Kultur das erste Feld, das vom Vereinswesen erfaßt wurde. In Lesegescllschaften, Kunst— vereinen, Orchester- und Musikgesellschaften sowie Theatervereinen verbanden sich eine wachsende Zahl von Bürgern. Der Verein als Assoziationsprinzip besaß eine starke Anziehungskraft, so daß bereits um 1850 Zeitgenossen von einer um sich greifenden Vereinswut der Deutschen sprachen. In diese Zeit des allgemeinen Aufschwung des Vereinswesens fiel auch die Gründung des Köl— ner Männer-Gesang—Vereins 1842. Dabei erwies sich der gerade in seiner Ausformung begriffene Männerchorgesang als eine besonders eng verbindene Klammer. Über fast 150 Jahre hinweg mit ihren wechselnden, politischen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen bildete der qualitätvoll gepflegte Männerchorgesang das einigende Band für mehr als fünf Gene— rationen Kölner Sangesbrüder. Aufbruch“ Umsomehr kann der Verein auf diese Tradition mit Stolz zurückblicken, als durch die Leistungen seiner Mitglieder das hohe Niveau des Männerchorgesangs in Deutschland immer wieder gesteigert wurde. In der Geschichte des Vereins gibt es dafür vielfache Zeug— nisse. Es ist dies eine Tradition, die es zu erhalten und zu pflegen gilt, da der Verein aus seiner Herkunft und Geschichte ein nicht unwesentliches Maß an Kraft und Autorität schöpft. Es ist deshalb eine besonders glückliche Fügung, daß einem traditionsreichen Verein über die wechselnden Zeitverhältnisse und insbesondere die Zerstörung des 2. Weltkrieges hinweg eine außergewöhnlich reiche und für die Zeit des 19. Jahrhunderts nahezu geschlossene historische Überlieferung in Form eines eigenen Archivs erhalten geblie— ben ist. Es dokumentiert nicht nur alle Phasen des inneren Vereinslebens, der Konzert- und Reisetätigkeit und derVerbindungen mit berühmten Komponisten und In— terpreten, sondem bildet gleichzeitig einen wichtigen Quellen— fundus für die Geschichte des Männerchorgesangs in Deutschland überhaupt. 2. Die innere Struktur des Vereinsarchivs Das Archiv des Kölner Män— ner—Gesang-Vereins setzt sich aus Akten, Druckschriften, Fotos und Plakaten zusammen. Der Hauptteil der Akten besteht aus 52 jahrweise formierten Korrespondenzserien gebunden in Foliobänden aus der Zeit 1842 — 1905. Aus dieser um die Jahrhundertwende angelegten Rückgratserie wurden im Laufe der Zeit immer mehr Autographen und besondere interessante Einzelstücke ausgeheftet und im sogenannten Selekten neu formiert. Es entstanden auf diese Weise sogenannte Dokumentenordner. Eine Mischung aus Sachakten und Druckschriftendokumentation bilden etwa 20 Bände über die Reisen des Kölner Männer-Gesang-Vereins und seine Teilnahme an Sängerfesten und Preissingen. Parallel zu den Korrespondenzserien wurde eine Sammlung von Kon-