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Der Burgbote 2008 (Jahrgang 88)

. . . ein Beweis des

. . . ein Beweis des Vertrauens! Dahbrmi^ Wilhelm Oahlmeyer Bestattungsunternehmen gegründet 1867 50931 Köln Dürener Str. 211 Tel.: 9 40 81 00 »Die Zeit verwandelt uns nicht, sie entfaltet uns nur.« Max Frisch DUNKEL STEINMETZ BETRIEB E. Dunkel u. Söhne GmbH Venloer Straße 1061 50829 Köln Telefon 0221-5 00 23 84 Telefax 0221-5 00 25 19 clunkel-steinmetz@t-online. de I SK., Grabstätte des 1. /CA1 GV-D/r;genten Franz Weber auf dem Friedhof Melaten Betreuung durch die Firma Dunkel Bei der Vermittlung von Denkmalpatenschaften sind wir behilflich. 124

immer wieder bei den Konzerten des KMGV als Zuhörer. Nun ist ein gemischter Kammerchor etwas deutlich anderes als die beeindruckende „Männer-Orgel" des KMGV. Um ganz offen zu sein, anziehend war für mich auch die derzeitige Chorlei tung - das hatte ich persönlich in den Jah ren davor nicht so verspürt. Ich will gar keine tiefergehende Wertung vornehmen. Es ist wunderbar, wenn man beide Chor erlebnisse nebeneinander genießen kann, auch wenn es bisweilen zu gewissen Ter min-Konflikten kommt. Da muss ich dann versuchen, dies „ausgewogen" miteinan der zu vereinbaren. Was hast Du aus der Zelt 1964 bis 1984 für schöne Erinnerungen an den KMGV? Auch in der damaligen Zeit hatte ich ja dieses parallele Erlebnis zweier sehr unter schiedlicher Chöre. Rund 15 Auslands reisen innerhalb Europas hatte ich in diesen Jahren mit dem gemischten Chor unternommen - in aller Regel als Begeg nungen mit Kammerchören an den dorti gen Universitäten. Das war halt auf studentischem-Niveau... jung und un konventionell, eben ohne Frack! Außergewöhnlich dagegen waren die großen Konzerte in Köln, in anderen deut schen Städten, im nahen Ausland und natürlich die interkontinentalen Reisen des KMGV nach Südafrika, Japan, USA... immer in großen, gut gefüllten Sälen. Wie hat sich in der Zelt Mitte der Achtziger Jahre zu heute der Verein verändert? Nun, die zumeist herzliche, freundschaft liche Atmosphäre ist nach wie vor gege ben - vielleicht empfinde ich diese heute sogar intensiver und wohltuender als damals? Leider ist die Zahl der Aktiven ge schrumpft - aber damit erzähle ich kei nem etwas Neues - ich erinnere noch gut an Konzerte mit 180 Sängern auf dem Po dium. Das ist nur sehr schwer wieder her beizuführen. Dem Nachwuchs - der Zukunft des Vereins - muss also unsere ganze Aufmerksamkeit gelten, weshalb wir über das musikalische Programm immer wieder versuchen müssen, interes sante neue Wege zu gehen! Nichts gegen ,Silcher' beispielsweise, aber aus diesem Liedgut entwickelt sich keine Attraktivität für junge Sänger. Es gilt m. E., nach Mög lichkeit neue Themen und auch unbe kanntere Musik zu erschließen... auch wenn das schon mal gewagt sein mag, was soll's: Denn, wer nicht wagt... !! Es nicht zu tun, bedeutet unweigerlich fort gesetztes Schrumpfen. ist deiner Meinung nach der KMGV eine empfehlenswerte Adresse für ein musikali sches Engagement? Ich denke schon, dass diese „unsere Adresse" eine sehr gute Chance hat, aus ihrer Ausgangslage „renommierter Männerchor + Spielgemeinschaft" einen „Fortbestand" zu entwickeln. Aber das geht nicht ohne permanentes Bemühen um Neues - trotz aller Liebe zur Tradition. Auf die richtige Mischung wird es an kommen; auch auf die Bereitschaft des Nachwuchses (der jüngeren jahrgänge), auch mal das „Ännchen von Tharau" gelten zu lassen; vor allem aber eine positive Einstellung der reiferen Jahrgänge an „interessanten Konzertprogrammen für Morgen" mitzuwirken... und das mit großer Neugierde! Das interview führte Woifgang Seui 125