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Der Burgbote 2008 (Jahrgang 88)

„Wenn schließlich

„Wenn schließlich alles gut ge laufen Ist, stelle Ich Mollere bei meinem Besuch In Paris einen Blumengruß auf das Grab". Das hatte Heinrich Suttrup als Schluss satz in einem Interview mit )ürgen Fidler im Burgboten 2/07 gesagt. Der Autor unseres letztjährigen Zillche „Ne Kölsche als Edelmann" hat nun sein Versprechen eingelöst. Am ersten Oktobersonntag 2008 besuchte er die Comedie Frangaise, wo Moliere seine größten Erfolge auf der Bühne feierte, sowie seine Grabstätte auf dem Pariser Friedhof „Pere-Lachaise". 134

Blick auf die neue Spielzeit Klüngel op joot Kölsch In Ihrem 135. Divertissementchen zur Karnevalssession 2009 nimmt die Bühnensplelgemelnschaft „Cacilia Wolkenburg" ein beliebtes und um strittenes Thema aufs Korn: den kölschen Klüngel. Einerseits schätzt man ihn, wenn er dazu beiträgt, auf unbürokratischen Wegen kleine, große, private oder allgemeine Probleme zu lösen. Andererseits wird er mit allergrößter Skepsis betrachtet, wenn große Summen bewegt werden und schlössen. Und, wie bestellt, treten die „Experten für das Bauwesen" in Köln auf. Die Herren wollen wieder ein großes Geschäft machen und durch ein neues „Gutachten" beweisen, dass statt der Sanierung des Opernhauses nun ein Neubau erforderlich sei. Dagegen bildet sich eine Opposition. Sie ist zwar auch für Klüngel, aber nur für den, von dem letztlich auch die einfachen Leute in Köln etwas haben. Sie wollen das Opernhaus am alten Ort retten. Ob es ihnen gelingt, den neuen Coup des Kölner Bauklüngels zu stoppen? Als der Kölner Oberbürgermeister am nächsten Morgen erwacht, ist er sich nicht ganz sicher, ob er alles nur geträumt hat. nicht ganz klar zu sein scheint, wem es eigentlich nutzt, was da gerade „geklüngelt" wird. Also: Welcher Klüngel „es joot" und welcher „es schlääch"? Mit dieser Frage muss sich auch der Köl ner Oberbürgermeister beschäftigen, der zu Beginn des Stückes in einen Traum ver sinkt. Und was er da träumt, hat unmit telbar mit der „Cäcilia Wolkenburg" und ihrer traditionellen Spielstätte, dem Köl ner Opernhaus, zu tun. Während einer Vorstellung fällt ein Kronleuchter herab und das dringend sanierungsbedürftige Opernhaus wird wegen Baufälligkeit ge Regisseur Dr. Fritzdieter Gerhards insze niert das Stück mit Witz, Tempo und über raschenden Effekten. Für die musika lischen Arrangements zeichnet wieder Thomas Guthoff verantwortlich. Auch bei den weiteren Kräften (Musikalische Lei tung: Bernhard Steiner; Kostüme: judith Peter und Ulrike Zimmermann; Bühnen bild: Bettina Neuhaus; Licht: Hans Toelstede; Choreographie: Athol Farmer) setzt die Spielgemeinschaft auf Kontinuität. Jürgen Nimptsch 135